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Städtetrip: 3 Tage in Kopenhagen, Dänemark
{+ Wellness in Büsum}

Dinge, die ich liebe: Reisen. Einen Kurztrip zu zweit erleben und gemeinsame Erinnerungen sammeln – Qualitytime. Roadtrips mit dem Auto und verschiedene Orte entdecken. Neue Länder bereisen und ein weiteres Häkchen setzen – in meinem Kopf und der ‘been’-App. Darunter das Ziel: endlich alle Nachbarländer Deutschlands abklappern. Und: Skandinavien.

Unnötig zu erwähnen, dass ein Trip nach Kopenhagen, Dänemark längst überfällig war, oder? Wir hatten eine so, so schöne Zeit dort oben im Norden über die Halloween-Tage und den Monatswechsel von Oktober zu November, dass ich euch unbedingt ein paar Zeilen darüber berichten und Fotos zeigen möchte.

Durch die Reise nach Kopenhagen in Dänemark haben mein Freund und ich mittlerweile ganz Skandinavien und – mit Ausnahme von Litauen – das ganze Baltikum bereist. Wir sind wirklich verliebt in die Länder, das kühle nordische, die stylischen, designorientierten Staaten und das gute, fortschrittliche Essen – auch, was vegane und vegetarische Ernährung und Trendfood betrifft.

Falls ihr in unsere vergangenen Skandinavienreisen reinstöbern wollt – hier findet ihr Norwegen 2018 und SchwedenFinnlandEstlandLettland aus 2017! :)

Wir sind am 27.10. in Düsseldorf gestartet, haben einen kleinen Zwischenstopp zum Autowechsel in Hamburg eingelegt und sind über Fehmarn mit einer Fährfahrt bei Sonnenuntergang bis nach Kopenhagen gefahren. Auf der Rückfahrt haben wir die Storebaeltbrücke zurück nach Deutschland genommen, wo wir noch einen kurzen Wellness-Zwischenstopp für zwei Nächte in Büsum eingelegt haben.

Wenn ihr die Fährfahrt rechtzeitig bucht, lohnt sich die Überfahrt im Preis-/Leistungsverhältnis schon. Wir haben uns ganz spontan dazu entschieden und deshalb an die 100€ bezahlt – wir sind zwar in den Sonnenuntergang gefahren, allerdings war es die meiste Zeit komplett dunkel, wir haben am Ende 10 Minuten Zeit gespart und das Schiff selbst ist jetzt kein Highlight. Tagsüber an Deck bei gutem Wetter ist es aber sicher eine nette Sache. Auf der Rückfahrt hatten wir dafür Pech und standen wegen eines Brückenunfalls gut 2,3 Stunden direkt vor der Brücke still. Die Fahrt nach Fehmarn hätte uns nichts gebracht, jedoch war es trotzdem ärgerlich – das ist das Problem, wenn der Bereich Dänemarks nur über eine Fähre oder eine einzige Brücke erreichbar ist… aber alles halb so wild! :)

3 Tage in Kopenhagen

Nach einem Abendessen und einer ersten Übernachtung starteten wir Montag, den 28.10. morgens in unsere paar Tage Städtetrip Kopenhagen. Wie ihr seht, hatten wir einfach absolutes Traumwetter, auch wenn es oft schon klirrend kalt war.

Wir haben es gehandhabt wie immer und uns einfach durch die Stadt treiben lassen – und lediglich mit einer groben Tagesplanung und ein paar Hotspots im Hinterkopf die Tage in der Stadt entspannt gestaltet. Wir haben direkt hinter dem mitten in der Stadt gelegenen Freizeitpark ‘Tivoli‘ in Richtung des zentralen Stadtteils ‘Indre By’ gewohnt. Nach dem Aufstehen haben wir erst einmal die Lieblingsapp (Happy Cow, super für alle, die nach Veggie-Optionen suchen) nach dem besten Frühstücksspot befragt und einen Morgenspaziergang dorthin eingelegt.

Wir sind an dem bunten, riesigen Kino ‘Palads Teatret’ (wirklich ein richtig schönes, farbenfrohes Gebäude und absoluter Hingucker!) entlang über die Brücke des ‘Sankt Jorgens So‘ gelaufen und haben dadurch quasi per Zufall ein super hübsches, kleines Viertel entdeckt, in dem wir uns den ganzen Vormittag aufgehalten haben.

Das Viertel (schaut einfach mal auf der Karte nach ‘Norrebro Teater’ – rundherum befindet sich besagte Gegend) ist wirklich nett; viele kleine, individuelle Läden und Boutiquen, winzige Shops, Cafés und Supermärkte, sehr bunt durchmischt, auch vegane und vegetarische Optionen findet man dort sehr viele und kann sich gut durch die kleinen Straßen treiben lassen.

Definitiv empfehlenswert auf dem Weg zurück in die Innenstadt ist die ‘Torvehallerne‘, eine Foodhalle / Foodmarket mit vielen, ansprechenden Ständen und frischen, unterschiedlichen Gerichten. Vom warmen Mittagslunch über frische Säfte und Gebäck ist alles dabei. In der Halle daneben bekommt ihr übrigens rohe Zutaten für euren Einkauf, z.B. frischen Fisch oder Obst und Gemüse. Unbedingt einen Abstecher wert!

Weiter ging es am natürlich eher touristischen ‘Schloss Amalienborg’ (das im Besitz der dänischen Königsfamilie steht) vorbei, bevor wir der bekannten Gegend ‘Nyhavn’ einen Besuch abstatteten. Ins Schloss selbst sind wir an dem Tag nicht gegangen – dafür war das Wetter zu schön und die Lust auf ein Craft Beer und eine kleine Pause zu groß. Was den Tourismus betrifft hatten wir übrigens ziemlich Glück – wir waren ja unter der Woche unterwegs und hatten so wirklich vergleichsweise wenig andere Touristen an den Hotspots der Stadt.

Craftbeer in Nyhavn

Der Hafenstadtteil ‘Nyhavn’ am Kanal ist ziemlich bekannt und definitiv ein beliebtes Fotomotiv. Den Nachmittag zog es sich etwas zu, wodurch man die Kälte mehr spürte, weswegen wir uns nach einem kleinen Rundgang vor eine der Bars dort setzten und unter’m Heizstrahler 1,2 Craft Beer tranken.

Wir genießen es sehr, uns auch im Urlaub solche Zeiten einzuräumen und um Zweifel mal 2,3 Stunden nur zu sitzen und die Eindrücke zu verarbeiten, statt auf der Karte oder im Reiseführer hektisch nach dem nächsten ToDo zu suchen. Man muss nicht jeden einzelnen Winkel und jede Sehenswürdigkeit erkundet haben, um eine Stadt zu verstehen oder sich für sie begeistern zu können.

Die folgenden drei Bilder sind am nächsten Morgen entstanden, als es wieder deutlich heller und sonniger war – ein Besuch am stimmungsvollen ‘Nyhavn’ ist also Pflicht und beinahe unvermeidlich, wenn ihr mal in Kopenhagen seid.

Die kleine Meerjungfrau

Nach einem mega Frühstück am nächsten Morgen – von dem ich euch weiter unten unter ‘Food’ berichte – machten wir eine typische Hop on/Hop off-Stadtrundfahrt. Wir sind beide eigentlich Fan dieser Touren, weil man sich einen guten Überblick über eine Stadt verschaffen kann und natürlich haben wir auch das ein oder andere Eckchen gesehen, das wir sonst vielleicht nicht zu Fuß erkundet hätten. Unter’m Strich jedoch haben wir beide hinterher gesagt, dass Kopenhagen für uns – anders als z.B. Lissabon – keine Stadt ist, in der sich eine Bustour so richtig lohnt. Die meisten Punkte, die wir sehen wollten, haben wir auch so zu Fuß erreicht, in viele Innenstadtbereiche kommt der Bus gar nicht und die zwei, drei Dinge, die nicht unbedingt fußläufig liegen, kann man auch mit einer U-Bahn-Fahrt lösen. Also nicht unbedingt ein Must-Do, wenn ihr dort seid.

Einen Vorteil hatte die Fahrt jedoch – wir liefen von Nyhavn aus bis zu der berühmten, bronzenen ‘Kleinen Meerjungfrau’, die Hans Christian Andersens Märchen nachempfunden ist, und konnten nach Erkundung der Gegend dort wieder einsteigen, um ans andere Ende der Stadt zu fahren.

Die Meerjungfrau selbst war der einzige Platz in der Stadt, den ich persönlich als “touristisch überfüllt” empfand – dort standen die Leute wirklich ewig an, um ein Foto zu machen und eigentlich wollte ich darauf verzichten, wobei wir dann doch eine Lücke fanden und in ungelogen 10 Sekunden dieses Bild schossen. Ich bin eigentlich kein Fan von den klassischen Touri-Fotos – aber als Erinnerung vielleicht ganz schön. Ich denke, ein Besuch bei der Meerjungfrau ist für Kopenhagen obligatorisch, aber auch hier in meinen Augen kein absolutes Muss.

Halloween im Tivoli – Freizeitpark-Traum in Kopenhagen

Nicht nur für die Freizeitparkfans unter euch habe ich einen dringenden Tipp. Der ‘Tivoli‘ ist ein Vergnügungspark mitten in Kopenhagen und wirklich nicht nur etwas für Achterbahn-Fans und Adrenalinjunkies. Er bietet auf einer Fläche von rund 8 Hektar nicht nur zahlreiche Fahrgeschäfte, VR-Experiences, Achterbahnen und Karusselle, Buden und weitere, unterhaltsame Attraktionen, sondern dient der Stadt auch als Erholungs- und Eventzentrum.

Es finden Kabaretts, Konzerte und andere Veranstaltungen dort statt und auch für Begleitpersonen, die lieber Abstand vom Nervenkitzel der Fahrgeschäfte nehmen wollen, lohnt sich der Besuch. Wir waren zu Halloween da und wie man unschwer erkennen kann, war der Park wirklich extrem schön, aufwändig, liebevoll und detailreich geschmückt. Das wird natürlich zu jedem Event und jeder Jahreszeit verändert und ich kann mir gut vorstellen, dass er auch zum Frühlingsbeginn, im Sommer oder zu Weihnachten toll aussieht. Der Tivoli hat auch, wie viele Parks hier in Deutschland, verschiedene Themenbereiche, die ebenfalls richtig toll und aufwändig dekoriert sind.

Es gibt verschiedene Preismodelle – das ist keine Werbung, ich finde nur das Konzept super. Wir hatten einen All-In-Pass und konnten alles unbegrenzt oft und mit Fastlane fahren, da wir wirklich einige Stunden im Park verbringen wollten. Es gibt aber auch die Option, nur den Eintritt in den Park zu kaufen und Fahrgeschäfte einzeln zu bezahlen – super für diejenigen, die nur begleiten oder aber eh nur 1,2 Sachen fahren wollen. In den deutschen Parks zahlt man ja häufig pauschal für den Eintritt und gerade begleitende Eltern die vielleicht mit keiner Achterbahn fahren wollen, zahlen trotzdem ihre 35-50€, was ich nicht wenig finde.

Wir haben den Park auf jeden Fall absolut ausgekostet, hatten – wie ihr seht – wieder Traumwetter und haben den Nachmittag bis in den späteren Abend hinein, als bereits alles erleuchtet war, dort verbracht. In unserem All-In-Pass waren sogar digitale Fotos der Fahrgeschäfte dabei und wir konnten unsere Lieblingsachterbahnen häufiger und mit minimalem Anstehen fahren. Der Pass lohnt sich in meinen Augen total, wenn man plant, einige der Attraktionen wahrzunehmen, sonst zahlt man schnell 5-10€ pro Fahrt.

Ein letzter Tipp: Direkt am Tivoli befindet sich noch die Tivoli Food Hall, die sowohl vom Park aus (dann bekommt ihr einen Stempel für den Wiedereintritt) oder auch von außerhalb frei begehbar ist. Natürlich gibt es im Park überall verschiedene Food-Stände mit dem klassischen Freizeitpark-Fastfood – in der Food Halle findet ihr jedoch super leckere, außergewöhnliche und trendy Speisen an zahlreichen Foodständen. Die Halle ist drinnen, was schön für eine kleine Auszeit von den eisigen Temperaturen war, und wir haben gleich zwei Mal – einmal mittags, einmal abends – dort super gegessen. Auch ein Tipp fernab des Tivolis, wenn ihr euch nicht entscheiden könnt, worauf wer Appetit hat – dort gibt es für jeden Geschmack etwas. Apropos – der Tivoli liegt direkt am Hauptbahnhof Kopenhagens und ist somit super zu erreichen.

Vor Frelsers Kirke

Bevor wir uns am Mittwochmorgen auf den Weg nach Deutschland und zu unserer zweiten Station der Reise aufmachten, statteten wir dem Aussichtspunkt ‘Vor Frelsers Kirke’ noch einen Besuch ab. Die Kirche stammt aus der Barockzeit aus dem Jahr 1689 und ist besonders für seinen gedrehten Turm bekannt. Der Aufstieg ist definitiv ein Abenteuer; man läuft insgesamt 400 Stufen durch das alte Gemäuer, 150 Stufen befinden sich auf der Turmspitze selbst, die man spiralförmig hochläuft. Die 300 Stufen innerhalb der Kirche sind auch keineswegs gradlinige Treppen, sondern mal hohe, mal niedrige Stufen, Luken, durch die man krabbeln muss oder Leitern, die man erklimmen muss (einmal habe ich mir sogar an einem Balken den Kopf gestoßen, so eng war es) und dir kommen permanent die Besucher von oben entgegen. Gar nicht so einfach, sage ich euch.

Der Ausblick ist wirklich schön und die knapp 5€ Eintritt lohnen sich wirklich. Ich bin generell ein totaler Aussichts-Fan und versuche mir jede Stadt, die ich besuche, einmal aus der Höhe anzuschauen. Zum Glück habe ich keine Höhenangst, denn der Umlauf ist nicht ohne und ein bisschen nach außen hin abschüssig. Die Turmspirale sind viele gar nicht mehr hochgegangen, wobei auch diese paar Höhenmeter sich auf jeden Fall lohnen.

Foodspots in Kopenhagen – Cafés & Restaurants

Kopenhagen steht definitiv für gutes, trendiges Essen – auch, wenn es – wie in Skandinavien üblich – definitiv eher teuer ist. Am ersten Morgen haben wir im ‘Café Bla‘ gefrühstückt – ein super süßes, etwas verstecktes, kleines und komplett veganes Café im Trendviertel hinter dem ‘Sankt Jorgens So’. Das zweite Frühstück was wir dann am Dienstagmorgen hatten, war in der ‘Matcha Bar’ – ein so so schönes Café, wie ihr sehen könnt. Wer auf gesundes Trendfood wie Acaibowls, Matcha-Latte oder Avocadobrot steht, ist hier richtig. Mein Wahl fiel übrigens auf die ‘Galaxy-Bowl’ mit schwarzer Asche – sehr crazy, aber lecker! Achtung – es liegt innerhalb eines Einkaufszentrums, des ‘Magasin du Nord’ und ist deshalb nicht auf den ersten Blick zu finden.

Der dritte von drei Frühstücks-Spots war ‘Organic Boho‘ kurz vor unserer Abreise nach Deutschland. Ebenfalls ein super nettes Café mit leckerem Essen und Lunch Deals – mein Freund hatte bereits herzhaft Mittag gegessen, ich hatte noch mal Lust auf eine Acai-Bowl.

Auf den unteren Fotos seht ihr die ‘Tivoli-Food-Hall’ von er ich euch schon weiter oben berichtet habe, ebenso wie die ‘Torvehallerne’ in der Nähe von Nyhavn, in der ihr ebenfalls reichlich verschiedene Foodspots findet. Am ersten Abend aßen wir nahe unseres Hotels in einer Sportsbar – es war schon ziemlich spät als wir ankamen und wir wollten uns nach 9 Stunden Fahrt nicht noch großartig auf die Suche machen. Montagabend waren wir in der ‘SSAM Korean Food Bar’, die nicht nur als sehr gut bewertet war, sondern auch super und außergewöhnlich schmeckte. Dienstagabend fiel unsere Wahl auf die Food-Hall im Tivoli, wo wir verschiedenste Gerichte, von Trüffelpizza bis vegetarisches Ricebun und Craft Beer, probierten.

Büsum an der Nordsee

Von Kopenhagen aus ging es diesmal ohne Fährfahrt, sondern über die lange Storebaelt-Hängebrücke, nach Büsum an die Nordsee, um noch zwei Nächte ruhige Auszeit bei gutem Essen, Strandspaziergängen, Wellness und Zweisamkeit zu verbringen. Hier habe ich nicht viele Fotos gemacht, wir haben die Zeit wirklich in vollen Zügen und nur zusammen genoßen – wirklich der perfekte Abschluss des Kurzurlaubs!

MRS. BRIGHTSIDE – Fashion, Travel & Lifestyle Blog aus Hamburg & Düsseldorf

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1 Kommentar

  • when is

    Du siehst wirklich toll aus. Ich folge dir. Danke.

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