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Travel

Dubai – Burj Khalifa, Dubai Mall,
Atlantis & Anantara the Palm

Wie beginnt man den ersten Blogpost einer kleinen Reihe – von einem Urlaub der Superlative? Wenn ein Traveldiary nicht ausreicht, obwohl man nur knapp über eine Woche unterwegs war? Wenn man so viel zu schreiben, zu empfehlen – oder auch zu beraten hat?

Vielleicht mit den ehrlichen Worten: Dubai hat mich früher nie so wirklich gereizt. Zu Fake, zu künstlich, zu konstruiert. Natürlich kann eine Stadt perfekt sein – wenn es sie erst seit so wenigen Jahrzehnten gibt, keine tiefe Geschichte zu existieren mag und es nahezu endlos viel freie Fläche drum herum gibt, um sie wachsen zu lassen.

Durch meinen neuen Job war meine Urlaubsplanung in diesem Jahr etwas turbulent und bis fast zum Ende in Zeitpunkt und Destination nicht ganz klar. Ich bin Anfang des Jahres umgezogen und habe kurz danach im Frühjahr dann meinen Job angefangen und war somit bis dato nur auf einigen, wenigen Kurztrips in diesem Jahr – nach Brügge, Lille oder München beispielsweise, über die ich auch geschrieben habe. Oder ich habe Wochenenden in Groningen, Münster, Wissant oder natürlich Hamburg verbracht. Alles schöne Orte – aber mir dürstete es nach mehr. Meer. Und vor allem nach längeren Aufenthalten als ein Wochenende bis drei Übernachtungen. Und Ferne – endlich wieder.

Dubai habe ich dann relativ spontan mit meiner Mama gebucht, mit der ich den Urlaub verbracht habe. Ein dritter Mutter-Tochter-Urlaub in einem Jahr – schöne Tradition. Nach Rhodos und Brügge sollte es also diesmal nach Dubai gehen. Meine Mutter war eher skeptisch, ehrlich gesagt, aber ich war plötzlich euphorisch. Klar, heiße Temperaturen waren in der Nebensaison im Sommer vorprogrammiert – und meine Bedenken von oben plagten sie auch, Thema künstliche Stadt… Aber die kurze Flugzeit, das extrem gute Hotel für ein dafür absolut angemessenes Preis/Leistungsverhältnis und die völlig neue Experience reizten uns doch.

Das erste Mal Dubai – Meine persönliche Meinung

Tja, und schneller als wir gucken konnten und mit einer reichlich stressigen Woche im Vorlauf ging es dann plötzlich los. Ein zwischen Tür und Angel, zwei Arbeitstagen und Abendveranstaltungen gepackter Koffer später fanden wir uns Freitag, 18h am Flughafen Düsseldorf wieder. Wir sind mit Emirates geflogen, was meine absolute Lieblingsairline ist – super Service, tolle Innenausstattung und super viel Platz auch in der Economy und einigermaßen leckeres Essen (bin gar kein Fan von Flugzeugessen). Um 21h Uhr ging es los, nach nur 6 Stunden Flugzeit kamen wir um 5 Uhr morgens (3 Uhr deutscher Zeit, ein weiterer Vorteil: Ihr habt nur 2 Stunden Zeitverschiebung!) in Dubai an. Und es war heiß.

Die liebe Hitze – 52 Grad am Tage, 39 in der Nacht…

Wir landeten wie gesagt um 5 Uhr morgens – und es waren bereits an die 40 Grad Celsius. Ich war schon in vielen heißen Ländern unterwegs, habe in den Tropen Urlaub gemacht und bei an die 100% Luftfeuchtigkeit – aber so eine Hitze habe ich noch nie erlebt. Tagsüber hatten wir, das kann ich vorweg nehmen, teilweise 52 Grad in der Sonne. Ich bin absolut kein ‘Schwitz-Typ’ und schwitze maximal mal am Haaransatz, auch beim Sport bekomme ich wenn einen roten Kopf und das wars. Wenn also selbst mir dort wie im Dampfbad die Schweißperlen auf der Haut stehen, dann muss das etwas heißen. Direkt also ein Tipp – ich würde wahrscheinlich, wie auch zur Hauptsaison empfohlen, eher zwischen Oktober/November und März/April hinreisen, wenn ich noch mal fliegen würde. Es war am Ende aushaltbar, man schwitzt einmal alle Schadstoffe aus und ein bisschen gewöhnt man sich auch daran, aber man muss definitiv für diese Temperaturen gemacht sein. Schlechte Laune und Jammern aufgrund von Hitze sind da also nicht angebracht! :D

Unser Hotel: Das Anantara The Palm Beach Resort

Gleich vorweg: Das hier ist keine Werbung für das Hotel, wir haben alles selbst ausgesucht und über einen Reiseveranstalter gebucht.

Trotzdem – oder gerade deshalb – möchte ich euch wirklich eine von Herzen kommende Empfehlung für unser Hotel aussprechen. Wir haben die gesamten neun Tage/acht Nächte im Anantara The Palm Beach Resort gewohnt, welches – wie der Name schon sagt – auf der Palme ‘Jumeirah’ in Dubai liegt. Dort sind neben dem bekannten Atlantis Hotel an der Front eine Menge toller, bekannter Hotelketten angesiedelt, in denen ihr definitiv auf eure Kosten kommt, was Komfort und Entspannung betrifft.

Das Hotel ist wirklich wunderschön angelegt, an einem eigenen, großen Sandstrand-Abschnitt, mit einem Hauptpool und zwei Mainhäusern mit vielen Zimmern sowie einem Highlight: eine riesige Pool-Lagune, die sich durch das gesamte Hotel zieht und an der ganz viele, kleine Poolvillen angelegt sind, die direkten Zugang zur Lagune haben. Wir hatten ein super ruhiges, schönes, großes und schick eingerichtetes Zimmer mit riesigem, modernen Badezimmer. Wenn wir im Hotel waren und nicht unsere Zeit am Strand verbracht haben, immer dort neben unserem Zimmer an der Lagune. Man hatte komplett seine Ruhe, lag immer alleine in seiner Nische, konnte jederzeit ins Wasser (welches anders als das Meer wohltemperiert und kühlend war) und einfach entspannen. Ich würde euch definitiv eine der Poolvillen empfehlen, sie war zwar etwas teurer aber, dafür habt ihr wirklich ein ganz anderes Erlebnis.

Was wir auch absolut highlighten können, ist das grandiose Essen. Im Hauptrestaurant haben wir morgens gefrühstückt – die Auswahl war wirklich riesig, super lecker und auch der Service top. Morgens hat man immer einen coldpressed Juice bekommen, es gab alle möglichen Sonderecken, unter anderem auch eine große vegane oder glutenfreie Auswahl und insgesamt nichts, was es nicht gibt. Wir hatten mit Halbpension gebucht – was echt super gelöst war, war dass man nach dem Frühstück entscheiden konnte, ob die HP für mittags oder abends greift. Für uns super, da wir manchmal mittags bis über den Abend hinweg unterwegs waren, manchmal tagsüber Ausflüge gemacht haben und abends wieder im Hotel den Abend ausklingen ließen.

Apropos Abendessen: Wir haben ausschließlich in den Themenrestaurants gegessen, wo das Essen in Menüform wirklich auf einem extrem hohen Niveau war. Unfassbar lecker, super Auswahl und tolle, ausgefallene Zutaten. Im Anantara gibt es einen Australier, einen Asiaten, ein mediterranes Restaurant am Strand und mehrere Bars. Wir können wirklich alle drei Spezialitätenrestaurants empfehlen, wir haben in jedem zwei Mal gegessen, mit Ausnahme des Strandrestaurants an der wir noch zusätzlich zwei Mal mittags waren.

Was das Hotel außerdem super machte, waren die Menschen vor Ort. Die Mitarbeiter waren super freundlich, zuvorkommend, diskret und haben einem beinahe jeden Wunsch von den Lippen abgelesen. Man konnte sich jederzeit bei Bedarf ein Caddy oder TukTuk zum Zimmer bestellen und der Service in den Restaurants war wirklich 1A. Allein wegen der tollen Mitarbeiter ist ein Besuch dort absolut empfehlenswert.

Dubai – Eindrücke der Stadt, der Menschen, der Kultur…

Und wie hat uns Dubai nun – fernab der Hitze und des großartigen Hotels gefallen? Was soll ich sagen – wir waren wirklich positiv überrascht und ja, begeistert. Es wird vielleicht nicht mein Lieblingsort auf der Welt, dafür fehlen mir Kultur, Nahbarkeit, Geschichte und auch ein wenig die Gemütlichkeit, das Gefühl, richtig abzuschalten, was man in Dubai maximal im Hotel bekommt. Aber: Ich kann mir durchaus vorstellen, wieder – alle paar Jahre, um dem Winter zu entfliehen zum Beispiel – dorthin zu reisen. Wir waren wirklich überrascht, wie vielseitig, schön, sauber und sehenswert Dubai fernab der ganzen, sowieso gehypten Superlative ist. Und ich kann definitiv ein ganzes Stück weit verstehen, wieso so viele Menschen ständig dorthin reisen und angetan von Land und Leuten sind.

Obwohl man nur sechs Stunden weit wegfliegt, kommt man in einer völlig neuen Welt an, hat eine super Kombi aus Karibikfeeling, feinen Sandstränden und Badewannen-Meer und top moderner Stadt, in der einem wirklich keine Wünsche offen bleiben. Dazwischen? Tatsächlich einiges an Kultur und interessante Sehenswürdigkeiten, Shopping-Erlebnisse und fancy Food.

Die Menschen in Dubai sind wirklich – diese Erfahrung haben wir durch die Bank weg gemacht – ausgesprochen nett, höflich und diskret; die Stadt sehr, sehr sauber, man könnte fast vom Boden essen. Alles ist schick und schön und hat einfach Stil, ohne kitschig zu sein (und ich wiederhole mich, genauso liebe ich das roughe, Natur und weniger künstliche Städte!). Es gibt jedes gehypte Restaurant, welches ihr aus anderen Ländern (wie den USA) kennt, natürlich könnt ihr shoppen bis zum Umfallen und es kann einfach nicht langweilig oder eintönig werden.

Wir haben uns in keiner Sekunde unwohl oder unsicher gefühlt und ich kann euch Dubai – gerade auch als allein reisende Frauen mit der Mama, Schwester oder besten Freundin – definitiv empfehlen.

Wir haben versucht, die perfekte Mitte zwischen Entspannung im Hotel, ganzen Tagen dort oder auch nur einzelnen Abenden oder Nachmittagen in der Anlage, und Ausflügen und Erkundungen zu finden. Wir haben sicher nicht alles gesehen, was man in Dubai machen kann (das schafft man wahrscheinlich wenn überhaupt nach einigen Trips dorthin), haben aber definitiv ein sehr guten Überblick. Wir haben sehr viel erlebt und ich freue mich, euch zu erzählen, welche Spots ich euch außerhalb des Hotels und in Dubai selbst empfehlen kann.

Die Superlative – Dubai Mall

Am Ankunftstag (Samstag) haben wir nur entspannt und den ganzen Tag die Lagune und den Strand erkundet und abends das Essen im Hotel genossen. Sonntag dann hatten wir ab Nachmittag direkt die ersten Highlights gebucht: Einen Besuch in der Dubai Downtown mit Stopp in der Dubai Mall und die Fahrt auf das allerhöchste, mögliche Stockwerk des Burj Khalifa.

Die Dubai Mall ist definitiv einen Besuch wert, auch wenn ihr nicht auf Shopping aus seid. Wir selbst haben in Dubai kaum geshoppt und lediglich Victoria’s Secret einen Besuch abgestattet. Trotzdem lohnt sich der Gang durch die Mall wirklich total – das Einkaufszentrum ist mit 350.000 Quadratmetern Einkaufsfläche und über 1.200 Geschäften eines der größten der Welt und wir haben wahrscheinlich nur einen Bruchteil gesehen.

Alles ist schick, super stylisch und extrem modern, sauber und schön. High Fashion Stores und Boutiquen reihen sich an bekannte Restaurantketten wie La Dûrée, Cheesecake Factory oder diverse, fancy Läden, die zum Verweilen einladen. Dazwischen: Kunstinstallationen, wohin das Auge blicken kann. Jeder neue Gang ist besonders auf seine Art, es gibt überall etwas zu gucken.

Wir haben uns einfach treiben lassen, sind mal hier und da in einzelne Läden rein und haben uns ansonsten vor dem riesigen Dubai Mall Aquarium in der Cheesecake Factory durch die Käsekuchen probiert. Besonders angetan hat es mir der Buchladen auf den folgenden Bildern – so ein wunderschöner Store voll mit Bildbänden und Coffeetablebooks. Me likey, er hat mich länger fasziniert als jeder Klamottenladen dort…

At the Top Sky – Burj Khalifa

Ein absolutes Highlight der Reise, von dem ich noch heute schwärme, ist definitiv der Besuch des obersten, zugänglichen Stockwerks des Burj Khalifa. Leute, wenn es ein Must-Do innerhalb der Downtown gibt, dann ist es für mich definitiv dieses. Klar, jeder von uns war schon auf Aussichtsplattformen aller Art und hat wahrscheinlich traumhaft schön und weit geguckt. Aber auf dem höchsten Gebäude der Welt (828m) auf eine Stadt zu gucken, bei der selbst die 300m hohen Wolkenkratzer wie Spielzeughäuser aussehen, ist noch mal eine ganz andere Nummer.

Die Bilder sagen schon ganz schön viel aus, wobei es nicht im Geringsten den echten Blick, das wahre Erlebnis einfangen kann. Was ich euch ebenfalls absolut empfehle, ist nicht die normale Tour auf den 125. Stock (450m Höhe) für knapp 30€, sondern die Tour auf den 148. Stock “At The Top Sky – Burj Khalifa” (550m Höhe) für knapp 100€. Ja, es ist eine Menge Geld, aber glaubt mir, die Experience ist eine völlig andere.

Ihr seid auf gut 100m höher als die anderen, bekommt eine exklusive Führung und Infos und könnt euch mindestens 30-40 Min. mit nur ganz wenigen Menschen in der Lounge aufhalten und in Ruhe die Umgebung bestaunen. Ihr bekommt Getränke, arabischen Kaffee und Datteln und könnt ganz entspannt in Sitzecken vor den riesigen Fensterscheiben sitzen und genießen.

Ich kann den Vergleich so gut ziehen, weil man auf dem Rückweg die 125. Etage durchqueren und in einen anderen Aufzug steigen muss, um nach unten zu kommen. Es ist super voll, man findet kaum Platz an den Scheiben und es wirkt eher wie eine Gambling-Halle in Las Vegas mit AR-Experiences, Arcade-Spielen und viel Tumult. Oben hat es uns 100x besser gefallen und spätestens beim Gang durch die untere Etage haben wir uns bestätigt gefühlt, dass der Preis für die 148. Etage sich gelohnt hat.

Einen weiteren Tipp, den ich für euch habe, ist die Uhrzeit. Dafür müsst ihr definitiv frühzeitig buchen (was ich euch eh empfehlen würde, um Wartezeiten zu vermeiden), aber ihr müsst unbedingt zum Sonnenuntergang hoch auf den Burj Khalifa. Wir waren gegen 18:00 oben und sind über eine Stunde geblieben. Wir konnten somit die Aussicht bei Tag, in der Dämmerung und schließlich bei Nacht bewundern; absolut wunderschön, die Stadt “einschlafen” und gleichzeitig die Lichter erwachen zu sehen.

Atlantis the Palm – Aquarium

Den Montag haben wir wieder ein wenig entspannter gemacht und die Zeit fast vollständig im Hotel verbracht – immerhin ging es am Dienstag dann ganztägig auf ein weiteres Highlight dieses Trips. Einen kleinen Stopp nur unweit unseres Hotels wollten wir dann trotzdem noch mitnehmen – das Aquarium im berühmten Atlantis the Palm-Hotel nur wenige Autominuten die Palme entlang von uns entfernt.

Das Atlantis als Hotel ist schon definitiv ein Highlight. Wir sind nur in den öffentlichen Bereich gekommen, welcher schon wirklich super schick und außergewöhnlich ist; in den Hotelbereich kommen natürlich nur Hotelgäste. Das 5*-Hotel liegt am Kopf der Palme; für eine Nacht im Doppelzimmer zahlt man hier über 500€. Was ich super gern mal machen würde, wäre eine Nacht in der Unterwasser-Suite – allerdings liegt man da mal eben bei knapp 6.000€ pro Übernachtung, haha.

Eigentlich wollten wir in das Aquarium rein und Haitunnel, Quallenbecken und Co. bestaunen – aber irgendwie hatten wir uns dann so lange in den öffentlich zugänglichen Bereichen mit den riesigen, offenen Aquarien aufgehalten, dass uns das zum gucken gereicht hat. Man kann übrigens in den Aquarien mit Haien und Rochen tauchen gehen; das kostet aber ebenfalls mal eben 400,500€ und als Taucherin muss ich sagen, dass ich dann doch lieber im offenen Meer meine Tauchgänge mache…

Ich würde euch aber auf alle Fälle empfehlen, wenn ihr in Dubai seid und sowieso auf der Palme unterwegs, einen Abstecher ins Atlantis zu machen. Ich glaube, man kann sogar Tageskarten für den Wasserpark dort kaufen, was wir aber nicht so spannend fanden, das würde ich vielleicht eher mit Freund oder Freundinnen machen! :)

Soweit erst einmal zu meinem Gesamteindruck Dubais und unseren ersten drei Tagen in der Stadt der Superlative. Ich freue mich sehr, euch auch von den kommenden Tagen, unserem Trip nach Abu Dhabi, in die Wüste Dubais und unsere anderen, kleinen und großen Highlights zu zeigen. Außerdem folgt ein Beitrag, der gerade für euch Mädels interessant sein könnte: What to wear in Dubai?!

MRS. BRIGHTSIDE – Fashion, Travel & Lifestyle Blog aus Hamburg & Düsseldorf

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2 Kommentare

  • Leonie

    Du hübsche Maus, ganz tolle FOtos und ein großartiger URlaub scheint mir! :)

    Liebste Grüße <3 Leo

    • Vivien
      Autorin

      Danke dir Leonie, das war wirklich ein wunderbarer Urlaub! :)

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