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Beauty: The Hair Thing – Update März 2017

Haare sind hier auf dem Blog – freiwillig und unfreiwillig – ein großes Thema. Ich schreibe zwar nicht allzu häufig darüber – eigentlich nur, wenn mal wieder ein ‚besonderer‘ Friseurbesuch anstand -, jedoch sind zumindest auf Instagram ein großer Teil der Kommentare, die ich bekomme, auf meine Haare bezogen. Dass das immer noch so ist, ist mir manchmal schleierhaft, bin ich doch seit gut einem halben/Dreivierteljahr nicht mehr so richtig zufrieden mit der Frisur auf meinem Kopf.

November  2015 – August 2016

Von vorn: Ich war immer super zufrieden mit meinen Haaren, hatte wenig Probleme mit Spliss oder Haarbruch, musste wenig tun um mein relativ dickes bzw. vor allem meine größere Menge an Haaren zu halten und zu pflegen, sie wachsen wie Unkraut (und das zum Glück immer noch) und waren stets recht genügsam. Die Odyssee begann im Prinzip im Herbst 2015, als ich blonder und blonder wurde und nicht genug bekam. Ich wollte noch heller und heller werden und hatte schließlich beinahe platinblondes Haar, als es im November 2015 nach London ging.

Dort hat mir leider die harte, kalkhaltige Wasserqualität sowie ein schlechter Föhn mit zu viel Hitzeeinwirkung die blonde Mähne ein wenig zerstört, weshalb ich im Februar 2016 mit ziemlich trockenen, spröden und mittlerweile gelbstichigen Haaren und wahnsinnig vielen, abgebrochenen Spitzen nach Deutschland zurück kam. Wie ihr euch vielleicht erinnert, ging ich dann direkt im März 2016 zur Erlösung zum Friseur in Bonn und ließ mir, mittlerweile mit ordentlich herausgewachsenem Ansatz, einen neuen, natürlichen Look samt Balayage verpassen. Den Beitrag darüber findet ihr hier. Auch Olaplex hatte mir da ein ganzes Stück weitergeholfen und zumindest oberflächlich meine etwas kaputten Haare gerettet.

So ließ ich fröhlich meinen Ansatz, diesmal mit natürlichem Übergang und deutlich kürzerem Haar, weiter herauswachsen. Im Juli ging es dann zur Auffrischung erneut nach Bonn, und ich ging mit schönem, gesundem Haar pünktlich zum Bachelorabschluss und anstehenden USA-Urlaub in den Sommer. Auch darüber hatte ich einen kleinen Beitrag geschrieben. Soweit so gut.

September 2016 – Dezember 2016

Leider bekam ich dann ab August die volle Power meiner Hormonumstellung durch das Absetzen der Pille zu spüren. Darüber hatte ich euch erst kürzlich erzählt – ganze vier Monate hatte ich leider so furchtbaren Haarausfall, dass für meine Verhältnisse gefühlt kaum noch etwas übrig war. Das ist jetzt etwas überzogen, aber meine Längen waren nach und nach total ausgedünnt und es musste ein großer Cut gemacht werden. Ende Oktober kamen dann meine Haare auf Schlüsselbeinlänge ab, und ich habe mich wahnsinnig befreit und super wohl gefühlt. Auch mein bis dahin super weit herausgewachsener Ansatz wurde nach einem Sommer mit Balayage wieder gefärbt und mit ein paar natürlichen, blonden Strähnchen aufgefrischt.

Der Haarunfall Dezember 2016

Tja, dann kam der Haarunfall rund um Weihnachten 2016. Ich wollte am 21. Dezember meinen zugegebenermaßen noch moderaten Ansatz nachfärben lassen, indem ich ein paar natürliche Strähnchen hineinziehen wollte, um den Übergang weicher zu machen. Fehler passieren, wenn Menschen am Werk sind und ich möchte keinem groß die Schuld geben – immerhin bin ich zu einem Friseur gegangen, dem ich ungelogen seit meinem 10. Lebensjahr vertraue und welchen ich regelmäßig aufsuche, so auch u.a. im Oktober 2016, um mir meine Haare abschneiden zu lassen. Man könnte es also kaum als Fehlentscheidung bei der Friseurwahl betrachten.

Leider ist bei der Aktion ungefähr alles schief gegangen, was hätte schief gehen können. Bei meinem ersten Termin am Morgen des 21.12.2016 wurden die Strähnchen leider nicht wirklich am Ansatz platziert, sondern etwa 1-2cm davon entfernt, zudem waren es nicht nur viel zu viele, sie waren auch vom Ton her viel zu gelbstichig und wurden zu kurz drauf gelassen. Ich hatte also nach dem ersten Termin einen schlimmeren Blockansatz, als ich es zuvor mit meinen herausgewachsenen, natürlichen Haaren hatte. Am Nachmittag bin ich also zum zweiten Mal zum selben Friseur, nachdem ich mich telefonisch Zuhause beschwert hatte, diesmal ganz und gar nicht glücklich zu sein. Beim zweiten Termin am selben Tag wurde mir zwar der Wunsch nach einem korrigierten Ansatz erfüllt; leider war nun jedoch von Natürlichkeit keine Rede mehr. Ich hatte einen komplett blonden Kopf, von Strähnchen keine Spur und zu allem Übel war die Farbe ungelogen Pipigelb – ich sah aus wie eine super schlecht gefärbte Blondine mit extrem strohigen Haaren durch die ganzen Strapazen.

Man mag es als Überreaktion bezeichnen, aber ich war am Abend so kreuzunglücklich, dass ich bis fünf Uhr morgens nicht einschlafen konnte. Wenn sich jedoch selbst die eigene Mutter mit den Worten „Ach du Scheiße…“ erschreckt, der Freund im USA-Urlaub einem per FaceTime sein Beileid bekundet und wütend über Unfähigkeit wettert und die besten Freundinnen per Beweisfotos mit einem leiden und Tipps austauschen, dann kann es nur schlimm sein. Ich habe mir in meiner Panik diverse Silbershampoos gekauft, stundenlang gegoogelt, wie man extremen Gelbstich aus den Haaren bekommt und gleichzeitig strapaziertes Haar pflegt und rettet.

Um meinen Haaren eine Pause zu gönnen habe ich den dritten Korrekturtermin dann für in einer Woche, sprich am 29. Dezember angesetzt. Ich musste natürlich nichts bezahlen, habe jedoch meine Haare extrem strapaziert mit drei Färbungen innerhalb von sieben Tagen, zudem durfte ich die Weihnachtstage, an denen man in der Regel hübsch und schick aussehen will, mit furchtbarem Stroh auf dem Kopf verbringen.

Was mich am meisten geärgert hatte war, dass ich nach der Zeit in London extra über den Sommer meine Haare ewig habe herauswachsen lassen, um einen natürlichen Look weg von der Superblondine hinzubekommen und meine sowieso schon unter Haarausfall leidenden Haare zu schonen, und mir der ganze Fortschritt mit nur einem Mal genommen wurde.

Today – Update März 2017

Ich habe jetzt drei Monate lang tapfer durchgehalten. Meine Haare wurden kurz vor Silvester zwar das dritte mal korrigiert, was im Endeffekt auch in Ordnung war und dank der Klausurphase und des Umzugs hatte ich eh genug anderes zu tun, aber wohl gefühlt habe ich mich diese drei Monate nun keineswegs. Da meine Haare Gott sei Dank sehr schnell wachsen habe ich am Freitag einen ziemlichen Ansatz gehabt, als es endlich zum Friseur ging. Am wichtigsten war es, den krassen Gelbstich sowie den blockartigen Ansatz wegzubekommen, um wieder Natürlichkeit in meine Haare zu bringen.

Ich habe mich hier auf dem Blog bzw. bei Instagram nie so richtig beschwert, aber auf den folgenden Instagram-Fotos sieht man schon ganz gut, dass meine Haare oben sehr viel gelbstichiger und wärmer sind als unten in den Längen und Spitzen, und dass sie eben einen ganz schön harten und unnatürlichen Ansatz haben (Beispiel 1Beispiel 2Beispiel 3Beispiel 4)

Happy Vivien! Dienstag früh ging es zu einem bekannten Friseur am Gänsemarkt hier in der Hamburger Innenstadt, bei welchem mir meine Haare glücklicherweise nach einigen Monaten endlich korrigiert wurden. Der fleißig herausgewachsene Ansatz wurde natürlicher mit Blondierung nachgesträhnt und anschließend mit kühler Tönung abmattiert, sodass ich zwar wieder komplett blond bin, jedoch insgesamt viel kühleres Haar habe. Auch für gesunde Spitzen wurde gesorgt, sodass ich jetzt mit Olaplex, Kuren, viel Pflege und ab und zu Silberspülungen versuche, Farbe und Beschaffenheit meiner Haare zu erhalten. Worauf ich genau Wert legen möchte, erfahrt ihr im letzten Absatz.

Healthy Hair

Damit mir so ein Faux-Pas nicht noch einmal passiert und ich vor allem längere Zeit wieder schönes Haar behalte, möchte ich auf ein paar Dinge Wert legen. Schon seit Jahren kommen mir nur hochwertige Elektro-Geräte zur Haarpflege an die Mähne. Die Notlösung in London damals war einfach unser Zweitföhn, welchen ich mitgenommen hatte, während meine Mutter unseren ‚richtigen‘ Föhn in Deutschland weiter benutzte. Ansonsten lege ich dort tatsächlich Wert auf Markenprodukte – eine der einzigen Fälle, bei welchen ich keine Kompromisse mache. Hitze ist sowieso nicht ideal fürs Haar, da sollten es wenigstens hochwertigere Produkte mit speziellen Beschichtungen und Hitzeregulierungen sein.

Ganz auf Silikonshampoos verzichten kann ich mit meinen blondierten Haaren nicht, ich möchte jedoch häufiger mal wechseln und auch des Öfteren auf silikon- und parabenfreie Produkte ausweichen, um meinen Haaren ab und zu eine Erholung zu gönnen. Auch wasche ich regelmäßig mit Reinigungsshampoo und verwende hinterher ein Olaplex-Treatment für Zuhause. Kuren nach jeder Wäsche und ein wenig Haaröl zur abschließenden Pflege runden meine kleine Routine ab – in der Hoffnung, irgendwann wieder so schönes, volles und gesundes Haar zu haben wie noch vor einigen Jahren.

// In Zusammenarbeit mit Bosch

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7 Comments

  • Reply
    Daniela
    16. März 2017 at 14:59

    Oooh, der Friseur-Haarunfall hört sich ja echt furchtbar an!
    Ich muss mir für einen Auftrag demnächst in meine goldblonde Mähne hellblonde Strähnen ziehen lassen und bin auch irgendwie ziemlich gespannt was das wird…so richtig vorstellen kann ich es mir auch noch nicht, aber die Friseurin hat wohl einen Plan (der sich in der Theorie zumindest sehr human anhört) – ich bin auf jeden Fall gespannt. :D
    Meine Haare sind leider tatsächlich schon immer sehr strapaziert – auch schon vor meiner Färbezeit (liegt wohl einfach an meiner dicken „Wolle“ ;)), regelmäßig Spitzen schneiden und gaaanz viel Kur stehen da ständig auf dem Programm *lach*

    • Reply
      Vivien
      16. März 2017 at 16:44

      Ohh, da kann ich deine Diskrepanz verstehen. Wenn sie es vernünftig macht, sieht es ganz natürlich aus. Was ich gar nicht mag, ist dieser Streifenhörnchen-Charakter… ich drücke dir die Daumen! :)

  • Reply
    Patty
    16. März 2017 at 15:08

    Oh das Problem kenne ich ja viel zu gut ! Ich war auch immer bei dem Friseur meines Vertrauens und irgendwie hat ihr mir einmal so viel abgeschnitten das ich von wirklich langen Haaren die über die Schultern gingen einen Bob hatte und ich glaube jede Frau weiß wie schrecklich sowas ist wenn man seine Haare so sehr liebt. Deshalb gehe ich jetzt immer nur noch zu meiner Schwester, denn sie ist Friseurin und bei ihr weiß ich wenigstens das Sie es direkt ändern kann wenn irgendwas nicht passt, denn bei Friseur habe ich meistens Hemmungen zu sagen das es mir nicht gefällt haha.

    Liebe Grüße
    Measlychocolate by Patty
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    • Reply
      Vivien
      16. März 2017 at 16:46

      Ja ich weiß genau, was du meinst! Also ich sage zwar sofort, wenn etwas nicht stimmt, aber da muss man den Friseur auch wenigstens ein bisschen kennen & einschätzen können. Muss aber sagen, dass mir frische Farbe selten gefällt und ich es meist nach 1,2 Wochen rauswachsen & bisschen ‚verwaschen‘ besser finde. Haarunfälle hat jede Frau schon gehabt, ob Farbe oder Länge, und das ist echt sooo unangenehm, finde ich…

      Liebe Grüße! xx

  • Reply
    Anonymous
    17. März 2017 at 2:05

    Oh je das hört sich wirklich schlimm an! Ich war auch schon mehrere Male unzufrieden und so einen richtigen Horror für mich persönlich hatte ich vor ca 5-6 Jahren als ich einen long Bob trug.. Ich wollte 1-2cm von den spitzen geschnitten bekommen und am Ende hatte ich einen mega kurzen pottschnitt :D das war so schrecklich!! :D

    • Reply
      Vivien
      17. März 2017 at 19:31

      Oh Gott, die Friseurkrankheit! Davon gibts so viele, die gerne einfach bei langen Haaren n ganzes Stück mehr schneiden. Und je kürzer die Haare vorher schon waren, z.B. Schulterblatt oder so, desto mehr macht ein simpler Zentimeter mehr aus! :D

  • Reply
    Sumday: 2017 - Week #12
    19. März 2017 at 16:08

    […] Beitrag zum Thema Selbstreflexion und Kritik online, am Donnerstag habe ich euch von meiner kleinen Haar-Odyssee der vergangenen anderthalb Jahre berichtet (inklusive kleiner Preview auf meine ’neuen‘ […]

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