Knapp drei Wochen sind nun seit meinem verändernden Friseurbesuch vergangen. Genug Zeit also, um sich an das neue Haar zu gewöhnen, es auszuprobieren, Reaktionen abzuwarten und das ganze ein wenig sacken zu lassen. Da ich euch natürlich an meinen Gedanken teilhaben lassen möchte, kommt nun ein ganz ausführlicher Beitrag zu meiner persönlichen Erfahrung mit Balayage und Olaplex im Salon “Hairlounge No. 1” in Bonn.

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Mein “Vorher”-Haar:

Damit die Veränderung ein wenig deutlicher wird und auch klar ist, was überhaupt wieso und warum gemacht wurde, erzähle ich euch ein paar Sätze über meine Haare vor der Behandlung.

Ich habe jetzt ungelogen seit 7,8 Jahren die “selben” Haare. Immer mehr oder weniger lang, immer mehr oder weniger relativ hell-goldblond. Von Natur aus habe ich mittelblondes Haar – ich dachte immer eher warm, aber dazu später mehr. Seitdem ich etwa 14 bin habe ich mir immer mal wieder ein paar hellere Strähnchen machen lassen, in den letzten Jahren so vermehrt dass ich im Endeffekt relativ blondes Haar hatte. Zudem habe ich – wenn ich das so offen sagen darf – relativ Glück mit meinen Haaren, da sie sehr schnell wachsen, ich zu normalen Bedingungen kaum Haarbruck oder Spliss habe und sie, wenn ich sie einmal frisiere, z.B. mit einem Lockenstab, auch relativ lang so halten.

Nun ist es so, dass mein Haar die letzten Monate in England ziemlich gelitten hat. Es fühlte sich viel viel trockener und härter an und leider sind über die Zeit dort meine Spitzen super dünn geworden, da viele Haare einfach abgebrochen sind. Trotz gleicher Pflege konnte mein Haar dem chlor- und kalkhaltigen Wasser leider nicht so gut stand halten. Am Ende hat es mich nur noch genervt und ich habe einem Friseurbesuch nie mehr entgegen gesehnt.

Zusätzlich zur Kürzung wollte ich meinen Haaren auch so eine Pause vom vielen Strähnchen machen gönnen – sie sind mit der Zeit immer heller geworden und durch England habe ich gemerkt, dass sie im Endeffekt doch darunter gelitten haben. Eine Veränderung und vor allem Färbe-Pause musste her!

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Der Salon & die Beratung vorab

Natürlich wollte ich nicht irgend etwas – diese eine bestimmte Art zu Färben hatte es mir angetan. Ihr könnt es euch schon denken, ich rede von Balayage. Diese viel natürlichere Weise im Vergleich zu Ombre, bei welcher dein Natur-Ansatz, welchen ich nach knapp zwei Monaten zum Glück zu Genüge hatte, verlängert wird und besonders das Deckhaar und die vorderen Partien im hellen Ton bleiben. Perfekt für mich, die jetzt erst mal ein paar Monate Strähnchenpause machen und ihrer Naturfarbe eine Chance geben möchte.

Auf der Suche nach einem geeigneten Salon in der Umgebung stieß ich auf die Hairlounge No. 1 in Bonn von Friseurmeister Ulrich Götze. Die Fotos im Internet sowie der Auftritt im Web versprachen direkt ein seriöses Ambiente und Know-How vom Fach. Ich hatte natürlich besonders nach den Schlagworten Balayage und Olaplex gesucht und war mit diesem Salon mehr als fündig geworden.

In einem kurzen Mail-Verkehr klärten wir die Bedingungen und was ich überhaupt mit meinem Haar vorhatte. An dieser Stelle möchte ich ein riesiges Plus an den Salon aussprechen – mir wurde nämlich gleich ein wenig der Wind aus den Segeln genommen. Warum ich das gut finde? Ich hatte einige Fotos, die meinen Vorstellungen entsprachen, eingereicht und natürlich mit einem solchen Ergebnis, welches schön und haltbar zugleich ist, geträumt. Der Chef sowie die Balayage-Spezialistin erörterten mir sofort, dass es bei meinem Naturhaar und der Färbung natürlich möglich ist, eine Art Balayage hinzubekommen, die Fotos aus dem Internet jedoch meist nur Erstergebnisse und somit temporär seien. Viele, bekannte Balayage-Friseure beherrschen ihr Handwerk insofern, dass es auf den ersten Blick gut aussieht, nach einigen Haarwäschen zwei, drei Wochen später aber das Experiment gar nicht mehr so schön ist. Auch muss sehr vorsichtig mit bereits vor behandeltem Haar umgegangen werden, wie meines es ist.

Die Friseure in der Hairlounge No. 1 wollen keine Luftschlösser bauen, sondern ein schönes und langlebiges Ergebnis produzieren, mit dem der Kunde auch noch nach ein, zwei, drei Monaten zufrieden ist – und das war mir direkt unheimlich sympathisch. Ich hatte nicht das Gefühl, dass schnell Geld gemacht werden wollte, sondern sich wirklich nach dem Kundenwunsch orientiert wird und man lieber gleich aufklärt, bevor es in die Hose geht.

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Der Friseurbesuch

Wir machten also einen Termin für den 23. Februar aus – den ganzen Vormittag und Mittag war die liebe Jenny für mich reserviert, welche die Balayage-Spezialistin im Hause ist. Ich wurde direkt super freundlich empfangen, in die untere Etage des übrigens wirklich schönen und stylischen Ladens geführt und dann ging es ran an den Speck.

Erst einmal wurde sich wirklich ausführlich mit mir auseinander gesetzt, wie genau nun vorgegangen wird, was bei Sichtung des Haares tatsächlich möglich ist und welche Farben angewendet werden sollten. Zur Farbberatung kam der Chef persönlich dazu und hat sich wirklich angestrengt, den idealen Ton zu meinen Haaren zu finden, damit hinterher nichts grünlich oder orange wird. Wie ihr seht, hat das auch geklappt.

Apropos – ich habe übrigens definitiv mittel-blondes Haar (und kein Dunkelblondes, aber das wusste ich eigentlich vorher) mit einem kalten Unterton! Ich dachte immer, ich sei eher das Goldblond, aber nur weil mein Haar relativ hell ist, muss es ja nicht warm sein. Demnach hatten meine “alten” gefärbten Haare mit der Zeit einen ziemlichen Gelbstich angenommen, der jetzt natürlich raus sollte.

Das ganze wurde natürlich in mehreren Schritten mit den verschiedenen Phasen von Olaplex gefärbt und ich bin definitiv zufrieden mit dem “Wundermittel”. Ein paar Worte mehr zu dem Treatment könnt ihr unten lesen, solltet ihr euch auch für eine Behandlung mit Olaplex interessieren.

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Das Ergebnis

Wir haben uns dazu entschieden, meinen Ansatz im Naturton zu verlängern, besonders hinten und im ganzen Haar unter dem Deckhaar sieht man es besonders. Wenn ich einen Zopf trage, ist quasi alles unten und auf dem Kopf mittel-blond, nur das obere des Zopfes ist hellblond. Die Haarenden wurden um gut 20-25 cm gekürzt und die neuen Spitzen noch einen Tick heller gemacht, damit man den Gelbstich heraus bekommt und noch einen stärkeren Verlauf hat.

Ja, was soll ich sagen – das Ergebnis seht ihr hier, frisch nach dem Föhnen. Ich bin super zufrieden mit meinen “neuen” Haaren, nach wie vor, und auch nach Wochen. Ich könnte nicht glücklicher mit meiner neuen Frisur sein, und auch wenn wirklich wahnsinnig viele mich auf die fehlenden Zentimeter angesprochen haben (mehr Leute, als ich dachte!), ich habe ihnen keine Sekunde nachgetrauert. Ich mochte meine “kürzeren” Haare von der ersten Sekunde an lieber, die langen hingen mir beim Sitzen mittlerweile im Schoß, das will doch keiner haben, oder?

Jedenfalls habe ich nur Komplimente für den Schritt bekommen, auch wenn es keine Totalveränderung auf einen braunen Bob wurde ist es schon mal wieder etwas anderes nach all den Jahren gleicher Frisur. Was meint ihr?

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Fazit & Preise:

Wie ihr, solltet ihr aufmerksam und bis hier hin gelesen haben, wohl schon herausgefunden habt, bin ich wahnsinnig zufrieden mit meinem Friseurbesuch in der Hairlounge No. 1. Das Team war super freundlich und kompetent, es wurde sich wirklich um einen gekümmert und die “Haarprobleme” ernst genommen. Man wurde weder abgefertigt noch belächelt, und die liebe Jenny war sogar überrascht, wie viel ich wirklich abschneiden will – normalerweise freuen sich Friseure ja, dir jeden Zentimeter zu rauben, den sie zwischen die Finger bekommen.

Für mich bedeutet die Fahrt nach Bonn eine Strecke von 70km pro Weg, die ich gerne aufgenommen habe um ein so zufriedenstellendes Ergebnis zu erhalten. Ich werde auf jeden Fall, wenn es nicht gerade ums bloße Spitzen schneiden geht, wieder kommen.

Was die Preise betrifft schickt ihr dem Team am besten eine individuelle Anfrage an die Mailadresse des Salons (hairloungeno1@me.com). Ihr findet im “Blog”-Bereich der Website sowie auf dem Instagram-Account einige Vorher-Nachher-Bilder, welche auch mit Preisen ausgezeichnet sind. Jedoch gab es bei mir durch die Zusammenarbeit zum einen eine Sonderregelung, zum anderen ist der Preis wirklich extrem vom Haar und der endgültigen Veränderung abhängig. Laut Website hätte meine Veränderung normalerweise 250€ gekostet. Balayage mit Olaplex ist in keinem kompetenten Salon besonders günstig, aber jeden Cent wert.

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Olaplex – ein Wundermittel?

Wie erwähnt möchte ich noch ein paar Worte zum “Wundermittel” Olaplex sagen. Auch darüber wurde ich im Vorhinein aufgeklärt und auch das zeugte für mich von Fachkenntnissen und Ehrlichkeit. Viele glauben, dass Olaplex die Lösung aller Haarprobleme ist, es jedes noch so kaputte Haare in eine hundertprozentig gesunde Mähne verwandelt. Dem ist natürlich nicht so – wäre es so ein Wundermittel dann wäre es wahrscheinlich entweder schon längst früher entdeckt worden oder eben noch viel, viel teurer als es jetzt schon ist.

Es ist offenbar so, dass nicht jedes Haar auf Olaplex positiv reagiert, sondern “nur” gut 90% – die anderen erfahren natürlich keine Verschlechterung. Man soll also zum einen nicht enttäuscht sein, wenn es bei einem keinen oder kaum einen Effekt hat. Mein Haar hat das Mittel übrigens gut angenommen, aber das ist nicht bei jeder Frau so. Auch ist es kein Wundermittel, sondern hat lediglich einen positiven Effekt der Schonung des Haares bei einer Färbung. Der Salon hat dazu ein interessantes Experiment gemacht und jeweils eine Echthaarsträhne 13 Stunden lang mit und einmal ohne Olaplex blondiert – die Strähne ohne Olaplex sah nach einer solchen Hardcorebehandlung natürlich aus wie schlecht gekämmtes Barbie-Kunsthaar. Die mit Olaplex gefärbte Strähne war wirklich annehmbar und “kaum” kaputt.

Olaplex wirkt zudem nur, wenn man das Haar auch weiterhin gut und sorgsam pflegt – man kann nicht plötzlich damit aufhören, nur weil es auf einmal vermeintlich so gesund wie noch nie ist. Der Salon empfiehlt auch die Verwendung von Naturshampoos ohne jegliche Zusätze und Silikone, damit die Anwendung noch besser funktioniert. Ich habe es bisher so gemacht, dass ich vor der Anwendung von Olaplex daheim Reinigungsshampoo verwendet habe und anschließend, nach der Einwirkzeit, ganz normal mit meinen üblichen, nicht silikonfreien Pflegeprodukten gearbeitet habe. Das wurde mir auch so vom Salon empfohlen und abgenickt, da blondiertes Haar oft durch silikonfreies Shampoo kaum kämmbar und sehr strohig wird. Das Ende vom Lied ist, dass ich persönlich zufrieden mit der Anwendung bin und einfach das Gefühl habe, meinem Haar ein wenig gutes zu tun. Nichtsdestotrotz ist es kein Allheilmittel und wirkt eben auch nicht bei jedem gleich.

// In Zusammenarbeit mit der Hairlounge No.1 in Bonn

16 Kommentare

  1. Anonymous
    17. März 2016 / 13:59

    Wirklich schönes Ergebnis!

    Liebe Grüße,
    Nili von Mindbroken.de

    • Vivien
      Autor
      17. März 2016 / 18:07

      Vielen Dank! :)

  2. 17. März 2016 / 14:14

    Mir gefällt deine neue Frisur richtig gut! Die Haare sehen nun viel natürlicher und gesünder aus. :)

    • Vivien
      Autor
      17. März 2016 / 18:08

      Das stimmt! :) Allerdings sahen sie in dem Licht schon sehr gelblich aus, im Prinzip waren sie ja so wie überall auf dem Blog vorher immer :)! Danke dir!

  3. 18. März 2016 / 8:13

    Wirklich ein schönes Ergebnis. Über eine Olaplex Behandlung habe ich auch schon nach gedacht

    • Vivien
      Autor
      18. März 2016 / 17:18

      Ich kann es – so wie es bei mir ist – nur empfehlen! :) Vielen lieben Dank!

  4. 20. März 2016 / 14:50

    Das sieht so viiiiel besser aus (: ich mag den Ton an deinem Ansatz sehr gerne! Ich persönlich nutze bei jedem Friseur Eslabondexx – die günstigere Variante, die genauso wirkt wie Olaplex und bin genauso zufrieden, wie du (:

    Liebe Grüße,
    Jenny
    http://imaginary-lights.net

    • Vivien
      Autor
      20. März 2016 / 22:33

      Vielen lieben Dank! :) Freut mich – hab ich noch nie von gehört, aber wenn es wirkt!

    • Ulrich Götze
      27. März 2016 / 18:26

      Eslabondexx und Olaplex sind zwei völlig unterschiedliche Produkte mit dem gleichen Ziel, das Haar zu reparieren. Im Direktvergleich schnitt Eslabondexx schlechter ab, da es keinen chemisch aktiven Wirkstoff enthält.

  5. 26. März 2016 / 22:27

    Mir gefallen deine Haare so nun auch sehr gut. Ich bin sowieso Fan von deinen Haaren, aber so find ichs echt klasse. Das erinnert mich auch daran, dass ich meinem Friseur mal wieder einen Besuch abstatten sollte… :D
    Heute oder war es gestern? kam per Mail ein neuer Beitrag von dir mit dem Treffen von Amy, online zum kommentieren kann ich ihn aber nicht finden. Hattest du den nur versehentlich verschickt?

    Liebste Grüße
    Caro

    • Vivien
      Autor
      27. März 2016 / 13:20

      Viiiielen lieben Dank für deine lieben Komplimente :)! Ja richtig, ich habe ihn etwas überarbeitet und versehentlich auf “veröffentlichen” geklickt, statt speichern. Der kommt aber am Mittwoch meine ich :)!

    • 27. März 2016 / 19:16

      Gern geschehen! :)
      Achso, das erklärt einiges. Dann kommentiere ich ihn MIttwoch :)

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