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Personal: Wieso ich die Pille abgesetzt habe {+ Alternative}

Das hier ist ein persönlicher Blog – ich behaupte frech, hauptsächlich für junge Frauen; meine Zielgruppenanalyse spricht für sich. Ich begrüße auch immer mehr Männer auf meiner Plattform – herzlich Willkommen an dieser Stelle, ich hoffe, ihr könnt mindestens mit meinen vielen Reise- und Lifestylebeiträgen etwas anfangen! – aber grundsätzlich behandle ich als Frau schon viele Themen, die eben uns tangieren, belangen und interessieren.

Ich versuche ebenfalls, euch ein Stück meiner Persönlichkeit zu zeigen, nicht nur an der Oberfläche zu bleiben und teile seit Jahren ein Stück meines Lebens mit euch – in den meisten Lebenslagen. Mittlerweile versuche ich, auch Texte zu bestimmten Themen miteinfließen zu lassen. Ich schreibe keine Dating-Kolumnen, verwurste nicht mein Liebesleben hier auf dem Blog und spreche auch keine kritischen, politischen oder religiösen Debatten an – aber doch beschäftigt mich (abgesehen von diesen „Tabuthemen“) einiges mehr als Mode, Beauty, Reisen oder andere, schicke Themen.

Heute möchte ich, dass meine männlichen Leser ein Auge zudrücken beim Mitlesen oder es vielleicht einfach Frauenthema sein lassen und wegklicken. Ich möchte euch heute erzählen, wieso ich mich persönlich gegen die weitere Einnahme der Antibabypille entschlossen habe, wie ich mit der Entscheidung bisher gefahren bin und für welche Alternative ich mich entschieden habe.

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Meine Pillengeschichte

Ich habe, wie viele andere Mädels in dem Alter, mit 16 angefangen die Pille zu nehmen. Ich hatte zwar meine schlimmste Teenie-Haut-Zeit überstanden, und nicht wie manch andere mit 14/15 zu Hormonen gegriffen, um das in den Griff zu bekommen – 100% rein war meine Haut jedoch nicht und so habe ich mich über diesen angenehmen Nebeneffekt natürlich gefreut. Ich habe tatsächlich aus Verhütungsgründen angefangen, täglich die Antibabypille einzunehmen und bin – entgegen eurer vermeintlichen Vermutungen – all die Jahre damit sehr gut gefahren.

Ich hatte eine tolle Haut und hatte lediglich, wenn ich meine Tage bekommen habe, den ein oder anderen, kleinen Pickel. Ich habe wenig zugenommen (vielleicht 1-2kg, womit ich leben konnte – zumal sich der Körper im Alter zwischen 16 und 23 Jahren sowieso stark verändert), habe meine Tage nur sehr leicht und kurz gehabt, keine bis kaum Regelschmerzen ertragen müssen und auch sonst nicht unter Stimmungsschwankungen, fehlender Libido oder anderen Nebenwirkungen gelitten.

Es gab eine schlimme Phase rund um mein Abitur, in der ich, durch die Uneinigkeit verschiedener Frauenärztinnen beeinflusst, innerhalb eines Jahres drei Präparats-Wechsel über mich ergehen lassen musste, da meine Pille, mit der ich bis dato vier Jahre gut gefahren war, ein angeblich erhöhtes Thromboserisiko (2 statt 1 von 1000 Frauen, meine ich) darstellte. Das hin- und her wechseln bescherte mir wahnsinnig schlechte Haut wie im Teenageralter (echt spaßig, mit 20 Jahren noch mal von Pickeln geplagt zu werden, wenn Abiball und Co. bevorstehen) und im Endeffekt war der Wechsel zwischen insgesamt drei verschiedenen Zusammensetzungen viel gefährlicher in Bezug auf eine mögliche Thrombose, als einfach bei meiner Pille zu bleiben. Das Ende vom Lied war, dass ich wieder zu meinem Ursprungspräparat zurückgekehrt bin und auch weitere drei Jahre zufrieden war.

Die Entscheidung gegen die Pille – Nein zu Hormonen

Jetzt fragt ihr euch „wenn du doch so zufrieden warst, wieso wolltest du sie nicht mehr einnehmen?“. Bei mir lag es nicht daran, dass ich je vergesslich war oder plötzlich doch von spürbaren Nebenwirkungen geplagt war. Ich bin auch – um noch mal auf die Thrombose einzugehen – nicht wirklich vorbelastet, da ich mich gesund ernähre, phasenweise regelmäßig Sport treibe, Nichtraucher bin, wenig Alkohol trinke und auch familiär keine bis kaum Fälle von Gefäßerkrankungen vorliegen.

Es ist tatsächlich der Fall, dass ich einfach auf die Einnahme von Hormonen verzichten wollte. Ich weiß – man könnte jetzt so weit gehen, dass man, wenn man dies bemängelt, auch kein mit Antibiotika und Genmanipulation und Hormonen heran gezüchtetes Fleisch mehr essen sollte, auf diese und jene äußeren Einflüsse verzichten und generell dem Körper vielem gar nicht erst aussetzen sollte. Trotzdem ist die Einnahme der Pille für uns Frauen einfach eine zusätzliche, hormonelle Belastung.

Ich als Frau, die sich sieben Jahre lang durch die Einnahme von Hormonpräparaten gegen eine ungewollte Schwangerschaft geschützt hat, habe darauf jedoch einfach keine Lust mehr. Selbst wenn ich persönlich unter den offensichtlichen Nebenwirkungen gefühlt nicht wirklich leiden musste – ich habe so viele Negativbeispiele aus dem Freundeskreis miterlebt, die von schlimmen Stimmungsschwankungen und großem Libidoverlust bis hin zur starken Gewichtszunahme, unregelmäßigem Zyklus, Migräne und anderem gingen, dass ich allein schon deshalb keine Lust mehr darauf hatte.

Doch auch so gibt es leider viele Nebenwirkungen, die wir auch über eine Einnahme von – wie bei mir – sieben Jahren gar nicht so direkt merken. Hormone verändern unseren Körper, beeinflussen unsere Stimmung, wir als Frau sind es gar nicht mehr gewohnt, einen normalen Zyklus zu erleben, der auch die verschiedenen Phasen wie Eisprung, Fruchtbarkeit und damit einhergehende Up’s and Down’s miteinschließt. Die Langzeitfolgen können Einfluss auf unsere Fruchtbarkeit haben, nicht wenige Frauen haben nach jahrzehntelanger Einnahme Probleme, Kinder zu bekommen. (Solltet ihr dahingehend Bedenken haben, sprecht bitte mit euren Frauenärzten – ich habe mir mein ‚Wissen‘ über die Jahre über zusammen gesammelt und diene nicht als 100%ige Quelle).

Ich möchte eigentlich gar nicht gegen Hormonpräparate oder die Pille an sich haten – schließlich hat sie mir sieben Jahre lang gute Dienste erwiesen, ich habe keine offensichtlichen Nebenwirkungen erfahren und finde es insgesamt super gut, dass es diese einfache und in der Regel unkomplizierte Möglichkeit der Empfängnisverhütung gibt. Zudem ist es als junges Mädchen das erste, was man von Frauenärzten verschrieben bekommt, ich nehme mich da nicht aus und wer weiß, vielleicht entscheidet sich meine Tochter später auch für diese Möglichkeit – mal schauen, wie weit die Medizin bis dahin ist oder ob sie sich ggf. sogar gleich für eine andere Methode interessiert.

Ich habe ganz einfach für mich entschieden, und das nach langer, intensiver Auseinandersetzung mit dem Thema und viel damit verbundener Recherche, dass ich nach sieben Jahren mit 23 Jahren auf eine der zahlreichen Alternativen umsteigen möchte.

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Das Absetzen – Nebenwirkungen & Co.

Ich sage es gleich zu Beginn – das Absetzen der Pille ist in den meisten Fällen nicht mal eben so, von heute auf morgen getan und damit erledigt. Besonders, wenn ihr wie ich nicht nur wenige Monate, sondern viele Jahre diese Methode gewählt habt. Besprecht diesen Fakt bitte unbedingt mit eurem Frauenarzt und setzt auf keinen Fall mitten im Zyklus ab, das bringt das ganze „System“ nur durcheinander.

Mir ging es am Ende so „schlecht“ mit dem Gedanken daran, jeden Morgen diese Tablette zu schlucken, dass ich den Moment der letzten Einnahme, bei mir der 11. April 2016, gar nicht mehr abwarten konnte. Ich hatte zu dem Zeitpunkt schon so viel über Alternativen, Nebenwirkungen und Co. gelesen und mich mit Freundinnen, denen es genauso ging, ausgetauscht, dass ich unmöglich mehr zurückrudern konnte. Das ist der Nachteil an erworbenem Wissen und gemachten Erfahrungen – man kann es nicht mehr aus seinem Kopf verbannen und fröhlich wissentlich so weiterleben.

Gewicht – Zugenommen oder abgenommen?

Das Absetzen hat positive und negative Effekte. Als positiv kann man viel darüber lesen, dass Frauen das Gewicht, welches sie zugenommen haben, schnell wieder abnehmen. Da sich das bei mir in Grenzen hielt und ich sich mein Gewicht zwischen den Jahren von 15 bis 23 aufgrund der Pille (!) nur unwesentlich verändert hat, ist diesbezüglich bei mir nicht wahnsinnig viel passiert.

Veränderung der emotionalen Verfassung & Libido?

Viele Frauen beschreiben sich als emotional befreiter, lockerer, stimmungsvoller, sobald sie die Pille abgesetzt hatten. Das kann ich bedingt bestätigen, ich merke nämlich u.a. endlich meinen Eisprung und generell die verschiedenen Zyklusphasen sowie PMS. Auch habe ich eher das Gefühl, schneller gereizt zu sein als früher, sprich meine Stimmungen mehr zu spüren. Da die Pille ansonsten gefühlt keinen großen Einfluss auf meine Stimmung oder Libido hatte, ist das recht unverändert geblieben.

Schlechte Haut?

Leider bin ich ein bisschen von den negativen Einflüssen geplagt worden – was mich um ehrlich zu sein auch das ein oder andere mal kurz an meiner Entscheidung hat zweifeln lassen. Ich hatte die Pille im April abgesetzt, zwischen Ende August und Anfang Dezember hatte meine Haut ihre Hochphase erreicht und war für meine Verhältnisse wirklich schlecht geworden. Ich hatte zwar noch Schlimmeres vermutet und mich mich aus meiner Panik davor heraus auch gleich zu Beginn um ein pflanzliches Präparat gekümmert, was den Ausgleich an künstlichen Östrogenen (Pille) und den Körpereigenen wieder schneller herstellen und erleichtern soll.Dieses Präparat hatte ich von April an bis zum Jahreswechsel genommen und es dann abrupt durch den Umzug abgesetzt. Zusätzlich hatte ich für einige Monate eine leichte Aknecreme (Skinoren) verwendet, welche nur bedingt geholfen hat. Aus diesem Grund bekam ich Ende November von meinem Hautarzt eine etwas stärkere Creme verschrieben (Duac Akne Gel) und siehe da, meine Haut wurde ad hoc besser und besser. Ich muss sogar sagen, dass ich sie seit Anfang dieses Jahres nur noch sporadisch auftrage und meine Haut eigentlich ist wie vorher. Am Rücken und im Dekolleté wurde ich übrigens komplett verschont.

Vielleicht erfreut das diejenigen von euch, die mit dem Gedanken spielen, die Pille abzusetzen, jedoch davor zurückschrecken, weil sie Angst vor schlimmer Hautveränderung haben. Ich hatte selbst wirklich Panik davor und habe zwischendurch, im September oder Oktober, verflucht, dass ich die Pille abgesetzt habe. Natürlich ist jede Haut anders, aber jetzt bin ich super happy mit der Entscheidung und bereue es nicht. Bei mir hielten sich die „schlimmen“ Monate in Grenzen und ich würde es immer wieder machen.

Haarverlust?

Ein Ärgernis, das rückblickend weitaus schlimmer war als die 3-Monatige Hautveränderung war mein extremer Haarverlust. Das ist leider nicht selten, die meisten Frauen werden nach Absetzen der Pille bzw. auch nach einer Schwangerschaft durch das Hormonchaos im Körper davon geplagt. Ich habe leider nach zwei Monaten (ca. ab Juni/Juli) schrecklichen Haarausfall bekommen, der auch ca. drei bis vier Monate (bis etwa Oktober, November) angehalten und mich locker die Hälfte meiner Haare gekostet hat. Eine Horrorvorstellung, ich weiß. Ich habe zum Glück viel Haar, und darum bin ich noch viel dankbarer gewesen als so schon, aber für mich ist es natürlich hart, plötzlich einen halb so dicken Zopf zu haben und einfach mit dünnem Haar umgehen zu müssen. Wenn es selbst der Mutter, den besten Freundinnen und Außenstehenden auffällt, die einen sonst in solchen Fällen beschwichtigen, und der eigene Freund ob der ganzen, langen, blonden Haare überall in der Wohnung am Rad dreht, ist es wirklich übel. Jetzt kann ich nur noch warten, dass alle Haare brav nachwachsen und ich in zwei, drei Jahren wieder meine gewohnte Länge an dickem Haar zurückhabe.

Sonstige Veränderungen/Einschränkungen?

Was ihr natürlich nicht verkennen dürft, ist die Tatsache, dass ihr nun einen normalen Zyklus habt, den ihr nicht verschieben könnt (was ich z.B. im Falle eines Urlaubs ab und an gemacht habe) und auch eure Tage für gewöhnlich stärker und auch etwas schmerzhafter wird. Mein Verhütungsmittel hat die Intensität meiner Periode zu Beginn wirklich enorm verstärkt und auch verlängert (bis zu 10 Tage), aber man gewöhnt sich daran. Mittlerweile ist sie zwar auch stärker als früher, hat jedoch eine normale Dauer von ca. 4-6 Tagen. Auch kommt eure Tage am Anfang wirklich unregelmäßig, ich habe das Ganze mit einer App nachvollzogen und immer eingetragen, wann es soweit war. Die App rechnet dann Abstände und künftige Zeitpunkte aus, wirklich praktisch. Mittlerweile kommt sie wieder ziemlich regelmäßig, die Uhr danach stellen wie früher kann ich zwar noch nicht, aber noch sind 12 Monate nicht herum und solange es circa auf den Tag genau kommt bin ich zufrieden.

Trotz der Nebenwirkungen absetzen?

Die vorerst negativen Nebenwirkungen klingen auf den ersten Blick nach „wieso zur Hölle sollte ich mich bei diesen negativen Aspekten gegen die nette, unkomplizierte Pille entscheiden?“. Wie gesagt, ich bin zwar mit der Antibabypille klargekommen, viele Frauen tun es leider nicht. Ich habe mich lieber früher als später für eine Alternative entschieden und nicht erst, wenn ich schwanger werden möchte und riskiere, dass es dann ewig nicht klappt. Außerdem hat man die Folgen des Absetzens zu tragen – egal ob früher oder später. Auch muss man seinem Körper, wie bei jeder Umstellung, einfach Zeit geben. Nichts passiert von heute auf morgen, und am Ende ist es, trotz der Strapazen, die Umstellung in jedem Fall wert.

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Alternativen zur Pille

Kupferspirale

Jetzt möchte ich euch zu guter Letzt noch von meiner Alternative sowie einer weiteren, für mich sehr guten Verhütungsmöglichkeit erzählen. Das muss definitiv jeder für sich entscheiden, ich habe mich darüber sehr viel informiert und am Ende kam eigentlich nur eine Methode für mich in Frage. Mir war die absolute Sicherheit laut Pearl-Index wichtig und ich wollte den Komfort nutzen, nicht mehr jeden Tag an Verhütung denken zu müssen. Deshalb habe ich mich für die Hormonspritze entschieden…

Nein, Spaß beiseite. Natürlich habe ich alle Hormonpräparate von vornherein ausgeschlossen – sonst wäre es diesen Affentanz, von den Hormonen der Pille wegzukommen, gar nicht wert gewesen. Für mich stand schnell fest, dass es eine Kupferspirale werden sollte. Zwar hatte ich anfangs noch zwischen Spirale, Kette und Ball hin und her überlegt, am Ende ist es die klassische Spirale geworden, die schon seit Jahrzehnten Frauen gute Dienste tut. Never change a winning team, oder wie war das? Heute gibt es übrigens spezielle, kleinere Spiralen für Frauen, die noch kein Kind geboren haben, das Gerücht, man solle Spiralen erst nach der ersten Geburt einsetzen lassen, ist mittlerweile überholt. Sprecht da aber in jedem Fall noch mit eurem Frauenarzt darüber, welche Methode für euch die geeignetste ist.

Ich sage euch gleich – das Einsetzen ist kein Kinderspiel. Ich habe leider einen Fehlversuch hinter mir, der ungelogen das Schmerzhafteste in meinem Leben war (da sind Weisheitszähne, Tattoo an den Rippen, Krankenhausaufenthalt als Kind mit Ohr annähen und Co. nichts dagegen). Ich betone, dass es ein Fehlversuch war – der übrigens nicht an meinen Schmerzen oder Leiden lag, ihr könnt euch vorstellen, wie ich geguckt (oder geheult) habe als ich dann erfuhr, dass es nicht mal geklappt hat… – weshalb ich einen Tag später unter Vollnarkose einen erneuten Versuch bei einem anderen Arzt wagte, der auch super problemlos ablief.

Danach hatte ich nur direkt im Anschluss Schmerzen, die mit Schmerzmitteln behandelt wurden, und auch die ein, zwei Tage danach waren etwa mit stärkeren Periodenbauchschmerzen zu vergleichen. Danach war nichts mehr! Ich bin super happy, muss an nichts denken, habe lediglich eine etwas stärkere und längere Tage und persönlich nicht mal viel, viel mehr Unterleibsschmerzen als früher.

Cyclotest myWay

Dieser Beitrag hier ruht schon eine Weile in meinen Entwürfen, wurde immer mal wieder ergänzt und bearbeitet, da sich meine Erfahrungen erweitert und meine Meinung zu dem Thema verändert hat über die Zeit. Ich hatte irgendwo einmal erwähnt, dass ein ausführlicher Beitrag zum Absetzen der Pille online kommen wird – daraufhin hatte mich das Unternehmen Cyclotest angeschrieben, um mir eine Alternative zum Test vorzuschlagen. Nun ist es so, dass ich mich ja schon für die Kupferspirale entschieden hatte – trotzdem möchte ich euch das Tool, welches Cyclotest entwickelt hat, nicht vorenthalten. Ich muss dazu sagen, dass diese Methode so in dieser Form und mit dem Hilfsmittel an der Hand wirklich für mich in Frage kommt in einigen Jahren.

Es handelt sich um die sogenannte „Symptothermale Methode“, bei welcher die fruchtbaren Tage der Frau während eines Zyklusses bestimmt werden. Ich weiß, dass viele mit dem Gedanken spielen, die Pille abzusetzen, denen es jedoch auch nicht wohl ist, sich einen „Fremdkörper“ einsetzen zu lassen, welcher der Verhütung dient. Vielleicht ist das eine Lösung – der Pearl Index von 0,3 spricht dafür. Ich könnte mir für mich zum Beispiel vorstellen, diese Methode in Betracht zu ziehen, sobald es an der Zeit wird, die Spirale herausnehmen zu lassen, man jedoch in näherer Zukunft einen Kinderwunsch hegt und es sich somit nicht lohnen würde, eine neue einzusetzen. So könnte man über mehrere Monate fruchtbare Tage ausschließen bzw. im Falle des Falles, sich genau jene hochfruchtbaren Phasen anzeigen lassen, um gezielt schwanger zu werden. Der weibliche Körper ist kein Zufall und das ganze System ist, sofern es sich wieder eingespielt hat und nicht von Hormonen beeinflusst wird, höchst komplex und sehr genau. Es ist also kein Hexenwerk, Fruchtbarkeit, Periode und Co. auf den Tag genau abzusehen.

Cyclotest hat zur Unterstützung der Frau einen Zykluscomputer entwickelt, mit welchem jede Phase genau nachvollzogen werden kann und somit fruchtbare Tage, Periode, unfruchtbare Tage und andere Prognosen genauestens ausgerechnet werden. Mit dem cyclotest myWay wird morgens vor dem Aufstehen die Basaltemperatur im Mund gemessen und schon sagt dir das System voraus, wann du empfänglich bist. Es gibt die Möglichkeit, zwischen verschiedenen Modi zu wechseln (Kinderwunsch oder Verhütung) sowie weitere Symptome oder Störungen mit in die Analyse mit einzubeziehen. Auch ist ein Blick in die Zukunft möglich, welcher anhand der eingegebenen Daten errechnet wird.

Ich bin da vielleicht ein bisschen versaut von der Schulmedizin, aber für mich kamen lange keine „klassischen“ Methoden wie Temperaturmessung oder die manuelle Errechnung der fruchtbaren Tage in Frage – das war mir viel zu unsicher und ich habe nur auf die Pille oder, eben wie jetzt, die Spirale vertraut. Als Kind der Generation-Y und Fan der Digitalisierung von ungefähr allem bin ich ganz vorne mit dabei, wenn es ein Gerät wie den cyclotest myWay gibt, welches diese vollkommen natürliche Methode nachvollziehbarer und irgendwie geplanter und dokumentierter macht. Wie erwähnt könnte ich mir diesen Computer rund um die Zeit, in der ich selbst einmal plane, Kinder zu bekommen, sehr gut vorstellen zuzulegen. Auch für all diejenigen unter euch, die wie ich von der Pille wegwollen, jedoch wie beschrieben keinen Fremdkörper wie die Spirale oder andere Methoden in Betracht ziehen, könnte der Zykluscomputer eine wahre Erleichterung und Hilfe sein – zumal Pille, Spirale und Co. auch ins Geld gehen, der cyclotest myWay nur einmalig in der Anschaffung etwas kostet. So oder so – die eigene Gesundheit und Empfängnisverhütung sollte einem als Frau sowieso etwas wert sein.

Fazit

Ich habe die Umstellung von der Pille nicht bereut, auch wenn es anfangs mit einigen Nebenwirkungen und negativen Aspekten (zu Beginn unregelmäßiger und nicht verschiebbarer Zyklus, stärkere Tage, zeitweise schlechte Haut und Haarausfall, …) einherging. Jetzt, wo die unschönen Phasen des Absetzens überstanden sind und ich mich wirklich wohl in meiner Haut fühle, bereue ich es tatsächlich keine Sekunde. Und ich persönlich bin dankbar über die verschiedenen Alternativen die wir zur Pille haben – ob ihr euch nun für eine Kupferspirale wie ich, einen Zykluscomputer und die völlig natürliche Variante oder etwas ganz anderes entscheidet. Vertraut mir, und beschäftigt euch ein wenig mit dem Thema, was Hormone in eurem Körper eigentlich anstellen und was sie alles ins Ungleichgewicht bringen – dann wollt ihr trotz beschwerdefreier Einnahme auch kein Hormonpräparat mehr nehmen, da bin ich mir sicher.

// In freundlicher Kooperation mit Cyclotest

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26 Comments

  • Reply
    Melanie
    3. Februar 2017 at 18:44

    Das finde ich richtig toll, dass du darüber schreibst, denn solche Beiträge finde ich selten auf Blogs. Seit 17 Jahren nehme ich schon die Pille und hätte aber nun doch gerne was anderes. Von so vielen Frauen höre ich, dass es ihnen ohne Pille besser geht. Auf jeden Fall lasse ich mich bei meinem nächsten Frauenarzt Termin beraten. Vielen lieben Dank für deinen tollen Post :-*

    viele liebe Grüße
    Melanie / http://www.goldzeitblog.de

    • Reply
      Vivien
      4. Februar 2017 at 0:20

      Liebe Melanie, das freut mich sehr, dass ich dir mit dem Beitrag helfen konnte. Mir ging es damals genauso, ich habe online viel recherchiert und irgendwie selten so richtige Berichte auf Blogs gefunden, die von vorn bis hinten von ihren Erfahrungen erzählt haben. Deshalb dachte ich mir, wenn ich mir wirklich nach Monaten eine Meinung gebildet habe, dann schreibe ich davon! :)

      Viel Erfolg, ich kann dir das Absetzen nur ans Herz legen und du wirst sicher eine für dich bessere Alternative finden! :)

  • Reply
    Hanna
    3. Februar 2017 at 18:52

    Ein wirklich toller und authentischer Post! :) Lese sowas sehr gerne, vor allem da ich die Pille selbst letztes Jahr abgesetzt habe und seitdem nach wie vor mit einer unglaublich schlechten haut zu kämpfen habe. Ich denke, ich werde demnächst einmal den Weg zum Hautarzt auf mich nehmen! Würdest du mir verraten, welches pflanzliche Präparat du in deinem Post angesprochen hast?

    Liebe Grüße,
    Hanna

    • Reply
      Vivien
      4. Februar 2017 at 0:26

      Hallo liebe Hanna! Freut mich, dass dir der Beitrag gefällt – mir geht es genauso, ich lese auch jetzt noch gerne, wie es Mädels mit der Entscheidung geht! :)
      Ich drücke dir die Daumen, dass es besser wird. Bei mir hat es wirklich (ob durch das Präparat, die Creme, andere Umstände) wirklich nach und nach und doch relativ plötzlich aufgehört und jetzt ist wirklich nur minimal etwas, sodass ich mich echt nicht beschweren kann.

      Ich habe lange recherchiert und mich damals für Estroblock in Kombination mit einem Leberschutz (Liv Detox) entschieden, ein rein pflanzliches Präparat welches auf hoch konzentrierten Kreuzblütlern basiert. Ich habe es bereits ein, zwei Wochen vor dem Absetzen genommen und bis dieses Jahr im Dezember. Ich glaube fest daran dass es mir geholfen hat beim Absetzen, denn obwohl ich teilweise wirklich unreine Haut hatte, hätte es noch weitaus schrecklicher sein können. Trotzdem ist es etwas ungünstig, weil es nur einen deutschen Retailer gibt, da es aus den USA kommt, und es ist recht teuer (210€ für drei Monate, also um die 70€ im Monat). Mir war es das wert, ich bin jetzt aber auch froh, dass ich es nicht mehr nehmen „muss“. :) Probier es aber mal aus bzw. lies dich mal im Internet ein, da gibt es ein paar Beiträge zu.
      Ansonsten kann ich den Weg zum Hautarzt nur empfehlen, wenn er kompetent ist dann versucht er das für dich richtige Mittel zu finden. Mir hat das Duac Akne Gel echt super geholfen und ich habe auch von einer Freundin gehört, dass ihre WG-Mitbewohnerin es als heiligen Gral abgestempelt hatte. Frag doch vielleicht mal danach? :) LG und alles Gute!

  • Reply
    Kathi
    3. Februar 2017 at 18:59

    Sehr sehr interessanter Beitrag :)
    Ich habe mir tatsächlich nach langem hin und her Überlegen vor knapp einer Woche die Pille verschreiben lassen.
    Ich bin wirklich sehr gespannt wie mein Körper damit klarkommt. Dass ich nicht für den Rest meines Lebens bzw. bis ich eben Kinder möchte, mit der Pille verhüten will, weiß ich jetzt schon aber für meine jetzige Situation ist die Pille am Einfachsten.
    Kann deine Argumente, warum du die Pille abgesetzt hast aber nachvollziehen. Hab ja auch lange genug aus solchen Gründen überlegt.
    Aber ja mal abwarten, jeder reagiert ja auch auf die Pille. Vielleicht verfluche ich in ein paar Monaten ja meine Entscheidung :D
    Liebe Grüße, Kathi :)

    • Reply
      Vivien
      4. Februar 2017 at 0:29

      Liebe Kathi, Danke für deinen Kommentar :)! Also nicht falsch verstehen – ich kam jahrelang mit der Pille gut klar und will sie auch keineswegs verteufeln – ICH hatte keine fühlbaren Stimmungsschwankungen, Migräne, große Gewichtszunahme und obendrein ja schöne Haut. Sieben Jahre lang waren mir nur einfach genug und ich wollte keine Hormone mehr nehmen. Wenn du aber merkst, dass du gut damit zurecht kommst, ist das ja gar kein Problem. Ich weiß jetzt nicht, wie alt du bist, aber ich finde, dass das auch eine Rolle spielt. Ich bin jetzt 24 und da ist es noch mal etwas anderes, mit unter 20 hätte ich mir eher keine Spirale einsetzen lassen und mit einem Zykluscomputer zu arbeiten verlangt auch eine gewisse Verantwortung der Sache gegenüber, die man meiner Meinung nach mit 15,16,17 noch nicht unbedingt erfüllen kann. Gut, dass du jetzt schon weißt, dass es keine Dauerlösung ist. Ich wünsche dir alles Gute! :)

      • Reply
        Kathi
        4. Februar 2017 at 13:24

        Keine Sorge, ich hab das nicht falsch verstanden :)
        Und ich bin mittlerweile schon fast 21, bin allerdings noch nicht lange in einer Beziehung und hab mich deswegen unter anderem erstmal für die Pille entschieden. Zumal laut meiner Ärztin die Kupferspirale für mich nicht in Frage gekommen wäre sondern wenn dann nur die Hormonspirale. Wieso weiß ich allerdings auch nicht.
        Und danke :)

        • Reply
          Vivien
          5. Februar 2017 at 19:29

          Das klingt doch ziemlich vernünftig! :) Ich hätte es wohl genauso gemacht wie du – ich finde auch, dass sich eine Spirale besonders in einer Beziehung lohnt. Was ich dir nur raten würde, ist zu hinterfragen, wieso eine Kupferspirale bei dir nicht in Frage käme? Meine Frauenärztin wollte auch, dass ich weiter Hormone nehme, aber im Endeffekt würden das die Ärztinnen selbst nie machen.. rumgoogeln ist „nie gut“ insofern, dass man zu viele zu wenig fundierte Meinungen erhält, aber insgesamt kannst du dir ein Bild machen und damit würde ich dann, solltest du irgendwann wechseln wollen, zur Frauenärztin gehen. Ggf. wirklich auch noch mal mit einem anderen Arzt sprechen und Freundinnen fragen, was sie persönlich empfehlen! :)

  • Reply
    Kristina
    3. Februar 2017 at 19:02

    Liebe Vivi, vielen Dank für so einen ausführlichen Beitrag und noch dazu zu so einem privaten Thema. Ich finde es super, dass der Beitrag so neutral geworden ist, denn oft kommtja in solchen Absetz-Beiträgen die Pille nie gut weg und man schimpft und schimpft nur :D
    Ich wollte fragen, ob du vielleicht etwas zu den Kosten sagen kannst? Hat da die Krankenkasse auch was mit übernommen?
    Und (das musst du gar nicht beantworten wenn es dir zu privat ist) spürst du die Spirale?

    • Reply
      Vivien
      4. Februar 2017 at 0:33

      Liebe Kristina, gerne doch – und auch super, dass es wirklich so neutral rüber kommt, wie es gemeint ist. Ich habe zwar geschrieben, dass ich diese „Hormone“ vom Gedanken daran nicht mehr ausgehalten habe, aber an sich hat die Pille mir immer treue Dienste geleistet und dass ich grundsätzlich nicht zufrieden war kann ich ja auch nicht behaupten.

      Ich weiß jetzt nicht, welche Kosten du meist, ich beantworte einfach mal beides! :D Also da ich privat versichert bin, hat meine Krankenkasse die Pille bis ich 21 (?) war übernommen, danach nicht mehr. Die Spirale wurde jetzt von den Kosten übernommen, weil ich ja eine OP mit Vollnarkose hatte und das bei uns mit abgedeckt wird, wenn es von Nöten ist. Ich musste da nur einen Selbstkostenbeitrag von der Spirale selbst tragen. Das ist aber von Kasse zu Kasse unterschiedlich, das kannst du sicher abklären. Ansonsten ist es aber definitiv günstiger als die Pille, auch wenn es auf einmal ein Batzen Geld ist, auf Dauer spart man! :)

      Und zu deiner letzten Frage – nein, ich merke gar nichts. Und auch sonst niemand, in keiner Situation, wenn du das meinst! :D Ich habe nicht mal mehr Schmerzen gehabt danach, eben nur während meiner Periode leichte Unterbauchschmerzen, aber das hatte ich ja auch vorher und ist eben auf die Tage zu schieben…

      Liebe Grüße! :)

  • Reply
    Julia
    3. Februar 2017 at 19:31

    Vivien, danke für dein Post! Eigentlich kommentiere ich selten, aber hier muss ich paar Worte schreiben. Es ging mir wie Dir. Habe die Pille genommen und meine Frauenärztin hat mich bezüglich der Kupferspurale beraten. Da ich sehr lange Patientin bei ihr war, hatte ich gleich zugesagt ind wir haben einen Termin zum Einsetzen der Spiralle gemacht. Wenn ich sage, dass die schmerzen höllisch waren, würde ich lügen. Es war unerträglich ind ich bin fast in Phnmacht gefallen vor Schmerz!!! Nach der Behandlung konnte ich erstmal nicht laufen. Um mich kurz zu halten: der Arzt soll VOR dieser Behandlung euch gründlich untersuchen, um kleine Infektionen o.ä. ausschliessen und ERST DANN die Spirale einsetzen. Letztendlich war meine Ärztin so „kompetent“ und mir zusammen mit der Spirale eine Infektion reingesetzt. Ich hatte dann sehr starke Bauchschmerzen und Blutung hörte nach 2 Wochen immer noch nicht auf. Mir schmerzte der ganze Bauch, auch Unterbauch sodass ich dachte, es wäre eine Blinddarmentzündung. Nach einem Monat konnte ich mich nicht mehr vor Schmerzen uf den Füßen halten und wurde in die Klinik gefahren, wo ich am Blinddarm operiert wurde. Aufgewacht (nach der OP) bin ich aber in der Gynäkologie-Station, wo mir gesagt wurde, dass in der OP sie merkten, dass das NICHT der Blinddarm war sondern die EIERSTÖCKE wegen der Spirale völlig vereitert waren. Das war 2013 und ich kämpfe immer noch mit den Folgen. Ob es mit den Kindern mal klappt, ist eine groooooße Frage…. :(
    Also liebe Mädels, immer 4-6 Meinungen von verschiedenen Gynäkologen einholen. Sich gründlichst untersuchen lassen und erst dann die Spirale rein.
    Entschuldigt, dass der Text so lang geworden ist, wollte auch eine Geschichte bezüglich so einer Spirale erzählen.

    • Reply
      Vivien
      4. Februar 2017 at 0:18

      Liebe Julia, lieben Dank für deinen ausführlichen Kommentar und deine Geschichte – das hört sich natürlich gar nicht gut an und mir tut es leid, dass du immer noch darunter leidest, Horror! Ehrlich! Das ist natürlich ein absolutes Negativbeispiel und du hast ja direkt die „Quittung“ gekriegt indem es dir leider direkt schlecht ging und das ganze ja mit der OP den Höhepunkt genommen hat.

      Bei mir war es ja auch so, dass das Einsetzen nicht geklappt hatte und ich obendrein noch wahnsinnige Schmerzen hatte (ich hab wirklich auch so sehr geweint, richtig schlimm & dramatisch war das, grausige Erinnerung) und habe es dann ja einen Tag später in einer sterilen OP und mit Vollnarkose eingesetzt bekommen. Dann einen Tag später und zwei Wochen danach wurde es kontrolliert und da ich bis heute keine Schmerzen mehr hatte gehe ich davon aus, dass alles in Ordnung ist. Ich wünsche jedem, dass es so läuft und mir tut es sehr leid, dass es bei dir so blöd ausgegangen ist. Darf ich fragen, was du jetzt als Alternative gewählt hast? Ich bezweifle, dass du einen erneuten Spiralenversuch gewagt hast.. ich drücke dir jedenfalls die Daumen wegen der Kinder später mal und wünsche dir alles Gute!

  • Reply
    Seline
    4. Februar 2017 at 13:49

    Ich selbst, habe die Pille im letzten Sommer aus ähnlichen Gründen wie du abgesetzt und überlege selbst über meine Erfahrungen zu schreiben. Dein Beitrag bestärkt mich in dieser Entscheidung und ich kann mich an dieser Stelle nur für deine Ehrlichkeit und Offenheit bezüglich diesem Thema bedanken:)
    Ich habe mir als Verhütungsalternative eine Kupferkette einsetzen lassen (ebenfalls unter Vollnarkose) und bin wahnsinnig zufrieden. Schade ist nur, dass viele Ärzte von vornherein gar nicht an solche Alternativen denken, sondern grundsätzlich erst einmal die Pille verschreiben.

    Hab ein schönes Wochenende!
    Liebst, Seline
    http://selscloset.com

    • Reply
      Vivien
      5. Februar 2017 at 19:33

      Ja, da habe ich auch schon oft drüber nachgedacht. Als junges Mädchen geht man zur Frauenärztin und bekommt direkt die Pille, ohne dass man groß über Alternativen spricht. Meine Mama hat mir damals schon eine Spirale ans Herz gelegt, allerdings selbst gesagt, dass das wohl eher etwas für „Erwachsene“ ist und nicht für ne 15 Jährige :) Ich finde, dass das auch sehr mit dem Alter zusammenhängt. Einer 15,16 Jährigen würde ich nicht empfehlen, mit einem Zykluscomputer zu arbeiten oder sich in Vollnarkose etwas einsetzen zu lassen :D Deshalb… Pille ist wohl die erste Wahl, schließlich „nimmt ja jeder sie und dann will man auch dazu gehören“ – doof – aber mit Anfang 20 denken viele um…

  • Reply
    Jules
    5. Februar 2017 at 9:52

    Hallo!

    Mir kommt das ganze alles sehr bekannt vor. Ich habe allerdings schon vor 5 Jahren die Pille abgesetzt. Aber eher unfreiwillig.
    Dennoch bin ich sehr froh das es so gekommen ist.
    Ich selbst habe nun auch die Kupferspirale und würde nie wieder auf irgendein anderes hormonelles Verhütungsmittel zurückgreifen.

    Ich hab zum Thema Pille und Kupferspirale auch einen Beitrag auf meinem Blog verfasst. Vielleicht interessieren Dich ja auch meine Erfahrungen. Link:
    http://goo.gl/scM52L
    Lg,
    Jules

    • Reply
      Vivien
      5. Februar 2017 at 19:34

      Danke für dein Feedback! :) Ich sehe das genauso und bin froh, jetzt auf diese Hormone verzichten zu können!

  • Reply
    Miriam
    7. Februar 2017 at 0:13

    Finde ich ja interessant, auch mal die Perspektive zu lesen, in der jemand keine Probleme mit der Pille hatte und sich trotzdem für eine hormonfreie Alternative entschieden hat.

    Bei mir war es eher andersherum: Nach langer Qual mit verschiedenen Pillen, musste eine Alternative her. Witzigerweise war bei mir auch die Frage zwischen cyclotest myway und Kupferspirale bzw. kette. Letzendlich ist es der myway geworden, da ich mehr über meinen Zyklus lernen wollte und auch der Eingriff zum Einsetzen der Spirale oder Kette für mich etwas abschreckend war (ja, ich gebe es zu – Angsthase). Ich bin aber im Endeffekt sehr glücklich mit der Entscheidung und freue mich, dass du auch den myway hier erwähnst – der geht oft sehr schnell unter in der allgemeinen Kritik an Zykluscomputern – obwohl das Modell gut durchdacht ist und nichts mit der Unsicherheit von Persona & Co. gemein hat!

    • Reply
      Vivien
      7. Februar 2017 at 13:37

      Lieben Dank für dein Feedback Miriam! Ja das stimmt, mich haben auch immer viele gefragt wieso ich wechsle, da mir die Pille keine offensichtlich spürbaren Probleme beschert hat. Aber da war die Vernunft stärker bzw. das „zu viel einlesen“ Schuld, haha. Ach wirklich? Wie witzig! Wie gesagt, der Computer kommt ganz stark in Frage wenn ich später mal die Spirale rausnehmen lasse, aber noch nicht sofort schwanger werden möchte, denke ich! :) Und das mit der Beschäftigung mit dem Zyklus find ich super, ich merke das ja jetzt schon sehr durch das Absetzen der Pille und der Auseinandersetzung mit dem normalen Zyklus…

      • Reply
        Miriam
        7. Februar 2017 at 18:07

        Ach, im Grunde kann ich das gut nachvollziehen. Wenn man sich einmal in das Thema einliest und sieht, wie die Pille auch langfristig (unbemerkt) hormonelle Prozesse beeinflussen kann – dann überlegt man sich das schon noch zwei Mal. Nur ist das eben bei Frauen seltener, die ja sonst mit ihr gut klar kommen. Ich habe mich nie um Alternativen gekümmert, bis ich die Pille nicht mehr vertragen habe.

        Ja, genau, die Zyklusbeobachtung ist wirklich intressant. Erstmal natürlich für einen selbst, dann natürlich zur Verhütung und später – wenn mal der Kinderwunsch aktuell ist – kann man das Wissen ja auch wunderbar dafür nutzen ;-)

        • Reply
          Vivien
          8. Februar 2017 at 12:45

          Ja, ehrlich gesagt ist das von meiner besten Freundin angestoßen worden, die leider viele Probleme mit der Pille hatte nach einigen Jahren. Da sie sich so viel damit beschäftigt hat, haben wir natürlich viel darüber geredet und so kam das Rädchen ins Rollen…

          Ja absolut! Den Computer kann man ja auch auf die eine und die andere Weise nutzen, sehr praktisch! :)

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    Miriam
    13. Februar 2017 at 2:17

    Ja, ich glaube, ich war auch leicht „missionarisch“ unterwegs nach meiner Erfahrung – also habe ziemlich viel im Freundeskreis über meine Erfahrung und meine Recherchen gesprochen. Das Interessante dabei: Da kommt erst mal raus, wie viele andere auch Probleme mit der Pille hatten!

    Ich glaube, viele von uns reden da einfach nicht drüber, wir nehmen einfach an – wenn wir Nebenwirkungen versprüren, dann muss das entweder so sein oder dass es nicht wirlich von der Pille kommen kann (da alle anderen Frauen sie ja super vertragen). Deswegen finde ich es ja gut, dass das Thema auch in Blogs immer häufiger aufgegriffen wird!

    • Reply
      Vivien
      13. Februar 2017 at 10:43

      Ja da stimme ich dir absolut zu! Man denkt bei vielen Nebenwirkungen, und wenn es nur „Kleinigkeiten“ wie mal Unwohlsein, Kopfschmerzen oder z.B. auch Libidoverlust, dass das halt einfach so ist, andere Ursachen hat oder man einen schlechten Tag/ne schlechte Phase hat – dass vieles (natürlich nicht alles) direkt mit der Hormonbombe Pille zusammenhängt realisiert man wirklich erst nach Recherche und im Austausch mit anderen!

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    Anna
    3. April 2017 at 23:08

    Hey,
    ich habe den Beitrag schon vor einer Weile gelesen und spiele schon seit Jahren mit dem Gedanken mich von der Pille zu lösen, mal mehr und mal weniger (meine Ärztin hält davon leider überhaupt nichts.. hat mir sogar schon empfohlen, die Pille durchzunehmen wg. meiner Migräne :/). Jetzt bin ich aber an einem Punkt, habe schon so vieles negatives gelesen, an dem ich sie einfach nicht mehr nehmen will. Was ich dich fragen wollte, hast du dir direkt nach dem du aufgehört hast die Pille zu nehmen, die Spirale setzen lassen? Ich müsste mir erst noch einen geeigneten Arzt und die bessere hormonfreie Lösung für mich finden lassen und auch erst prüfen, ob es überhaupt geht. Am liebsten würde ich einfach sofort aufhören aber weiß nicht, ob das Sinn macht oder erst dann, wenn ich einen „nahtlosen“ Übergang habe.

    Liebe Grüße :)

    • Reply
      Vivien
      4. April 2017 at 12:00

      Hey Anna! :) Ich find’s super, dass du dich so eingehend mit der Entscheidung beschäftigst, hinterfragst und vor allem nicht vorschnell urteilst oder Sachen überstürzt. Ich bin zwar wirklich mittlerweile ein Pillen-Gegner und würde sie nicht mehr nehmen und auch niemandem empfehlen – obwohl ich keine spürbaren Nebenwirkungen hatte – aber missionieren mag ich auch niemanden und bin der Meinung, dass man selbst auf den Trichter kommen sollte und merken sollte, dass es irgendwann im Kopf „kein Zurück“ mehr gibt. Ich hatte mich schon vor dem Absetzen der Pille mit den Alternativen beschäftigt und für mich beschlossen, dass ich eine Kupferspirale bzw. damals Kupferkette haben wollen würde (die Kette hatte ja nicht funktioniert, weshalb es dann die Spirale wurde – damit bin ich auch super zufrieden und kann sie wärmstens empfehlen!). Allerdings habe ich keinen nahtlosen Übergang angestrebt. Zum einen war es bei mir so, dass ich Anfang April (genau ein Jahr jetzt!) die Pille abgesetzt habe, zu einem Zeitpunkt, wo ich gerade keinen Freund hatte (lustigerweise war es dann ein paar Wochen später der Fall) weshalb ein Verhütungsmittel wie die Pille oder Spirale gerade eh nicht unbedingt nötig war. Somit hatte ich keinen Zeitdruck und wollte, was der zweite Punkt ist, meinem Körper erst mal ein bisschen Zeit geben, selbst mit der Umstellung klar zu kommen – denn die Spirale hat insofern minimalen Einfluss auf die Periode, indem sie sie etwas stärker macht. Ich wollte erst mal sehen, wie mein Körper ohne jeglichen Einfluss umgeht. Relativ zeitnah nach dem Absetzen war ich dann jedoch wieder in einer festen Beziehung und es war schnell klar, dass ich die Spirale brauchte. Sie wurde mir dann Ende Juni eingesetzt, sprich knapp zweieinhalb Monate nach dem Absetzen.

      Long Story short: Es kommt natürlich total auf deine Lebenssituation an, meiner Meinung nach. Wenn du gerade in einer Beziehung bist, würde ich wahrscheinlich einen mehr oder weniger nahtlosen Übergang anstreben. Das muss ja nicht direkt von heute auf morgen sein, aber wenn du planst sie abzusetzen würde ich zügig einen Beratungs- und Einsetzungstermin machen lassen. Bzw. wenn du dir gerade noch gar nicht sicher bist, welche Methode du im Anschluss nehmen willst, würde ich mich auch darüber dann zeitnah informieren. Wenn du gerade nicht zwingend ein Verhütungsmittel benötigst, dann würde ich mir damit keinen Stress machen! Außerdem kenne ich das Gefühl – je mehr ich gelesen habe, desto weniger gerne wollte ich die Pille weiter nehmen, sie war irgendwann wie „Gift“ für mich morgens. Ich bin keine Ärztin, und im Zweifel sprichst du in erster Linie mit deiner Gynäkologin über so was, aber ich würde in jedem Fall den aktuellen Zyklus beenden, warten bis du deine Tage hast und dann erst aufhören – auf keinen Fall mittendrin absetzen, das bringt nur noch mehr Durcheinander in deinen Zyklus!

      Ich wünsche dir alles Gute – du triffst sicher die richtige Entscheidung für dich. Die wichtigste – die des Absetzens – ist ja schon getroffen! :)

      • Reply
        Anna
        4. April 2017 at 23:19

        Oh lieben Dank für deine schnelle und ausführliche Antwort:) Du hast mir schon wieder etwas weiter geholfen. Mein letzter Pillenblister neigt sich dem Ende zu und ich stand jetzt vor der Entscheidung mit starkem Widerwillen nochmal für 3 Monate ein neues Rezept holen, bis ich mich abschließend informiert habe und eine Alternative gesetzt wird, oder die Zeit dahin erstmal ohne Verhütungsmittel auszukommen. Dachte irgendwie gelesen zu haben, dass es besser für das Setzen der Kupferkette, dass man seine Tage hat und wenn ich die Pille absetze nicht genau weiß, wann meine Periode das nächste Mal kommt und so einen Termin für die Kette / Spirale nicht planen kann und sich dann alles noch mehr verzögert. Hatte absurderweise den Gedanken, dass man die Pille nicht einfach so abrupt aufhören kann zu nehmen aber wieso sollte es so sein.. man ist einfach schon so sehr daran gewöhnt.
        Bin in einer festen Beziehung, bin also auf ein Verhütungsmittel angewiesen, denke aber die Monate wird es zu überbrücken sein. Mach mich jetzt erstmal auf die Suche nach einem passenden Arzt, gar nicht so leicht wie ich zunächst dachte.. Wie lange hast du auf einen Termin gewartet? Bin wirklich mal gespannt, was für „Nebenwirkungen“ sich zeigen, wenn man Körper wieder sich selbst überlassen ist.
        Vielen Dank nochmal, echt toll, dass bei dir der persönliche Kontakt nach wie vor noch so im Fokus steht :)

        Liebe Grüße und eine tolle Woche!

        • Reply
          Vivien
          5. April 2017 at 11:20

          Liebe Anna,

          gerne doch – wenn ich so ein Thema anschneide, dann freue ich mich sehr über eine Diskussion und einen Austausch darüber, was eben auch einschließt, dass ich mich mit einbringe und wenn nötig Ratschläge verteile! :) Bzgl. des Termins war es bei mir so, dass ich einen Beratungstermin wegen der Kupferkette hatte und dann haben wir ausgerechnet, in welchem Zeitfenster sie eingesetzt werden kann. Sprich wir haben dann direkt das nächste verfügbare gewartet – normal schieben die Ärzte das dann ja nicht monatelang auf. Es ist übrigens so, dass du die Kette/Spirale/was auch immer ab dem ersten Tag deiner Periode bis zu.. 2 Wochen in den Zyklus hinein einsetzen lassen kannst, soweit ich weiß. Ab der 2. Zyklushälfte geht es dann nicht mehr so gut. Deshalb hast du etwas mehr „Spielraum“ als gedacht, und bei mir wurde dann eben knapp nach der Tage der Termin festgemacht. Da es ja nicht geklappt hatte, habe ich dann einen Tag später einen OP Termin mit „Vollnarkose“ gehabt, um sie einzusetzen. Das ging also sehr spontan, aber auch, weil meine Ärztin ein schlechtes Gewissen hatte weil es nicht funktioniert hatte und sie schnell eine Lösung für mich wollte, haha.

          Also lange Rede, kurzer Sinn: Lass dich beraten, sprich ab wann du etwa (nach normalem Zyklus) deine Tage bekommen müsstest und mache direkt einen Termin aus. 1-2 Monate kann man das überbrücken, da spreche ich aus Erfahrung. Danach nervt es aber, wenn man in ner Beziehung ist..

          Alles Gute! :) xx

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