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Ein Wochenende in Wien – Tipps für die lebenswerteste Stadt der Welt

Ihr wisst, ich liebe Städtetrips – wer tut das nicht?! Sich durch noch unbekannte Orte treiben lassen und sie sich zu eigen machen. Durch neue Straßen, Gassen und an Sehenswürdigkeiten vorbei schlendern, Food-Spots ausprobieren und in den Städten, in denen es einem besonders gut gefällt, ein bisschen träumen, wie es wäre, dort temporär zu leben. Da bin ich doch bestimmt nicht die Einzige, die das macht? Ich bin aufgrund meiner Reiselust schon sehr viel herumgekommen, doch die Liste mir unbekannter Orte ist trotzdem noch ewig lang – und mit ganz oben stand seit Jahren: Wien.

Obwohl ich schon sehr häufig in Österreich war und Wien immerhin die Hauptstadt unseres Nachbarlandes ist, hat es 29 Jahre gedauert, der schönen Stadt einen Besuch abzustatten. Kurz vor unserem Wochenende dort kam das bekannte Ranking der lebenswertesten Städte der Welt heraus – ratet mal, welche Stadt den ersten Platz belegt hat. Und gut und gerne können wir genau jetzt, nach meinem Wochenende dort darüber eine Konsens-Diskussion führen, dass Wien wirklich eine der aller schönsten Städte der Welt ist.

Auch wenn wir nur knapp 48h in Wien hatten, möchte ich euch unbedingt Tipps geben und meine Erfahrungen mit euch teilen. Was ihr in zwei Tagen in der schönen Stadt unbedingt sehen solltet, welche Food-Tipps ich euch geben kann und schöne Fotospots empfehlen möchte (Spoiler: alles und überall), lest ihr hier in diesem Beitrag. Video-Eindrücke von Wien gibt’s in meinem Travelvlog & in diesem Reel hier.

Tipps für 48 Stunden in Wien –
meine Must-Do’s für ein schönes Wochenende

Ursprünglich war der Besuch in Wien anlässlich eines Konzerts der Band „Die Toten Hosen“ geplant. Wie ihr vielleicht wisst, bin ich (gemeinsam mit meinem Freund) großer Konzerte- und Festivalfan und sehe bspw. die Toten Hosen dieses Jahr gleich drei Mal: in Düsseldorf, welches bereits am 24.06. war, Ende August in Bremen was noch ansteht und worauf ich mich sehr freue, und vor anderthalb Wochen am 02.07. in Wien. Konzerte sind eine großartige Möglichkeit, das Event mit einem Städtetrip zu verbinden. Und wie cool ist es, die Düsseldorfer Band nach einem „Heimspiel“ Ende Juni sogar im näheren Ausland zu sehen?!

Anreise, Übernachtungen & Transfer in Wien

Mein Freund und ich haben das Wochenende mit einem befreundeten Pärchen in Österreich verbracht. Wir sind Freitag am späten Nachmittag in Wien angekommen und am Sonntagnachmittag ging es wieder nach Hause – wir hatten also knapp 48 Stunden Zeit, um Wien zu erkunden. Wir sind geflogen, was sich in Bezug darauf, dass es ein Nachbarland ist irgendwie falsch angefühlt hat, jedoch vergisst man leicht, dass Wien doch ziemlich südlich liegt und man von Düsseldorf aus gut 10 Stunden ohne Stau mit dem Auto brauchen würde und Zugfahren dank Umsteigen, ggf. Verspätungen und Co. auch nicht schneller ist. Allein 20h Anreise und Abreise bei einem Wochenende mit nur 48h Zeit vor Ort wäre nicht machbar gewesen. Am Flughafen in Wien angekommen dauerte die Fahrt mit dem Schnellzug in die Innenstadt nur etwa 20 Minuten. Für ein 24h-Gruppenticket haben wir 38€ bezahlt, also bei uns vier Personen knapp 10€ pro Kopf.

Übernachtet haben wir in dem Appartement „Strauss“ von Numastays, welches ich euch schon etwas ausführlicher auf Instagram vorgestellt habe. Schaut gerne mal in meinen IG-Post und mein IG-Reel rein und macht euch einen Eindruck – gerade zu viert fanden wir die Lösung eines Maisonette-Appartements wie dem von Numastays, mit zwei Dachterassen und zwei separaten Schlafzimmern, wirklich ideal.

Mein Numastays-Code funktioniert übrigens noch, solltet ihr also ebenfalls dieses Home-away-from-Home-Gefühl in verschiedensten, europäischen Großstädten ausprobieren wollen, spart ihr mit VIVIENNUMA20 20% auf euren ersten Aufenthalt bei Numastays. Unser Appartement lag im 15. Bezirk Wiens, mit nur einer Minute Fußweg zur U-Bahn-Station „Längenfeldgasse“, die mit den U-Bahnen U4 und U6 eine super Anbindung bot. Generell ist das U-Bahn-Netz in Wien super touristenfreundlich und mit entsprechenden Tages- oder Gruppentickets ausgestattet findet man sich sehr schnell in dem U-Bahn-, Straßenbahn- sowie Busnetz in Wien zurecht.

Freitag – Abendspaziergang durch die Altstadt, Stephansdom & Abendessen

Unseren ersten Abend in Wien haben wir, nach Anreise und Ankunft im Appartement, nur noch mit einem Spaziergang durch die Stadt vom Karlsplatz entlang durch die Altstadt zum Abendessen und zurück verbracht. Dabei konnten wir uns vom Karlsplatz ausgehend schon ein super Bild der Innenstadt machen, sind am bekannten Stephansdom vorbei gekommen und schließlich zum Abendessen im „GO! Wien“ eingekehrt. Eine spontane Entscheidung, da wir einen guten Kompromiss zwischen Veggie-Optionen und Fleisch brauchten und Lust auf deftige, österreichische Küche hatten.

Adresse & Website GO! Wien
GO! Wien
Fleischmarkt 1A
1010 Wien
Österreich

Wir sind alle auf unsere Kosten gekommen und insbesondere die Käsespätzle waren grandios. Obwohl wir an diesem Tag „nur“ einen Walk durch die Altstadt und zurück sowie die Anreise nach Wien hatten, sind wir um die 9km gelaufen – eine gute Vorbereitung auf den langen Samstag, der uns bevorstehen würde…

Samstag – Sightseeing zu Fuß durch Wien & Toten Hosen Konzert

Samstag ging es dann gegen 10:30h los zu unserem Frühstücksspot, den wir einen Abend vorher fein säuberlich und mit viel Spaß und einigen daraus resultierenden Insidern ausgewählt hatten, haha. Entschieden haben wir uns für das „Augustin“, ein gemütliches, kleines Café mit Vintage Möbeln und einem netten, sonnigen Innenhof.

Ich hatte eine richtig leckere, vegetarische Frühstückszusammenstellung mit Salat, O-Saft-Shot, einem Poached Egg sowie Tomaten auf Avocadobrot und Porridge mit Beeren. Den Bacon, der eigentlich dabei gewesen wäre, habe ich gegen Halloumi getauscht und zusätzlich einen Latte Macchiato mit Hafermilch und einen Mango Lassi getrunken. Pro Person haben wir etwa 18€ für alles gezahlt, wobei der Frühstücksteller nur bei ca. 10€ lag, was wirklich sehr fair ist.

Adresse & Website Das Augustin
Das Augustin
Märzstraße 67
1150 Wien
Österreich

Wien Sightseeing Spot: Schloss Schönbrunn & Gloriette

Gestärkt vom Frühstück ging es vom Augustin aus zu Fuß zum Schloss Schönbrunn, was etwa 1.5km Fußweg waren. Ich kann an dieser Stelle schon mal spoilern, dass wir an dem Samstag inklusive Konzertbesuch am Abend und dem ganzen Sightseeing knapp 27km zu Fuß gegangen sind – das haben wir am nächsten Tag auf jeden Fall alle in den Knochen gespürt.

Der Besuch des Schloss Schönbrunn – auch als Sisi-Schloss aus Zeiten der Kaiserin Elisabeth und Kaiser Franz Joseph bekannt – ist natürlich ein absolutes Must-Do, wenn man in Wien ist. Wie ihr auf den Bildern seht, hatten wir Traumwetter und haben uns bei strahlendem Sonnenschein und wolkenlosem Himmel das imposante Schloss samt Schlosspark angeschaut. Allein der Garten mit Parkanlage, Labyrinth, verschiedensten Alleen und Brunnen ist schon einen Besuch wert.

Was ich euch unbedingt empfehlen kann, ist der Aufstieg hoch zur Gloriette, die über dem Schloss Schönbrunn thront und einen unfassbar schönen Ausblick auf das Schloss und Wien im Hintergrund bietet. Unten könnt ihr übrigens noch alkoholfreie, kühle Getränke kaufen, die euch den Weg hoch (der etwa fünf Minuten dauert) erleichtert. Es lohnt sich und ist ein tolles Fotomotiv! Wer ein bisschen Hunger und Zeit mitbringt, kann auch eine Pause im Café einlegen, welches sich in der Gloriette befindet.

Der Besuch der Parkanlagen und des gesamten Außenbereichs vom Schloss Schönbrunn und der Gloriette ist kostenlos zugänglich, wenn ihr etwas mehr Zeit mitbringt, dann könnt ihr euch auch Tickets für das Museum im Inneren des Schloss Schönbrunn oder auch für das Labyrinth im Schlosspark buchen. Zwei Dinge, die ich mir für meinen nächsten Besuch in Wien vorgenommen habe, denn gerade im Inneren sieht das Schloss auch unfassbar schön und imposant aus.

Wien Sightseeing Spots: Von der Karlskirche über die Wiener Staatsoper und zur Albertina

Vom Schloss Schönbrunn aus sind wir mit der U-Bahn ein paar Stationen in die Innenstadt bis zum Karlsplatz, an der die Karlskirche gelegen ist, gefahren. Mit einem kleinen Zwischenstopp, um konzerttauglichere Klamotten anzuziehen, ging von dort aus unser Weg durch die Innenstadt Wiens an zahlreichen Sehenswürdigkeiten entlang.

Hier kann ich euch empfehlen, euch einfach treiben zu lassen. Es ist fast unmöglich, die einzelnen Sehenswürdigkeiten zu verpassen und generell sieht auch, wie oben bereits geschrieben, wirklich jede Ecke und jeder Straßenzug schön aus – die Architektur ist einfach wahnsinnig schön in Wien. Wir haben uns zunächst von der Karlskirche aus gesehen an der Wiener Staatsoper, die direkt an einer Hauptverkehrsstraße gelegen ist, an der Altstadt vorbei bis zur Albertina treiben lassen, bis wir an der Hofburg angekommen sind.

Wien Sightseeing Spots: Die Wiener Hofburg & das Kunsthistorische Museum

Der Bereich um die Wiener Hofburg und das Kunsthistorische Museum ist ebenfalls unbedingt einen Besuch wert. Die Hofburg ist wie ein Campus angelegt und bietet Platz zum Verweilen in der Sonne an. Direkt dahinter gelegen ist das Kunsthistorische Museum, wo ebenfalls einige Menschen eine Rast im Schatten der vielen Bäume eingelegt haben. Beide Gebäude sind wahnsinnig imposant und detailliert gestaltet, wirklich wunderschön. Natürlich könnte man mit mehr Zeit auch einen Besuch im Museum (Tickets) einplanen – leider hatten wir diesmal kein großes Zeitfenster, aber das war mit Sicherheit nicht das letzte Mal in Wien.

Wien ist wirklich sehr grün und hat eine große Anzahl an Parkanlagen und Grünflächen, die zur Pause im Schatten, zum Picknick oder zu Outdoor-Aktivitäten einladen. Ich habe die Bedingungen an die lebenswertesten Städte nicht mehr ganz im Kopf, weiß jedoch, dass ein Faktor der Freizeitwert einer Stadt ist – und der ist zweifelsohne in Wien sehr hoch. An jeder Ecke findet man Cafés, Restaurants, Aktivitäten und Grünanlagen, durch die Donau wird die Stadt noch einmal mehr aufgewertet und das Stadtbild ist einfach extrem ansprechend.

Wien Sightseeing Spots: Wiener Prater & “Die Toten Hosen” Konzert im Ernst Happel Stadion

Unser nächster Punkt auf der Tagesordnung war der Besuch des Wiener Praters, welcher unweit des Ernst Happel Stadions gelegen ist, in dem später das Konzert stattfinden sollte. Ehrlicherweise muss man etwas Zeit mitbringen, wenn man den Prater besuchen möchte und wir hatten alle ein wenig Hunger vom Tag und auch das Konzert im Nacken, zu dem wir nicht zu spät wollten, daher haben wir den Wiener Prater auf das nächste Mal geschoben – ich möchte auch auf jeden Fall irgendwann mal auf das bekannte Riesenrad und mir Wien von oben anschauen. Insgesamt hat mich der dauerhafte Freizeitpark mitten in der Stadt jedoch an den Tivoli in Kopenhagen (mein Reisebericht) erinnert – generell finde ich Freizeitparks immer toll und sehe den Prater definitiv als kleines Highlight Wiens an.

Wir sind also, nach einem kleinen Abstecher auf dem Prater am späten Nachmittag in der Nähe etwas essen gegangen (wir hatten ein bisschen Zeitdruck und wollten kein ‘Kirmes-Essen’ wählen, daher sind wir für Salat und Pizza in die nahegelegene L’Osteria gegangen, also kein “Wien Geheimtipp” :D) und schließlich zum Stadion gelaufen. Um den Prater abzuschließen – wie ihr am rechten Foto in der Collage seht, sind wir im Anschluss an das Konzert sogar noch mal am Prater vorbei gekommen und drei von uns, mich eingeschlossen, haben sich spontan dazu entschieden, noch das Fahrgeschäft vom Bild zu fahren und wir hatten einen kleinen Mitternachtssnack. So ganz ohne Prater-Erfahrung haben wir Wien also doch nicht verlassen!

Zum Konzert der Toten Hosen in Wien muss ich gar nicht so viel schreiben – es war einfach grandios und wahnsinnig gut. Schon in Düsseldorf eine Woche vorher hatten wir total viel Spaß, hier in Wien waren wir noch ein Stückchen näher an der Bühne dran im ersten Wellenbrecher und es war definitiv ein absoluter Marmeladenglasmoment und Highlight des Wochenendes. Für euch ist es rückblickend aber ja auch nicht so spannend, wenn ihr hier auf der Suche nach ein paar Wien-Tipps seid – schließlich wird euch diese Erfahrung wohl oder übel verwehrt bleiben. Vielleicht reist ihr aber ja für ein anderes Konzert in die österreichische Hauptstadt und plant euer Wochenende ähnlich um den Samstagabend herum? :)

Sonntag – Brunch im Stöckl im Park und Schloss Belvedere

Wie schon erwähnt waren wir am Sonntag gut K.O. nach dem sehr langen und laufintensiven Samstag in Wien. Viel Zeit hatten wir auch nicht mehr, denn gegen 14 Uhr mussten wir die Zugfahrt zum Wiener Flughafen antreten. Gegen 11 Uhr haben wir unser Appartement verlassen und haben uns auf den Weg zum Hauptbahnhof gemacht, von wo aus wir hinterher zum Flughafen weiterfahren wollten. Wir haben dort für knapp 2€ pro Schließfach (eines pro Paar hat gereicht, da passt einiges rein) unser Wochenendgepäck eingeschlossen und sind rüber zum Schloss Belvedere gelaufen – unser letzter Sightseeingpunkt vom Wochenende in Wien.

Bevor wir uns das Schloss Belvedere von außen samt Schlosspark angeschaut haben, haben wir uns für ein deftiges Frühstück bzw. Brunch im Stöckl im Park entschieden, welches sich auf der Rückseite des Schlosses befindet. Der Biergarten ist wirklich total gemütlich und schön sonnig und ruhig gelegen und man kann dort gut und gerne ein paar Stunden sitzen, etwas trinken und essen und in den Tag starten bzw. diese ausklingen lassen. Ich musste unbedingt meinen Kaiserschmarrn haben, wenn ich schon in Österreich bin und habe mir mit meinem Freund noch eine große Bierbrezn mit Käse geteilt – zünftig-österreichischer geht ja kaum.

Adresse & Website Stöckl im Park
Stöckl im Park
Prinz-Eugen-Straße 25
1030 Wien
Österreich

Das Schloss Belvedere ist auf jeden Fall ein netter, letzter Sightseeing-Spot für uns gewesen und mal wieder: ein unfassbar schönes, historisches Gebäude in Wien. Die Schlossanlage aus dem 18. Jahrhundert (zwischen 1714 und 1723 erbaut) setzt sich aus zwei Schlössern, dem Oberen Belvedere und dem Unteren Belvedere samt Schlossgarten zusammen. Wir waren nur am Oberen Belvedere und sind von dort aus durch die Gartenanlage zurück zum Hauptbahnhof geschlendert. Auch hier kann man wieder Eintrittskarten kaufen (Tickets) und sich die Gebäude von innen anschauen, aber diese Punkte haben wir uns ob des schönen Wetters und der begrenzten Zeit für den nächsten Besuch in Wien aufgehoben, den es definitiv geben wird!

Ich hoffe, euch hat mein kleiner 48h in Wien-Bericht gefallen und ich konnte euch durch Fotos und leckere Food-Tipps davon überzeugen, der österreichischen Hauptstadt einen Besuch abzustatten. Die Stadt ist wirklich absolut zurecht als lebenswerteste Stadt der Welt gekürt – auch wenn Düsseldorf und Hamburg, die ebenfalls in den Top 25 weltweit liegen, Wien in so gut wie nichts nachstehen, finde ich ;).
Ich verlinke euch hier noch ein paar Aktivitäten, solltet ihr im Voraus etwas buchen und mit etwas mehr Zeit auch die wunderbaren Schlösser und Museen von Innen anschauen wollen. Auch möchte ich nächstes Mal eine Stadtrundfahrt (Tickets) machen, um noch mehr Infos zur Stadt zu erfahren – vielleicht ist das ja auch etwas für euch?

MRS. BRIGHTSIDE – Fashion, Travel & Lifestyle Blog aus Düsseldorf
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