Hatte ich nicht ‘mal in einem Sumday-Post erwähnt, eine neue Kategorie, ‘Personal’, hier Einzug finden wird und dass in Zukunft ab und zu Beiträge zu Themen kommen, die mich bewegen, mir in den Sinn kommen oder passend zu bestimmten Anlässen behandelt gehören? Heute starten wir mit Beitrag No. eins, Nummer zwei und drei sind schon seit einiger Zeit in der Warteschleife… here we go!


Diese Zeilen hier zu tippen, besonders unter dem Gesichtspunkt der belehrenden Überschrift, ist ziemlich seltsam für mein Gemüt. Ich will nicht sagen, dass ich das Gegenteil von Spontanität in Person bin – doch ich plane gerne. Ich organisiere, ich schaue und denke Voraus und ich mag es, wenn gewisse Ereignisse und Abläufe geregelt sind. Das ist natürlich in den meisten Fällen eher positiv und praktisch, durchgeplant zu sein – und nicht selten greifen Freunde auf meine Angewohnheit oder mein ‘Talent’ zurück.
Doch wie heißt es so schön? ‘Overplanning kills magic’ – nicht immer ist gut organisiert sein der beste Weg.

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Kennt ihr dieses Gefühl, zu Wissen, dass euer Jahr immer besser und besser wird? Ich glaube an Schicksal, an den Spruch, dass wenn eine Tür sich schließt, eine andere sich öffnet, und dass nichts ohne Grund geschieht. Hätte mir jemand Anfang des Jahres erzählt, wie mein Leben jetzt zu diesem Zeitpunkt aussehen würde und welche tollen Dinge sich gefügt haben und noch auf mich warten, dann hätte ich ihm nicht geglaubt. Nicht, weil ich es nicht verdiene oder mich nicht dafür angestrengt habe – im Gegenteil. Ich habe gearbeitet, kontaktiert, organisiert und getan so viel ich konnte, damit ich den Rest des Jahres und das kommende zu Beginn so verbringen kann, wie mir der Sinn steht. Ich möchte euch nicht zu viel verraten, alles zu seiner Zeit.

Was mir jedoch den Anlass zu diesem Beitrag gegeben hat, ist meine ungewöhnlich spontane Aktion vom Montag. Wie gesagt – lest gerne erneut den ersten, offiziellen Absatz dieses Beitrages durch – ich bin nicht die spontanste Person unter der Sonne.
Montag wurde mir bedingt durch plötzliche Uni-Termine und Engpässe ein fest geplanter und fast gebuchter Urlaub abgesagt, was mich im ersten Moment natürlich traurig und auch ein wenig hilflos gestimmt hatte.
Wenn ich jetzt an den Tag zurück denke, ist es tatsächlich so, dass ich, trotz der Verstimmtheit, sofort “wer weiß, wofür das noch gut ist” dachte. Getreu dem Motto ‘nichts geschieht ohne Grund’.

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Ein paar meiner Uni-Freundinnen machen ab Ende August ein Auslandssemester auf Bali in Indonesien (übrigens bis zum letzten Winter über ein Jahr lang auch mein Plan – was ich euch natürlich damals nicht erzählt hatte, über ungelegte Eier spricht man nicht – oder wie war das?) und wohnen in einer Villa mit Pool auf der indonesischen Insel. Als dann am Montag mein zuvor ‘fest’ geplanter Urlaub platzte, sprach ich mich am selben Tag mit jenen Freundinnen ab und buchte spontan 5 Stunden später meine Flüge nach Bali.

Ein absolut untypische Aktion für mich – so schnell habe ich noch nie einen Urlaub gebucht. Und wisst ihr was? Das ist ein absolut tolles, ‘verwegenes’ Gefühl. Einige können das vielleicht nicht nachvollziehen, für euch ist das keine große Sache, aber für jemanden wie mich, der gerne in Ruhe organisiert, abwägt und Alternativen auskundschaftet, war das schon eine extrem spontane Aktion zwischen Idee (15:00h) und Buchung der Flüge (21:30h) an ein und dem selben Tag, an welchem ich beim Aufwachen noch geglaubt hatte, am Abend einen 10-tägigen Cluburlaub in Ägypten zu buchen.

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Jetzt warten im September 19 Tage Bali auf mich – und ich könnte nicht aufgeregter sein. Mein drittes Mal in Südostasien, das erste Mal in Indonesien. Natürlich bekommt ihr ausführliche Berichte wie letztes Jahr beim Backpacken durch Thailand, das lasse ich mir nicht nehmen.

Worauf ich eigentlich hinaus wollte – wenn ich auf die letzten drei Monate zurück blicke, war mein Leben so viel mehr spontaner als zuvor. Nicht nur das – denn nur ab und zu spontan sein allein reicht nicht – ich mache was ich will, wann ich will. Ich muss mich mit keinem absprechen, ziehe mein Ding durch und organisiere so, wie es mir passt. Es warten so tolle Dinge auf mich in diesem Jahr, und genauso habe ich schon einige, kleinere Dinge umgesetzt, die ich in den letzten anderthalb, zwei Jahren machen wollte und nie den Start oder Moment dazu gefunden habe. Ich möchte es an diesem Punkt nicht auf bestimmte Wendungen in meinem Leben schieben, aber ich glaube schon, dass es einen Umschwung-Zeitpunkt gab, der mir richtig gut getan hat.

Natürlich könnt ihr jetzt nicht von Grund auf euer Leben ändern, aber ich habe mir ein paar Tipps überlegt, die ich befolge, um die richtige Balance zwischen Planung und Spontanität zu finden.

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1. Schaffe dir ‘spontane Lücken’!

Manche Dinge kann man nicht ungeplant lassen und ich bekomme wahrlich die Krise, wenn manche Menschen ihre Termine nicht beisammen haben und generell gar nichts planen wollen. Das entspricht einfach nicht meiner Erziehung und meiner Denkweise und das wird sich auch niemals ändern.

Dennoch gibt es immer Dinge, die man variabel halten kann, wenn man will. Ich denke ich bin da nicht die einzige – und das mache ich auch nicht erst seit gestern, sondern im Prinzip immer schon – die sich Lücken für spontane Aktionen freihält.

Während meine Woche meist relativ durchgeplant ist und – ob ich will oder nicht – viele Termine unter einen Hut gebracht werden müssen, lasse ich mir gerne ein paar Abende oder vor allem Teile des Wochenendes relativ frei, um für spontane Ideen verfügbar zu sein.

Mir persönlich reichen diese Freiräume. Ich habe die richtige Balance gefunden zwischen geplantem Alltag und Möglichkeiten, bei denen ich auch kurzfristig zusagen kann.

2. Setze Dinge um, die du schon lange vorhast  – jetzt!

Ich kenne das – je älter man wird, desto mehr Verpflichtungen kommen auf einen zu. Der Alltag wird verplanter, man muss arbeiten, für die Uni lernen, Termine selbst organisieren und Wege allein erledigen.

Nach dem Abi sind einige meiner engsten Freunde/innen innerhalb NRW’s oder sogar in andere Bundesländer umgezogen. Natürlich nimmt man sich immer vor, seine Liebsten zu besuchen, aber wann findet man mal die Zeit dazu? Ständig ist irgendetwas anderes Wochen im Voraus geplant, und in den Ferien sind besagte Personen meist selbst in der Heimatstadt.

Schluss damit! Dass man selten sagen kann ‘morgen komme ich vorbei’ ist klar – aber legt spontan ein Datum fest und haltet euch dran. Wenn ihr andere Termine im voraus planen könnt, wieso nicht für jetzt in zwei Wochen einen Freundinnenbesuch einplanen? Sie freut sich darüber und ihr habt eine tolle Zeit zusammen. Zudem bin ich ein Mensch, der sich extrem über die kleinen Dinge des Lebens freut und auch auf ‘Events’ hin fiebert, die ‘nur’ ein Essen gehen oder eine Übernachtung in einer anderen Stadt beinhalten.

Auf diese Art habe ich in den letzten Wochen Wiesbaden, Künzelsau, Stuttgart, Münster und Bad Honnef besucht, vor anderthalb Jahren München.

Ein großes Plus: eine kleine ‘Alltagsflucht’ tut meist wahnsinnig gut, erweitert den Horizont und motiviert ungemein.

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3. Reisen, Reisen, Reisen!

Okay – absolut kein Geheimtipp. Aber im Alltag ist es oft getaktet, Verpflichtungen und Termine bestimmen unseren Alltag.

Urlaub dagegen ist das komplette Gegenteil und als Kontrast wahnsinnig erfrischend. Nicht umsonst liebt fast jeder es, auf Reisen zu gehen. Meine Freundinnen und ich haben im Ägyptenurlaub 2013 unseren persönlichen Running-Gag gehabt, indem wir mehrmals am Tag wiederholten, für nichts Zeit zu haben, da unsere “Termine” (am Pool liegen, chillen, bräunen, schwimmen, essen, repeat..) unseren Urlaubstag bestimmen.

Heißt im Klartext: du hast Zeit, für was auch immer du willst. Zeit, spontan zu sein, Zeit, genau das zu machen, worauf du gerade Lust hast, was du schon immer machen wolltest. Keine Verpflichtungen, keine Regeln. Reisen ist eine super Möglichkeit, mal spontan zu sein – besonders, wenn man es im Alltag eher selten kann.

Fotos via Pinterest (TravelsBali). Naturfotografien: Bali, Indonesien.

14 Kommentare

  1. corinne
    11. Juni 2015 / 18:20

    Endlich ein Beitrag ohne Sponsoring und ‘affiliate Links’…erfrischend – Daumen hoch

    • Vivien
      Autor
      12. Juni 2015 / 19:07

      Affiliatelinks sind ja nur Beiwerk in den Outfitposts :) Und Sponsoring versuche ich in einem 1/3 Maß einzubinden. Und na ja auf Modeblogs trifft man eben häufiger auf solche Links – Aber Danke, freut mich dass dir solche Beiträge gefallen, werde versuchen öfter mal so etwas zu posten!

  2. Sarah
    11. Juni 2015 / 18:55

    Ein super Post! Ich freue mich schon auf die Reiseberichte, jede Menge Fotos und vorallem mehr aus der Kategorie “personal” :)

    • Vivien
      Autor
      12. Juni 2015 / 19:08

      Freut mich! :) Danke!

      Die werden deeeefinitiv kommen – bin schon ganz aufgedreht haha

  3. 11. Juni 2015 / 18:58

    Bali, klingt toll und aufregend :)

    • Vivien
      Autor
      12. Juni 2015 / 19:06

      Ich bin auch suuuper aufgeregt! :)

  4. 11. Juni 2015 / 19:22

    Toller Artikel! :)
    Viel Spaß in Bali, da würde ich auch gerne mitkommen… :(

    • Vivien
      Autor
      12. Juni 2015 / 19:06

      Danke! :)

  5. Katharina
    12. Juni 2015 / 15:19

    Alles schön und gut was das Reisen und spontan sein angeht.. Aber es ist ja dann doch immer auch eine Frage des Geldes oder der Connections vor Ort ;) Oder wie bezahlt sich eine Studentin das alles? :)

    • Vivien
      Autor
      12. Juni 2015 / 19:06

      Indem sie zusätzlich zu 36 Std Uni in der Woche noch 15-20 Std in der Woche arbeitet ^^ klar ist es eine Frage des Geldes, aber eben auch eine Frage, wie man an das Geld kommt. Ich zahle meine Urlaube (oder generell alles was Freizeitvergnügen wie Reisen, Auto, Kleidung, Essen gehen und Co. betrifft) selbst und das tue ich, in dem ich arbeite, Geld spare bzw. für mich den Mittelweg finde, im Alltag Geld zur Verfügung zu haben und trotzdem in den Urlaub fahren zu können :D. Natürlich muss man sich Prioritäten setzen – wenn man gerade auf ein neues Auto, ein teures Technikgerät oder eine eigene Wohnung etc. spart, dann geht Urlaub eben mal nicht.

      Und klar, ich habe jetzt Glück dass ich Freunde auf Bali habe die ich besuche, aber jeder hat doch Freunde irgendwo – es muss ja nicht Bali sein. Und mein Backpacking-Urlaub im letzten Jahr 5 Wochen lang habe ich auch komplett selbst bezahlt und habe nicht bei Connections gewohnt sondern wir sind von Ort zu Ort gereist! Also finde das mit dem Geld und Connections ist nur ein Vorwand.

  6. 21. Juni 2015 / 18:32

    Ich freue mich sehr für dich <3 und auch auf deine Berichte von Bali :)
    Wünsche dir eine wunderbare Zeit dort!

    • Vivien
      Autor
      21. Juni 2015 / 21:29

      Ach Danke dir, das ist wahnsinnig lieb! :) Ich werde natürlich fleißig hier berichten! :)

  7. 22. Juni 2015 / 12:33

    Oh wie cool, für mich geht es im August auch nach Indonesien für 25 Tage! Und ich habe das auch sehr spontan gebucht bzw Ja gesagt, da mich mein Freund und seine Familie gefragt haben ob ich sie begleiten will, ich aber kein Geld für den Flug hatte. Jetzt haben sie mir den Flug ausgeliehen und ich bin so mega dankbar dafür, denn wer weiß wann ich nochmal die Möglichkeit habe einen Familienurlaub in Indonesien zu machen? Im September fange ich nämlich meine Ausbildung an und da werde ich erstmal was das Reisen angeht ziemlich zurück stecken müssen.. (bin jetzt fast 3 Jahre lang immer völlig frei und spontan gereist, da ich nur gejobbt habe). Es freut mich jedenfalls für dich das du dir diese Spontanität erhälst, das kommt nicht mehr so oft vor, finde ich! Und wünsche dir natürlich ganz viel Spaß auf Bali ! Wirst du nur in Bali bleiben oder auch andere Orte in Indonesien besuchen? :)

    Liebste Grüße
    Jasmin von nimsajx.blogspot.de | travel & lifestyle blog

    • Vivien
      Autor
      22. Juni 2015 / 12:44

      Ohh, das klingt ganz ganz toll, ich wünsche dir wahnsinnig viel Spaß! :) Ist auch echt lieb, dass dir die Familie etwas vorstreckt, damit das klappt! :)

      Ich werde nur auf Bali sein, aber auch ein, zwei Ausflüge auf die Gilis machen :) Ansonsten lasse ich das komplett offen! :)

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