Endlich, endlich kommen wir zum letzten Teil meines Thailand Traveldiarys. Ja, ich habe mich wahnsinnig gefreut euch an meinen Erlebnissen teilhaben zu lassen – aber irgendwann nervt es schon, stets über das gleiche Thema zu bloggen. Hinzu kommt, dass ich langsam an Gedächtnisschwund leide und bei jedem Beitrag Restaurants, Daten und Orte nachschauen muss, um ja nichts zu verwechseln – der Nachteil daran, wenn man es euch so ausführlich wie möglich machen will.

Zudem bin ich schon so sehr in Herbststimmung, vor allem, nachdem ich vorgestern exzessiv für diesen Shoppen war (oh je, oh je..) und es draußen eher nach Regen als nach allem anderen ausschaut.

Trotzdem haben auch Ao Nang und Krabi einen eigenen Beitrag verdient, für den letzten reicht meine Puste noch. Im Anschluss kommt am Freitag übrigens ein Thailand Fact’s & Tips Post, für alle, die auch so eine Art Reise planen – und habt ihr eigentlich schon mein letztes Outfit vom Sairee Beach gesehen?

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14.09. Vom 14.09. bis zum 18.09., sprich unsere letzten Tage in Thailand, verbrachten wir in der Festland-Region Krabi. Gewohnt haben wir in der Stadt Ao Nang, die u.a. für ihren schönen Strand (den wir kein einziges Mal zu Gesicht bekamen..) bekannt ist. Ihr könnt es euch denken und auch anhand der Bilder erahnen – das Wetter war beschissen. Wir haben es uns trotzdem nicht nehmen lassen, Dinge zu unternehmen und uns sogar in den Regenpausen schnell an den Pool zu legen. Zu allem Übel war die Poollandschaft und generell das ganze Hotel, in dem wir in Ao Nang wohnten, super schön wie ein Dschungel angelegt. Unser Hotel hieß ‘Somkiet Buri Resort’ und war auf unserer Reise das teuerste, jedoch hatten wir dort Frühstück inbegriffen, somit läpperte sich dies wieder.

Am Sonntagmorgen wurden wir also um 5:30 vom Hotel auf Koh Tao zum Pier gebracht, wo wir  mit der Fähre Koh Phangan und Koh Samui abklapperten und schließlich Surat Thani erreichten, wo wir direkt in einen komfortablen Reisebus verfrachtet wurden, der uns erst nach Krabi Town brachte. Von dort aus ging es einen kurzen Weg mit dem Minivan nach Ao Nang direkt vor’s Hotel. Das ganze hat uns lediglich 300 Baht pro Kopf, was etwa 7,50€ ausmacht, gekostet und wir waren ca. 7 Stunden unterwegs. Den Nachmittag lagen wir, bis es anfing zu regnen am Pool. Abends erkundeten wir das Städtchen und gingen etwas kleines zu Abend essen.

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15.09. Am Montag war das Wetter nach wie vor sehr sehr schlecht, monsunartige Regenschauer kamen auf Krabi herab – trotzdem ließen wir es uns nicht nehmen und fuhren zunächst nach Krabi Town, um dort das gelobte Vogue Shoppingcenter zu erkunden. Begeistert waren wir nicht – es war eben ein typisches, asiatisches Center mit viel Ramsch, wenig brauchbaren Klamotten und wenn, dann für thailändische Verhältnisse vollkommen überteuert. Danach machten wir uns auf nach Outlet Village, welches etwas außerhalb liegt, und trafen dort auf ein richtig westliches Outlet Städtchen wie z.B. das in Roermond in Holland (mindestens die NRWler unter euch sollten dies kennen?) nur in viel kleiner. Dort trafen wir auf richtig gute Geschäfte wie große Sportläden mit Adidas, Nike und Co., Lacoste, Timberland und weitere. Wir beide machten gute Schnäppchen dort, für Thailand mit unsere teuersten Einkäufe aber im Vergleich zu deutschen Preisen immer noch lohnenswert.

Am Abend ging es wieder nach Ao Nang zum Abendessen, und wir starteten unsere dreitägige Massageroutine, die wir von da an jeden Abend einhielten, da dies dort so wahnsinnig günstig ist und wir einen guten und freundlichen Salon fanden, der zu unserem Abendprogramm wurde.

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16.09. Heute wird’s wieder bilderreicher – wir machten den lang gewünschten Ausflug in den Dschungel! Eigentlich hatten wir eine größere Tour vor, mit Elefantentrekking, Wandern im Dschungel, Kanufahren, in Wasserfällen schwimmen, in einem Thaidorf zu Mittag essen und Tempelanlagen begucken. Leider war a) das Wetter erneut so mies dass dieses vom Veranstalter gecancelt wurde und b) meldete sich an diesen Tagen niemand sonst für das Programm an. Der Veranstalter bot uns an, für einen viel viel günstigeren und sehr guten Preis wenigstens Elefantentrekking zu machen und die Tempelanlagen der Tiger Cave zu besuchen – besser als nichts!

Ich sage gleich: einige Bilder sind sehr verschwommen, da entweder nicht von uns gemacht, oder weil es auf dem Rücken des Elefanten recht wackelig war bzw. das Tier sich bei der Fütterung logischerweise viel bewegt hat. Trotzdem reicht es für ein paar Eindrücke, schätze ich!

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Seitdem ich 2012 schon auf Elefanten durch den Dschungel geritten war bin ich verliebt in die grauen Dickhäuter und wollte unbedingt, dass mein Freund das Erlebnis mit mir teilt. Unsere 47-jährige Elefantendame ‘Oy’ (so klang es, als der nette Elefantenführer der sie wirklich (!) gut behandelt hat uns ihren Namen verriet) trug uns sicher durch den Dschungel, entkam mit uns auf dem Rücken dem Monsunsturm, der ab der Hälfte des Weges einsetzte und ließ sich von uns geduldig mit Bananen füttern und streicheln. Ich war im siebten Himmel und konnte nicht aufhören zu grinsen – ich liebe Elefanten!

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Im Anschluss brachte uns der Veranstalter zur Tiger Cave etwa 20 Minuten von dort entfernt – und ab da wurde der Ausflug mehr schlecht als recht, wenn auch im Nachhinein ganz witzig. Wir hatten eine geführte Tour erwartet, wurden jedoch lediglich mit den Worten ‘in 2,5 Stunden hole ich euch wieder ab, wenn etwas ist, hier ist meine Nummer’ am Tempel herausgelassen – im strömenden Regen.

Wir begutachteten halbherzig einige Bauwerke, die an sich natürlich imposant sind, jedoch ist die ganze Geschichte im Regen eher weniger spaßig. In der Tiger Cave selbst war es wenigstens trocken und wir konnten Mönche bei der Arbeit sehen, was wieder etwas spannender war. Zwischendurch rief ich unseren Veranstalter an, ob er nicht eine Stunde früher kommen könnte, und er sagte zu. Es blieb also noch eine Stunde herumzukriegen.

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Eine Besonderheit des Tiger Cave Tempels ist der Aussichtspunkt, welcher durch eine steile Treppe durch den Dschungel mit 1237 Stufen (!!) zu erreichen ist. Da es nicht mehr so stark regnete machten wir uns auf den Weg nach oben, ich nach 150 Stufen schon einem halben Herzinfarkt nahe, da bemerkten wir einen kleinen Affen am Rande der Stufen.

‘Oh, ein Äffchen’ dachte mein tierliebes und generell auf flauschige Tiere wie eine Wünschelrute ausschlagendes Herz sofort. Tja, Meter weiter saßen einiger dieser ‘Äffchen’, blockierten den Weg und schauten uns verstimmt an. Wir machten den Fehler und blieben stehen, was den größeren unter ihnen die Gelegenheit gab, uns zu bedrohen und anzuknurren. Wir machten, dass wir herunter kamen, denn hoch ging es ja nicht. Nach einigem hin und her ob wir es doch wagen sollten, uns vorbei zu stehlen, war die Zeit mittlerweile zu knapp und wir verbrachten die restlichen Minuten wartend auf unseren Veranstalter.

Alles in allem war es ein lustiger Ausflug und mit dem Wetter als Hindernis haben wir das beste daraus gemacht und wenigstens etwas erlebt.

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17.09. Unser letzter, richtiger Tag in Thailand – Wahnsinn, wie schnell ein Monat vergeht. Wir verbrachten einige Zeit am Pool und brachen am Nachmittag  recht früh auf, um noch ein wenig shoppen zu gehen, in Ruhe zu Abend zu essen und uns noch eine letzte Massage zu gönnen.

Das weiße Kleid habe ich auf Koh Samui gekauft und die ganze Zeit auf den Moment gewartet, wo ich am gebräuntesten bin und es schön am Strand tragen kann. Pustekuchen, das hauptsächlich miese Wetter hat mich weder sonderlich braun werden lassen im Vergleich zu sonst noch wurde es die angedachte Strandkulisse. Trotzdem – der Dschungel gefällt mir auch ganz gut!

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18.09. Am Morgen des Donnerstages ging es sehr früh los Richtung Phuket, nach etwa einer Stunde warten an einer Zwischenstation in Krabi ging es drei Stunden bis zum Phuket Flughafen, wo wir weitere sieben Stunden auf den ersten, siebenstündigen Flug nach Abu Dhabi warten mussten. Dieser hatte wegen eines Triebwerkfehlers auch noch viel Verspätung, während wir jedoch schon im Flieger saßen – ich sah einen ganzen Film bevor wir überhaupt in der Luft waren. Gehetzt kamen wir in Abu Dhabi an und verpassten beinahe unseren Flieger nach Düsseldorf, erneut 6-7 Stunden. Morgens um 8 Uhr landeten wir endlich in Deutschland – und das ist das Ende der G’schicht.

9 Kommentare

  1. 24. September 2014 / 21:15

    Du hast die 4 Wochen gut an deine Leser übermittelt wie ich finde. Immer schöne Bilder und detaillierte Berichte. Super!

    • Vivien
      Autor
      25. September 2014 / 11:41

      Freut mich, das war mein Ziel! :)

  2. Jule
    25. September 2014 / 15:44

    Ich bin eigentlich eher ein ‘stiller Leser’ deines Blogs. . Aber deine Berichte über eure Reise haben mich sehr beeindruckt und mir wirklich gefallen. . Auch generell hat dein Blog ein großes Lob verdient und ich freue mich immer über neue Artikel. .
    LG

    • Vivien
      Autor
      25. September 2014 / 16:06

      Hallo Jule,

      dann freut es mich umso mehr, dass meine Berichte dich zu einem Kommentar gebracht haben! Es freut mich, dass dir mein Blog und auch meine Reiseberichte gefallen und du gerne hier her kommst, um mitzulesen! :)
      Natürlich freue ich mich auch auf zukünftige Kommentare von dir!

      LG!

  3. 26. September 2014 / 14:54

    Sehr schade dass es jetzt vorbei ist. Ich hab die Thailand Posts wirklich sehr gerne gelesen. Super schöne Bilder und toll erzählt :)

  4. 16. April 2015 / 20:16

    Hab grad alle deine Thailand Berichte gelesen und fand sie wirklich cool :)
    Als ich allerdings grad dein Bild vor diesem Tempel gesehen hab, dacht ich nur “echt jetzt?” Sorry das sagen zu müssen, aber in Tempeln sollte man sich definitiv bedeckter kleiden, so freizügig ist das echt respektlos! Dachte anhand deiner anderen Berichte würdest du das wissen…

    • Vivien
      Autor
      17. April 2015 / 11:02

      Danke, freut mich, dass sie dir gefallen!

      Na ja, nein, alle waren dort so gekleidet und uns wurde auch nicht gesagt, dass wir uns sonderlich bedecken sollten. Zumal wir nicht in geschlossenen oder noch aktiven Gebetstempeln waren. Das waren alles offene Stätten (wie du auf den Fotos siehst) wo man einfach durchläuft wie durch einen Park. Zudem waren wir vorher auf Safari wo wir nicht unbedingt lange Sachen tragen wollten. :)

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