Ich weiß nicht, wie ihr vorgeht, wenn ihr eine neue Bloggerin entdeckt, aber bei mir geschieht das meist nach ein und dem selben Schema. Ich entdecke eine Persönlichkeit auf Instagram, folge ihr aus der ersten Begeisterung hinaus und nehme mir vor, sie später ein wenig “genauer unter die Lupe zu nehmen”. In einer ruhigen Minute packe ich meine Stalking-Skills aus (hört sich schlimmer an, als es ist): ich versuche schlicht, ein wenig mehr von der Person zu erfahren und etwas von dem zu hinter blicken, was sie bisher so öffentlich von sich preisgegeben hat.

Dabei dürfen wir natürlich nicht vergessen, dass alles was online passiert immer noch in der Feder des Autors liegt, heißt: wir zeigen nur die Stückchen Persönlichkeit, die wir auch zeigen möchten. Alles ist irgendwo geschönt und ich würde nicht behaupten, irgendeinen Blogger, ohne je mit ihm persönlich in Kontakt getreten zu sein, wirklich zu kennen. Nichtsdestotrotz erhält man einen gewissen Einblick in das Leben der Person, und tatsächlich kann ich erst nach einer kleinen “Recherche” und ein paar gelesenen Blogbeiträgen so richtig Spaß am Lesen des Blogs finden. Im Umkehrschluss fällt es mir auch meist richtig schwer, Leute nicht mehr zu abonnieren, denen ich schon seit Jahren auf diversen Social Media Kanälen gefolgt bin, schließlich fühlt man sich irgendwie näher als man sollte, so über die Distanz.

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Ich mag Bloggerinnen, die ein bisschen über sich preisgeben – einen am Leben teilhaben lassen, gute und schlechte Dinge teilen, ein wenig die Oberfläche ankratzen. Ich meine damit bei weitem nicht, dass man sein halbes Liebesleben und Gefühlschaos auf solchen Plattformen erörtern muss oder jeden Streit, jedes Problemchen offen darlegen sollte – es geht mir eher darum, ein bisschen Charakter zu erkennen, unter all den Designertaschen und dem hübsch konturierten Gesicht.

Ich habe vor Ewigkeiten mal einen “53 Facts about me” Post mit euch geteilt, das ist tatsächlich bereits dreieinhalb Jahre her. Ich dachte mir, es wird mal wieder Zeit, ein paar kleine Details mit euch zu teilen, die ihr vielleicht noch nicht wusstet? Wenn ich von anderen “erwarte”, einen kleinen, privateren Einblick zuzulassen, muss ich das schließlich auch erfüllen! Here we go, meine 10 Fakten:

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1. Ich wurde noch nie geblitzt

Ich habe schon zwei kleine “Unfälle” gebaut, wurde jedoch in mittlerweile sechs Jahren Autofahrens noch nie geblitzt. Ich bin mir aber sicher, dass wenn ich regelmäßig einen schnelleren Automatikwagen fahren würde, das schon des Öfteren passiert wäre.

2. Grün war mal meine Lieblingsfarbe, weil sie mir leid tat

Ja, ich habe Mitleid mit Farben. Im Kindergarten war meine Lieblingsfarbe Rot, schon immer. Bis ich festgestellt habe, dass keiner auf meine Nachfrage hin antwortete, dass seine Lieblingsfarbe Grün sei, ich hörte immer nur Blau, Rot, Gelb, Orange oder Pink. Von da an war Grün meine Lieblingsfarbe, einfach aus Prinzip.

3. Ich bin tätowiert

Seit Anfang dieses Jahres habe ich ein Tattoo auf den Rippen. Manch einer von euch hat es schon auf meinen Instagramfotos erspäht, so richtig darüber gesprochen oder es gezeigt habe ich bisher noch nicht. Das hat den Grund, dass ich es einzig und allein für mich und nach jahrelangem Überlegen gemacht habe, und nicht für Social Media. Trotzdem werde ich demnächst mal einen kleinen Beitrag darüber schreiben.

4. Ich mag keine Hausschuhe

Noch nie gemocht – ich fand Hausschuhe immer doof. Zuhause laufe ich am liebsten in Kuschelsocken herum – gerne auch mit Stoppern darunter. Im Sommer lasse ich mich maximal auf Birkenstocks ein, die streng genommen zwar mal von den Erfindern als Hausschuhe gedacht waren, von mir aber als normale Schuhe getragen werden und deshalb nicht zählen. Der einzige Moment, in dem ich Hausschuhe tragen musste, war in London – der schmutzige Küchenboden durch meine Mitbewohner ließ laufen auf Socken nicht zu.

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5. Ich liebe Kerzen, zünde aber nie welche an

Ich könnte mich tot kaufen an Kerzen, zünde aber nur äußerst selten welche an, weshalb ich mich stark zurückhalten muss, nicht ständig neue zu kaufen. Besonders Yankee-Candles haben es mir mit ihren tausend Duftnoten angetan, aber wofür? Auch Dyptique-Kerzen sehen toll aus – die machen sich auch als Dekoration richtig gut! Habt ihr da einen Lieblingsduft?

6. Ich muss meine Koffer sofort auspacken – immer

Dafür werde ich regelmäßig aufgezogen: Sei es nach einem mehrwöchigen Sommerurlaub oder zweitägigen Kurztrip – ich muss mein gesamtes Gepäck direkt nach dem heim kommen auspacken. Egal wie spät am Abend es ist, wie doll mein Jetlag ist oder was ich sonst zu erledigen habe. Das einzige, was ich vor dem Auspacken mache, ist duschen und ggf. etwas essen. Ansonsten werden, bevor ich mich richtig ausruhen kann, alle Koffer und Handgepäckstücke leergeräumt und wegsortiert. Ich kann den Gedanken daran nicht ertragen, dass getragene Wäsche darin vor sich hin gammelt, ich eh die Hälfte der Kosmetika in Kürze brauche und auch meine Mitbringsel verteilt werden wollen.

7. Meine Lieblingsblumen sind Kakteen & Gerbera

Meine Lieblingsblumen sind Kakteen und Gerbera! Erstere, weil sie so pflegeleicht sind, letztere, weil ich sie seit ich 10,12 bin regelmäßig von meiner Mama geschenkt bekomme und einen Narren an ihnen gefressen habe. Ich mag allerdings auch schöne Rosen, Orchideen, Hortensien und Sonnenblumen.

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8. Es gibt kein Lebensmittel, welches ich nicht mag

Tatsächlich bin ich das genaue Gegenteil eines “picky Eaters”. Ich mag tatsächlich alles, muss immer jegliche Gerichte probieren und von anderen Tellern stibitzen und kann mich in Restaurants nur schwer entscheiden, weil ich auf fast alles Lust habe. Natürlich gibt es grundsätzlich Richtungen und Gerichte, die ich lieber und weniger gerne esse, aber grundsätzlich kann man mir vorsetzen, was man will. Das sehe ich als absoluten Vorteil, denn ich habe gegen kein Gemüse, kein Gewürz und keine speziellen Lebensmittel eine Abneigung. Das heißt übrigens nicht, dass ich keinen Wert auf Qualität oder gute Zubereitung lege, ich bin schlicht kompatibel mit allen Zutaten. Einzige Einschränkung? Zu viel Koriander, Ingwer oder Chili sind nicht ideal, und wenn ich ein Ei koche, muss das Eiweiß komplett hart sein, sonst wird mir schlecht.

9. Mein Ohr war mal halb ab- und durchgerissen

Mit sieben Jahren hatte ich einen schlimmen Fahrradunfall, bei welchem ich mir eine sehr unschöne Kopfverletzung an der Stirn zuzog, die mit 24 Stichen genäht werden musste, und zu allem Übel zusätzlich mein Ohr halb ab- und durchriss. Glücklicherweise konnten die Ärzte damals mit Nadel und Faden umgehen und mein Ohr sieht aus wie ein normales Ohr. Bei meiner Harry Potter-Stirnnarbe merkt man zum Glück neben dem optischen Narbengewebe nur einen Spalt im Knochen. Ich persönlich mag Narben übrigens – sie haben immer eine Story zu erzählen.

10. Beim Ablauf des Heiligabends bin ich engstirnig

Ich liebe Weihnachten über alles und bin, was den Ablauf des Heiligabends betrifft, sehr “engstirnig”. Für mich gibt es den einen Ablauf, den meine Familie und ich von klein auf zelebriert haben, und ich weiche auch nur ungern davon ab. Im Gegenteil kann ich es zum Beispiel nicht verstehen, wenn bei einigen Familien der Heiligabend um 10 Uhr abends schon vorbei ist, oder noch schlimmer, einige am absoluten Familientag feiern gehen. Das muss natürlich jeder selbst wissen und ich mische mich da auch nicht ein, aber für mich käme so etwas nicht in Frage.

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