In Part 1 hatte ich euch bereits von den ersten vier Tagen berichtet – und zudem einige Informationen über unsere Entscheidung, nach Sri Lanka zu fliegen, sowie Hotel & Flug, zu den Essgewohnheiten und zum Wetter geliefert. Heute möchte ich euch etwas zu den Menschen dort, dem allgemeinen Tourismus und den Kosten sowie der Planung der Reise erzählen und natürlich mein kleines Reisetagebuch mit Tag fünf bis neun weiterführen!

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Die Menschen in Sri Lanka

Ein Aspekt, der uns sofort nach wenigen Augenblicken in Sri Lanka aufgefallen ist und sich durch den gesamten Urlaub gezogen hat, ist die Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft der Menschen in Sri Lanka. Wirklich, ich habe selten so ein herzliches, nettes und unterstützendes Völkchen wie die Sri Lanker kennen gelernt. Ich habe bereits im ersten Teil erwähnt, dass im Hotel durch die Bank weg das gesamte Personal gut Englisch und viele sogar recht ordentlich Deutsch gesprochen haben. Das hat sich übrigens auch auf der Straße, in Geschäften und anderen Örtlichkeiten bestätigt – eigentlich jeder spricht dort gutes Englisch und wirklich viele Deutsch. Wir wurden direkt am Flughafen, als wir Ewigkeiten vergeblich auf unsere Koffer warteten, von einem Gepäckmenschen auf Englisch angesprochen, welcher, nachdem er herausfand, dass wir Deutsche sind, von ungefähr jedem Wort, welches ihm zu den Gegenständen auf dem Gepäckband (Fernseher, Koffer, Gepäck, Geschenk) in den Sinn kam, die deutsche Übersetzung haben wollte. Man hat wirklich gemerkt, wie interessiert er daran ist, die Sprache wirklich zu verstehen und hat uns teilweise mit grammatikalischen Regeln überrascht. Unser Freund Sunil war das beste Beispiel dafür, dass man sich ohne Lesen und Schreiben zu können rein vom Sprechen her eine Sprache fast perfekt beibringen kann.

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Zu der Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft ist wirklich zu sagen, dass wir, egal, wo wir vor ein Problem oder eine unbekannte Situation stießen – ob es nun die fehlenden Koffer, die Suche nach Ersatzkleidung, Assistenz an der Rezeption, Führung durch Land und Leute oder welche Begebenheiten auch immer aktuell waren –  mit Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft seitens der Einheimischen überschüttet wurden. Und anders als bei einigen, anderen Völkern hatte man nicht das Gefühl, dass dieses Verhalten aufgesetzt oder mit Hintergedanken war. Egal welchen Sri Lanker man auf der Straße ein paar Sekunden angeschaut hat, man wurde stets mit breitem Grinsen zurück betrachtet, ob Mann, Frau oder Kind. Insgesamt haben wir uns wirklich wohl gefühlt, bis auf den Fakt dass wir eben oft die einzigen Touristinnen und deshalb häufig ein kleines “Phänomen” waren und es leider immer schwarze Schafe gibt, wurden wir wirklich freundlich empfangen.

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Der Tourismus

Ich habe bereits mehrfach erwähnt, dass der Tourismus in Sri Lanka wirklich nicht zu vergleichen ist mit dem Tourismus in Thailand, Indonesien oder anderen asiatischen Ländern. Ja, wir waren in der absoluten Nebensaison dort und ja, das Hotel war leer (was es sonst nicht ist), wir hatten das Glück, Ausflüge ganz auf uns und unsere Wünsche zugeschnitten und unter uns erleben zu können und das ist sicher nicht die Regel während der deutschen Wintermonate. Aber man merkt an den Gegebenheiten der einzelnen Städte und Orte und an den Reaktionen der Einheimischen, dass Touristen eben nicht unbedingt Gang und Gäbe sind.

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Das hatte definitiv Vor- und Nachteile. Ein riesiger Vorteil, der unserer Meinung nach alles andere überwiegt ist, dass das Land eben noch sehr ursprünglich ist, man das Gefühl hatte, die Dinge, die man dort erlebt, das Essen was man isst, die Kultur die man annimmt und erlernt wirklich traditionell und “natürlich” ist und nicht auf den Touristen zugeschnitten und perfekt durchgeplant wurde, um das Bild zu kreieren, das der Tourist von dem Land hinterher haben soll. Natürlich rücken sich auch dort die Menschen ins rechte Licht, versuchen ihre Produkte gegenüber denen der anderen anzupreisen und sicherlich gibt es auch einige Touristen-Attraktionen und gehobene Preise für westliche Besucher. Aber das alles geschieht in einem so viel geringeren Ausmaß als z.B. in Thailand, dass man sich wirklich dem ursprünglichen Land näher fühlt. Wir schätzen, dass das Land mehr im Kommen ist und sich in den nächsten 10, 20 Jahren sicherlich im Hinblick auf das Angebot für Touristen so einiges tut und wir sind deshalb wirklich froh, jetzt zu diesem Zeitpunkt dort gewesen zu sein. Uns hat natürlich in die Karten gespielt, dass wir bis auf am Sigiriya-Felsen und im Elefanten-Waisenhaus kaum auf andere Touristen gestoßen sind, und wir eigentlich alle Orte komplett für uns und unseren Guide unter all den Einheimischen hatten.

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Negative Aspekte gibt es trotz alledem. Manchmal war es wirklich anstrengend – so nett die Menschen dort auch sind – dass Touristen dort nicht so üblich sind. Auch wurden wir teilweise ewig verfolgt oder angequatscht, weil wir schließlich die einzigen potenziellen Käufer weit und breit waren – in touristischeren Ländern kommen alle paar Sekunden weitere Käufer vorbei, da interessiert es nicht, wenn einzelne weiter gehen. Was uns am meisten “gestört” hat war, dass man abends als junge Menschen, die gerne auch Abendprogramm hätten, aufgeschmissen war. In der Ecke, in der wir gelebt haben, gab es weit und breit nicht einmal andere Hotels, am Strand gab es ein einziges Restaurant (in dem nie jemand war) und einen Strandshop. In die Stadt kam man alleine nicht und abends wollte man sich sowieso nicht dort aufhalten. Man hat extrem gemerkt, dass dort eben nichts für Touristen angeboten wurde, sondern die Einheimischen schlicht und einfach in ihrer gewohnten Umgebung leben. Keine geschönten Restaurants, fancy Beach-Clubs, schicke Boutiquen oder andere, für Touristen hergerichtete Orte. Tagsüber haben wir den wenigen Tourismus genossen, abends waren wir wohl oder übel an unser Hotel gebunden, wo durch die geringe Zimmerbelegung auch nicht wirklich viel passiert ist. Nicht, dass wir zwei Mädels unbedingt 24/7 Bespaßung brauchen, im Gegenteil, aber Dinge wie ab und an am Strand in einige Beachbars gehen, einen Cocktail schlürfen oder über Food-Märkte und Einkaufsstraßen bummeln wie in Thailand oder auf Bali waren dort absolut nicht möglich. Shoppen konnte man dort übrigens in keiner Weise, wenn man nicht unbedingt die 94. Elefantenhose haben wollte. Ein bisschen habe ich die hübschen Shops aus Bali oder Koh Tao vermisst…

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Kosten & Planung

Kommen wir zu einem der für euch interessantesten Punkte. Wir haben knapp drei Monate vor Abflug eine Pauschalreise bestehend aus neun Nächten im Hotel “The Palms Beruwela” mit All Inklusive-Verpflegung (mehr zum Hotel könnt ihr im ersten Beitrag lesen), Transfer vom Flughafen und zurück sowie den Flügen von Düsseldorf nach Colombo über Abu Dhabi gebucht. Für dieses Paket haben wir knapp 1.990€ für zwei Personen gezahlt, also ca. 1.000€ pro Kopf. Das ist für 10 Tage Sri Lanka inkl. Verpflegung und den Langstreckenflügen wirklich nicht viel. Zudem sind wir mit einer top Airline und geringen Umsteigezeiten geflogen, was wirklich ein Segen war.

Wir wollten ursprünglich 12-14 Tage in den Urlaub fliegen, haben uns dann jedoch zugunsten von mehr Ausflügen dagegen entschieden, um das Geld lieber in die Trips vor Ort zu stecken. Für die geplanten Ausflüge (Zweitages-Trip inkl. stundenlanger Autofahrt, Übernachtung inkl. Verpflegung in Kandy, Elephant Orphanage-Besuch, Plantagenbesuche, Kandy-Dance, Besuch des großen Tempels sowie der Eintages-Trip inkl. Safari im Udawalawe-Nationalpark, Mittagessen und Besuch der Turtle-Hatchery) haben wir 300€ pro Person gezahlt. Das mag auf den ersten Blick viel erscheinen, wenn man sich jedoch vor Augen hält, was alles mit im Preis inbegriffen war, merkt man schnell, dass für die Guides gar nicht so viel übrig bleibt, zumal man bei den deutschen Reiseveranstaltern trotz viel größerer Gruppen und Reisebusse 50% Aufschlag gezahlt hätte. Auch haben wir teilweise die großen, preislichen Unterschiede mitbekommen – beispielsweise am LionsRock zahlt man als Einheimischer umgerechnet 80 Cent (!), als Tourist 38€. Aus diesem Grund haben wir am Ende noch ein ordentliches Trinkgeld und einige Geschenke draufgelegt, zudem gab es 1,2 Mitbringsel für die Daheimgebliebenen, was sich insgesamt noch mal auf knapp 100€ pro Kopf belief.

Hotel, Transfer, Flug: 1.000€ p.P.

Geplante Ausflüge: 300€ p.P.

Sonstiges: ca. 100€ p.P.

= 1.400€ pro Person für 10 Tage Sri Lanka

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Traveldiary – Tag 5 bis 9

Tag 5 – Sonntag

Samstagabend sind wir natürlich völlig fertig ins Bett gefallen. Sonntag ging es erneut früh los, diesmal gegen 6:30 Uhr. Diesmal stand der berühmte Lions Rock auf dem Plan, der Löwenfelsen in Sigiriya. Der Lions Rock ist eine der Hauptattraktionen in ganz Sri Lanka – ich schätze, jeder Tourist schaut sich den Berg an und besteigt ihn im besten Fall auch. Leute, das war ein Akt. Svea und ich hatten Tage vorher Panik vor dem Aufstieg – immerhin sind es 1200 Stufen bis nach oben; wie wir alle wissen ist Treppensteigen die schlimme Steigerung von Bergwanderungen. Am Ende war es tatsächlich weniger schlimm als wir dachten, und die Sicht hat sich wirklich gelohnt. Auch die Geschichte dahinter (einst lebte ein König auf dem Berg, welcher sich dort seine Anlage bauen und regelmäßig Nahrung und andere Güter den Berg hinaufschleppen ließ) war interessant und für uns war der Aufstieg wirklich ein Must-Do.

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Nach dem Abstieg waren wir recht kaputt und verstaubt, nach einer kleinen Pause ging es weiter auf eine Tour. Wir fuhren mit einem traditionellen Ochsenkarren durch die Walachai, über Plantagen und Felder bis hin zu einem See mitten im Nichts, von welchem wir aus den Lions Rock sehen konnten. Dort ging es weiter auf einen kleinen Katamaran, mit welchem wir auf eine Art Insel übersetzten.

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Auf der Insel lebte eine kleine Familie in einer Lehmhütte, ihr Wasser bezogen sie aus einem Brunnen, die Kochstelle war eine bloße Feuerstelle und einige Steine, und das Baumhaus vor der Tür diente als Aussichtsplattform. Ihr Geld haben sie wohl damit verdient, dass Menschen wie Sunil alle Jubeljahre ein paar Touristen mitbringen, die bekocht werden. Wir waren natürlich (wie immer) die einzigen Gäste dort und ich sage euch, das mit Abstand beste Essen haben wir dort von der Familie in Palmenblättern serviert bekommen. Wir konnten gar nicht genug kriegen von den traditionellen Speisen und hätten alles darum gegeben, dieses Essen für den Rest des Urlaubs im Hotel serviert zu bekommen.

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Danach ging es auch schon auf den Heimweg, der uns so eiiinige Stunden kosten sollte, da am Sonntag ein politischer Feiertag in Sri Lanka war und wir leider Ewigkeiten im Stau standen. Wir kamen wirklich erschöpft und mit gemischten Gefühlen aus Gereiztheit und Albernheit (“nach müde kommt doof”, oder wie war das?) nachts im Hotel an und fielen tatsächlich nur noch ins Bett.

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Tag 6 – Montag

Am Montag hatten wir nach dem Wochenende nur eines im Kopf: Entspannung. Wir verbrachten den gesamten Vormittag und frühen Nachmittag auf gemütlichen Liegen am Strand, lasen ausgiebig unsere Bücher und kühlten uns zwischendurch im Pool ab. Am Nachmittag hatten wir mit Sunil ausgemacht, dass er uns den Wochenmarkt zeigen würde, auf welchem Obst, Gemüse und Fisch feilgeboten wird. Positiv zu vermerken ist, dass es – wie er es uns prophezeit hatte – weitaus angenehmer ist, mit ihm durch die Städtchen zu laufen, als auf eigene Faust. Wir wurden in seiner Begleitung kein einziges mal angesprochen, wir mussten uns nicht mit aufdringlichen Händlern oder anstrengenden Blicken auseinandersetzen.

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Der Markt an sich war wirklich ein ganz schöner Kulturschock. Hier merkte man tatsächlich erneut, dass dieses Angebot nicht auf Touristen ausgelegt war, sondern tatsächlich nur als Einkaufsmöglichkeit für die Bewohner diente. Der Markt war ein Sammelsurium an aneinander gequetschten Plätzchen mit riesigen Plastikplanen als Dach. Die Händler verkauften dort wirklich alles, was in die Obst/Gemüse/Fisch/Fleisch und Nuss/Trochenfrucht-Richtung geht. Nein, es roch leider nicht immer und überall angenehm. Insgesamt war es sehr schmutzig und viele der Lebensmittel hätten wir als “verwöhnte Europäer” vermutlich nicht gekauft oder gegessen. Die Kürbisse und Zucchinis wurden kurzerhand mit einer Mini-Machete geteilt und in Tüten geworfen, wenn es zum Verkauf kam, und um den Preis auszurechnen haben die Händler uralte Waagen mit Gegengewichten verwendet. Es wurde geschrieen und gehandelt und gerufen, insgesamt ein richtiges Durcheinander. Trotzdem sind wir froh, dorthin gefahren zu sein. Es war wirklich eine unvergessliche Erfahrung, wir als einzige Europäer inmitten eines solchen Gewusels – wirklich Sri Lanka pur.

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Tag 7 – Dienstag

Am Dienstag stand dann wieder ein ganztägiger Ausflug auf dem Plan – diesmal mussten wir mit Abstand am frühsten aus den Federn und standen bereits um 4:30 Uhr morgens abfahrbereit vor dem Hotel. Diesmal sollte uns unsere Reise ganz in den Süden Sri Lankas in den Udawalawe Nationalpark führen. Ein Ganztagestrip, auf welchen wir uns schon sehr gefreut hatten. Der Udawalawe Nationalpark gehört zum UNESCO Weltkulturerbe und umfasst ein riesiges Areal voll mit geschützten Pflanzen und Tieren. Wir beide haben noch nie eine klassische Jeep-Safari gemacht (steht definitiv für Afrika auf dem Plan) und hatten wirklich jede Menge Spaß! Natürlich waren wir wieder alleine auf Tour, ein großer Luxus, den wir den gesamten Urlaub über hatten. Der Jeep hat tatsächlich jedes einzelne Schlagloch mitgenommen, wir sind teilweise gefühlt meterhoch aus unseren Sitzen geschleudert worden, unsere Haare waren hinterher ein einziges Vogelnest und Fotos waren tatsächlich nur bei Zwischenstopps ohne Verwacklung möglich.

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Tiere haben meist unser Guide oder der Fahrer des Jeeps gesehen (bei geschätzten 30km/h durch die Walachei und eigentlich völlig konzentriert auf die hubbelige Piste hielt unser Fahrer abrupt an und zeigte auf einen winzig kleinen Vogel irgendwo 50,60m entfernt, den wir IM LEBEN NICHT gesehen hätten, und WIR mussten keinen Jeep durch das Gelände kurven sondern konnten uns völlig aufs Tiere suchen konzentrieren…) aber auch so hatten wir jeden Menge Spaß. Irgendwann standen wir plötzlich in einem Areal, von dem unser Guide uns erzählte, dass wir uns gerade auf dem Grund eines ausgetrockneten Sees befinden, der die ganzen letzten Jahre stets meterhoch mit Wasser gefüllt war – dieses Jahr war es wohl tatsächlich ungewöhnlich trocken, weshalb der See leider temporär ausgetrocknet ist und das Reservat die Tiere an einer künstlichen Wasserstelle an einem Ende des Nationalparks mit Flüssigkeit versorgen muss. Wir waren jedenfalls vollends begeistert von dem Ausflug; so viel unberührte Natur auf einmal zu sehen ist wahnsinnig beeindruckend und lässt einen die Welt daheim, die so industrialisiert und digitalisiert ist, fast vollends vergessen.

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Auf dem Rückweg vom Nationalpark hielten wir am Nachmittag noch in einer Turtle Hatchery an und ließen uns erklären, wie die Tierschützer die Eier vom Strand sammeln, um sie vor Fressfeinden und Raubtieren zu schützen, die Eier in der Hatchery in Ruhe “ausbrüten” und die kleinen Schildkröten schlüpfen können, um schließlich nach ca. drei Tagen per Hand ins offene Meer ausgesetzt zu werden. Natürlich ist das irgendwo ein Eingriff in die Natur, aber so haben die Schildkröten immerhin eine reellere Chance, zu überleben. Letztes Jahr auf Bali habe ich erlebt, dass von 200 Baby-Schildkröten nur eine Hand voll letztendlich überlebt, alle anderen fallen Fressfeinden zum Opfer. So ist das Leben leider, so traurig es klingt. Es war jedenfalls spannend, den Aufzucht-Gedanken der Hatchery mal erklärt zu bekommen.

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Tag 8 – Mittwoch

Unseren vorletzten Tag haben wir tatsächlich ausschließlich im Hotel verbracht. Wir haben entspannt, das Wahnsinnswetter genossen, sind im Pool geschwommen und haben die Zeit zum Bräune tanken und Bücher lesen genutzt. Am Abend folgte dann ein kleines Highlight – wir wurden nämlich von unserem lieben Guide Sunil nach Hause eingeladen, zu seiner Familie (er hat eine Frau und vier Kinder!). Wir durften uns sein Haus anschauen, seine Frau hatte für uns gekocht, wir haben uns die Alben seiner ganzen, deutschen Freunde (er war bereits einmal im letzten Jahr in Deutschland und hat bei vielen seiner deutschen Touristen-Freunde gewohnt, richtig herzerwärmend) angeschaut, mit seinen Kindern und seinem Hund gespielt und ihm einen lieben Brief dagelassen. Für uns war es ein wahrer Freundschaftsbeweis, dass er uns so in sein Leben gelassen hat und wir haben ihn wirklich ins Herz geschlossen. Solche Menschen trifft man nicht oft im Leben und wir sind einfach wahnsinnig dankbar, dass er unseren Urlaub so besonders gemacht hat.

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Tag 9 – Donnerstag

Unser letzter Tag – mit der Besonderheit, dass wir an diesem Tag um 23 Uhr abgeholt wurden, um uns auf die Heimreise nach Deutschland zu machen. Wir haben unseren letzten Tag im Hotel bis auf die letzte Minute Tageslicht ausgekostet, danach unsere Sachen gepackt, zu Abend gegessen (… oder auch nicht) und uns wie geplant nachts auf den Weg zum Flughafen gemacht. Diesmal ging zum Glück alles gut mit den Koffern und wir kamen wohlbehalten am frühen Nachmittag am Freitag in Deutschland an.

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P.S.: Solltet ihr mit dem Gedanken an eine Reise nach Sri Lanka spielen, und solltet ihr ebenfalls daran interessiert sein, das Land von der weniger touristischen Seite und lieber geführt durch einen Einheimischen erleben zu wollen, dann kann ich euch den Kontakt von Sunil wärmstens ans Herz legen. Er bietet alle möglichen, “maßgeschneiderten” Touren im singhalesischen Gebiet Sri Lankas an und tourt für euch auch tagelang durch’s Land. Wenn ihr mögt, schreibt mir gerne eine Mail und ich gebe euch die Kontaktdaten, damit ihr ihn auf Englisch oder Deutsch kontaktieren könnt!

3 Kommentare

  1. 14. Oktober 2016 / 17:31

    Wow, das scheint echt ein toller Urlaub gewesen zu sein. Ich finde es super, wenn man Orte so kennen lernt, wie sie wirklich sind. Denn wenn alles immer auf Touristen ausgelegt ist, macht es irgendwann meiner Meinung nach keinen Unterschied mehr, in welchem Land man nun ist, da man vom Land selbst eh nichts mitbekommt. :)
    Ihr scheint auch wirklich richtiges Glück mit Sunil gehabt zu haben, solche Menschen trifft man echt nicht oft! :)

    Irgendwann möchte ich es auch mal schaffen, Europa für einen Urlaub zu verlassen. :)

    Ich wünsche dir ein schönes Wochenende!

    Liebste Grüße,
    Caro

    • Vivien
      Autor
      15. Oktober 2016 / 17:26

      Da geb’ ich dir absolut recht, sehe das wirklich genau so. Klar sind manche der Dinge, die wir gemacht haben, auch irgendwo touristisch, man darf aber nicht vergessen, dass das Land eben auch dadurch verdient und teilweise durch Tourismus lebt..

      Das wird ganz bestimmt was! :) Was steht dann als erstes auf deiner Liste? Du darfst nicht vergessen, dass es teilweise je nachdem was man für Ansprüche hat, in Europa sogar teurer bzw. zumindest nicht günstiger sein kann als bestimmte, asiatische Länder beispielsweise..

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