Knapp einen Monat bin ich jetzt wieder in Deutschland – allerhöchste Eisenbahn also, euch endlich von meinem Urlaub im schönen Sri Lanka zu erzählen. Mit meiner besten Freundin Svea ging es Ende August für zehn Tage nach Asien – wir kommen einfach nicht so richtig von dem Kontinent los. Sie hat ihre Liebe letztes Jahr entdeckt, als sie ein halbes Jahr in Thailand verbrachte und während ihres Auslandssemesters einige, andere asiatische Länder erkundete; ich habe mit diesem Sommer den dritten in Folge in Asien verbracht, bzw. war vier mal in fünf Jahren drüben. Meine Beiträge zu den Urlauben in Thailand sowie dem letztjährigen Trip nach Indonesien findet ihr natürlich unter meinen Reiseberichten!

Heute starte ich mit dem ersten von zwei Photo- und Traveldiarys, die es in sich haben. Es warten eine Meeenge Bilder und Geschichten auf euch, das Land gibt an Storys so einiges her und wir haben so viele, schöne Dinge gemacht, die ich euch keineswegs vorenthalten möchte. Ich werde neben kleinen Zusammenfassungen der einzelnen Ausflüge auch etwas zum Hotel, den Kosten und was sonst noch wissenswert ist, erzählen. Außerdem kommt ein Beitrag mit 6 Dingen, die ihr unbedingt gemacht haben müsst!

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Warum Sri Lanka?

Okay, die Frage ist eigentlich überflüssig – zumindest für mich, die prinzipiell jedes Land auf unserem Planeten sehenswert findet. Ich möchte so viele Länder wie möglich in meinem Leben abhaken und am liebsten ständig neue Orte und Kulturen entdecken. Ich gebe zu, dass Sri Lanka auf der Liste der Länder, die ich unbedingt bereisen möchte, nicht die höchste Priorität hatte. Eigentlich stand beispielsweise Indien, mit dem man das kleine Ei gleich unter dem zweitbevölkerungsreichsten Land der Welt gerne vergleicht, höher auf der Liste.

Allerdings hatten wir zwei Mädels einige Kriterien, die erfüllt werden mussten. Sie wollte gerne außerhalb Europas reisen (weshalb mein Erstwunsch Portugal vorerst wegfiel), wir wollten keinesfalls nur am Strand liegen und entspannen, sondern ein Land möglichst auf eigene Faust entdecken und viel herumreisen, was u.a. Indien, Mexico (möchte ich unbedingt noch mal zum tauchen und entspannen hin) oder Südafrika (lange unser Erstwunsch) wegfallen ließ, da unsere Eltern nicht davon begeistert waren, uns allein als zwei Frauen dorthin zu lassen. Macht nichts, sind auch schöne Reiseziele, um sie mit dem Partner zu bereisen! Hinzu kam, dass wir nur ein ganz exaktes Zeitfenster von 10 Tagen hatten, was manche Länder von vornherein ausschließt. Jedenfalls: da wir beide große Asienfans sind, haben wir uns natürlich schnell mit Asien beschäftigt. Japan stand hoch im Kurs, ist jedoch sehr teuer. Auch das Klima muss mitspielen – in Asien ist man ja grundsätzlich besser bedient, wenn man im deutschen Winter und Frühjahr hinfliegt.

Irgendwann nach viel Recherche bin ich auf meinen Anfangsvorschlag Sri Lanka noch mal zurückgekommen und konnte meine Freundin mit meiner Begeisterung und einigen Argumenten (nicht teuer, gutes Klima zu der Zeit, zwar langer Flug aber man sieht das Wichtigste in der kurzen Zeit, da das Land relativ überschaubar ist) überzeugen.

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Hotel & Flug

Wir haben neun Nächte im “The Palms Hotel Beruwala” gebucht, ein wirklich idyllisch gelegenes, kleines 4* Hotel zwischen Bentota und Galle. Wir können das Hotel insofern empfehlen, da die Anlage super sauber und recht gepflegt war, die Zimmer waren immer top geputzt, sehr geräumig und modern, trotzdem klassisch eingerichtet. Das Hotel selbst war in eine große Gartenanlage eingebettet, die Zimmer waren um den Pool in der Mitte verteilt. Ansonsten lag es direkt am Strand mit eigenen Liegen und einem Volleyballfeld, es gab ein Hauptrestaurant, eine Bar sowie ein spezielles Restaurant am Meer. Das Personal war total freundlich, es konnten wirklich ausnahmslos alle vernünftig Englisch und viele sogar Deutsch sprechen und generell waren alle super aufgeschlossen und hilfreich. Zu den Menschen in Sri Lanka sage ich jedoch noch einmal gesondert etwas!

Das Hotel war zu unserem Reisezeitraum kaum gebucht, da wir in der absoluten Nebensaison geflogen sind. Mit uns waren vielleicht 2-3 deutsche Pärchen bzw. eine Familie da, ansonsten waren wenn überhaupt ein paar Einheimische, vereinzelte Araber oder ein paar Chinesen im Hotel. Insgesamt hatte man extrem seine Ruhe, meist die komplette Auswahl an Liegen am Pool/Strand und konnte beim Essen sitzen wo man wollte und musste nie irgendwo anstehen. Großer Pluspunkt: im ganzen Hotel leben kleine, zutrauliche Streifenhörnchen, die aus der Hand fressen und über Tische, Bänke und Liegen flitzen. Wir haben total unseren Narren an ihnen gefressen, besonders süß wurde es, als wir auf einem Ausflug ein verwaistes Baby-Streifenhörnchen anvertraut bekamen – wir hätten es am liebsten direkt mit nach Deutschland genommen.

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Geflogen sind wir übrigens mit Etihad und AirBerlin, jeweils mit einem kurzen Zwischenstopp in Abu Dhabi. Die Flugzeit ist total in Ordnung, knapp 6-7 Stunden nach Abu Dhabi plus noch mal 4-5 nach Sri Lanka. Trotzdem ist man natürlich ausgelaugt, das Umsteigen, die Wartezeiten dazwischen und das lange Rumsitzen schlaucht natürlich. Besonders übel ist es, wenn man gleich einen super schlechten Start in den Urlaub hat wie wir, aber dazu später mehr.

Wir haben uns übrigens, trotz der vielen verschiedenen Ausflüge in die unterschiedlichen Regionen Sri Lankas dazu entschieden, in einem Hotel zu bleiben und dieses als Rückzugsort und Ruhepol zu haben, anstatt mit dem Rucksack durchs Land zu touren. Wir haben es, abgesehen vom Essen (s.u.) keineswegs bereut und konnten so die wenigen Stunden oder Tage zwischen den Ausflügen entspannen!

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Das Essen

Das einzige Manko am Hotel? Das Essen. Das lag jedoch nicht nur am Hotel selbst, sondern generell am Essen in Sri Lanka. Wir hatten uns total auf das Essen in Asien gefreut – mit den Gedanken bei thailändischem Pad Thai, indischem Curry oder den Köstlichkeiten, die wir in Indonesien, Vietnam oder Malaysia probieren durften waren wir super gespannt und euphorisch. Tja, das beste Essen haben wir tatsächlich bei unseren einheimischen Freunden bzw. an von ihnen ausgesuchten Straßenständen verspeist (und das war wirklich lecker!). Insgesamt ist das Essen super einseitig, es wird wirklich morgens, mittags und abends Reis mit Kartoffeln, Fleischresten und etwas Gemüse gegessen. Im Hotel hat leider entweder alles gleich geschmeckt oder war viel, viel zu scharf und die Auswahl war leider eher semi gut. Es gab nicht einmal typische, europäische Gerichte wie Nudeln, Pommes oder Pizza (von denen ich nicht mal unbedingt Fan bin, aber irgendetwas muss man ja essen) auf die man nach tagelangem Reis hätte ausweichen können. Also kulinarisch werdet ihr, abgesehen von frischen Früchten und zwei, drei leckeren, traditionellen Gerichten außerhalb nicht auf eure Kosten kommen – unsere Erfahrung!

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Das Wetter

Wir sind in der Nebensaison geflogen, allerdings relativ am Ende dieser, ich glaube, so gegen Ende September bis Anfang Oktober beginnt die Hauptsaison Sri Lankas. Trotzdem wurde uns mindestens einmal täglich gesagt, was für ein wahnsinniges Glück wir doch mit dem Wetter gehabt hätten – es hat nur am allerersten Tag geregnet, ansonsten haben wir einmal morgens fünf Minuten als wir im Auto saßen einen kleinen Schauer mitbekommen. Die restliche Zeit? Strahlend blauer Himmel, Sonne satt und einfach Traumwetter. Natürlich ist das keine Garantie, dass es euch genauso gehen wird, wenn ihr Ende August bis Anfang September fliegen würdet – wie schon gesagt, wir hatten offensichtlich großes Glück. Für mehr Sicherheit würde ich mich vielleicht eher auf den Oktober, November oder Dezember fixieren.

Im nächsten Beitrag erzähle ich euch etwas zu den Menschen und dem Tourismus in Sri Lanka  und verrate euch ein paar Fakten zu den Kosten und der Planung der Reise. Außerdem führe ich natürlich mein kleines Reisetagebuch mit Tag fünf bis neun zu Ende! Die Tage eins bis vier findet ihr unten :)

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Traveldiary – Tag 1 bis 5

Tag 1 – Mittwoch

Wir sind Dienstagmorgens aus Düsseldorf los geflogen und Mittwochs gegen 7 Uhr morgens in Colombo, der Hauptstadt Sri Lankas, gelandet. Leider ist unser Urlaub, wie oben angeteasert, gleich ziemlich ärgerlich gestartet. Wir hatten im Flugzeug noch Witze darüber gemacht, dass ich ja noch nie mein Gepäck auf Reisen “verloren” habe und man auf solchen Reisen eigentlich Wechselsachen ins Handgepäck tun oder beispielsweise sein Gepäck aufteilen sollte, falls ein Koffer verloren geht. Frohen Mutes standen wir noch am Kofferband in Colombo und haben auf die Ankunft unseres Gepäcks gewartet, bis wir irgendwann auf dem Boden sitzend die letzten waren, die Augen auf das leere Band gerichtet, das gemütlich seine Runden gedreht hat.

Tja, ihr könnt euch denken, was uns passiert ist. Nachdem wir eine Stunde lang an dem komplett leeren Gepäckinfo-Schalter gewartet hatten, an dem die Mitarbeiter in Slowmotion und mit aller Seelenruhe an was auch immer gearbeitet hatten, bekamen wir die Info, dass unser Gepäck leider, leider in Abu Dhabi vergessen wurde und erst mit der Maschine am Abend ankommen würde – Weiterleitungs-Zeitpunkt zum Hotel? Unbekannt. Wir gaben alle unsere Infos weiter und waren reichlich genervt. Weitere zwei Stunden ging es mit dem Auto in den Süden nach Beruwala, wo sich unser Hotel befand. Auf dem Weg baten wir noch unseren Fahrer, bitte an einem Strandshop anzuhalten, damit wir uns wenigstens Bikini und Strandkleid kaufen konnten. Der gute Mann hielt an einer Maßschneiderei an, wo wir für vergleichsweise teures Geld furchtbare Kleider kaufen mussten, von Bikinis keine Spur. In der Not frisst der Teufel Fliegen, oder wie war das?

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Wir waren zu diesem Zeitpunkt mittlerweile über 24 Stunden in den selben Klamotten, die Luftfeuchtigkeit in Sri Lanka ist nicht gering und wir fühlten uns einfach nur beschissen. Wir feierten das Hotel-Zahnputz-Kit wie Ertrinkende ein Floß und mein vorher belächeltes Sammelsurium an Mini-Deo, Parfüm, Lippenpflege, Kontaktlinsen-Zubehör und Zahnpasta war unser heiliger Gral. Wir hatten nicht einmal Wechsel-Unterwäsche dabei, aber als zwei Freundinnen war das grundsätzlich das geringste Problem – eine ausgiebige Dusche und nach einem Schläfchen im Handtuch später ging es uns schon weitaus besser, wir zogen unser Ersatzkleid an und erkundeten erst einmal das Hotel und die Umgebung am Strand. Trotzdem war der erste Tag eher schlecht als recht genutzt, das Wetter war wie beschrieben wolkig und etwas regnerisch und ohne unsere Koffer waren wir sowieso mies drauf.

Wir wussten natürlich gar nicht, wann und ob die Koffer überhaupt ankommen, haben die Rezeption in regelmäßigen Abständen besucht oder kontaktiert und der Höhepunkt war dann, als ich mich mit einer Mitarbeiterin des Flughafens telefonisch anlegen musste, damit die Koffer noch nachts geliefert würden und nicht erst am nächsten Tag mittags. Sie sagte, wir hätten ja nicht dazu gesagt, dass es “dringend” ist – WANN bitte will ein Urlauber nicht dringend seine Koffer haben? Nachts um zwei klingelte dann das Telefon, dass unsere Koffer an der Rezeption bereit stehen würden – halleluja, wir waren selten so glücklich wie in diesem Moment.

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Tag 2 – Donnerstag

Man war das ein Gefühl, den Donnerstag wie ein richtiger Urlauber und mit verfügbarem Kofferinhalt starten zu können. Man schätzt das was man hat viel mehr, wenn man anderthalb Tage ohne auskommen musste, so lächerlich es sich anhört. Wir beschlossen, den Tag erst mal gemütlich mit Frühstück im Restaurant und Entspannen am Pool und Meer zu starten. Zum Essen muss ich nicht mehr viel sagen und lasse die Info in den künftigen Beschreibungen aus – der Rede wert war das Hotel Essen sowieso nicht, wie ihr bereits gelesen habt.

Mittags ging es an den Strand, wo wir auf Sunil stießen, einen Mann, von dem wir bereits viel gehört und gelesen hatten und dessen Namen ihr euch merken solltet. Sunil ist ein einheimischer Reiseleiter, welcher indirekt für das Hotel arbeitet und seit 25 Jahren individuelle Reisen für Hotelgäste arrangiert. Er spricht “fließend” Deutsch (der Wortschatz ist der Hammer, lediglich der Akzent ist ab und zu ganz witzig), man reist ganz alleine mit ihm und einem Fahrer umher und er macht einem einen besseren Preis als die deutschen Reiseveranstalter.

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Um das gleich vorweg zu nehmen – wir haben mit Sunil wahrscheinlich einen der nettesten, fürsorglichsten, liebsten Menschen in unserer bisherigen Zeit kennen gelernt. Er hat unseren Urlaub zu dem gemacht, was er war – durch ihn haben wir die tollsten Einblicke in das Leben der Einheimischen bekommen, wir wurden mit Informationen über Sri Lanka überschüttet, haben das Land fernab von touristischen Orten kennen gelernt und uns in jeder Sekunde umsorgt und sicher gefühlt. Wir sind in der Zeit (wir haben beinahe jeden Tag etwas mit ihm unternommen) zu einer kleinen Familie geworden und die Ausflüge waren wirklich jeden Cent wert, mehr noch haben wir uns gar nicht genug bedanken können.

Donnerstag machten wir also direkt den Ablauf unseres Urlaubs klar, buchten verschiedene Ausflüge und setzten die Tage dafür fest. Nachmittags wollten wir gemeinsam mit Sunil das Geld für die Ausflüge abholen gehen, in seinem TukTuk bot er uns an, uns doch noch einen bestimmten Tempel an der großen Buddha-Statue (natürlich kostenlos) zu zeigen. Wir willigten natürlich ein und waren gleich froh, den Donnerstag für etwas kulturelles und einen kleinen Ausflug nutzen zu können.

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Gleich an diesem Tag konnten wir von Sunils Kompetenzen profitieren – er hat uns wirklich ALLES über den Tempel erzählt (an dem wir übrigens die einzigen Touristen unter den ganzen Einheimischen waren). Wir haben einen regelrechten Crashkurs über den buddhistischen Glauben bekommen (der in den kommenden Tagen noch erweitert wurde), wir lernten wirklich wahnsinnig viel, er machte bei jeder Gelegenheit von allein Fotos von uns und lies sogar uns und unsere Familie von einem Mönch über das Gelände und zu Buddha “ausrufen und schützen”. Wir bekamen das traditionelle Armband angelegt, welches ich noch immer trage – am besten, bis es von allein abfällt. Der Ausflug war wirklich super lehrreich und interessant und hat gleich Lust auf mehr Informationen über das Land gemacht

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Tag 3 – Freitag

Am Freitag beschlossen wir nach etwas Zeit am Strand einen kleinen Ausflug in die nahe gelegene Stadt Aluthgama zu machen. Sunil warnte uns noch, dass es leichter wäre wenn er mitkäme, aber wir dachten uns “so anders als in z.B. Thailand wird es schon nicht sein” und ließen uns lediglich von ihm in die Stadt bringen und baten ihn, uns nach anderthalb Stunden wieder einzusammeln. Größer Fehler!

Es war so wahnsinnig anstrengend, das glaubt ihr nicht. Das Problem ist, und darauf möchte ich noch mal gesonderter eingehen, dass Sri Lanka gar nicht mal so touristisch ist, wie man denkt. Hinzu kommt, dass wir zur Nebensaison da waren, wir sind zwei Mädels alleine und in einer eher kleinen Stadt unterwegs gewesen. Wir wurden SO extrem angestarrt, ob von Frauen, Männern oder Kindern (die teilweise ja auch freundlich geschaut haben, aber man kam sich vor wie im Zoo) da sie teilweise Touristen und “Weiße” einfach nicht gewohnt waren. Wir wurden auf der Straße ewig lang von Straßenhändlern verfolgt und an jeder Ecke angesprochen, allerdings viel penetranter als in Thailand, da dort nach ein paar Sekunden sowieso der nächste, kaufbereite Tourist vorbei kommt. Dort war das anders – wir waren schlicht die einzigen Touristen in der gesamten Stadt. Wie es sonst mit dem Tourismus dort steht möchte ich euch wie gesagt im nächsten Beitrag erzählen.

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Tag 4 – Samstag

Samstag früh mussten wir um fünf Uhr morgens raus – es ging los auf unseren allerersten, richtigen Ausflug. Der Weg führte uns zunächst zur “Elephant Orphanage” in Pinnawala, einem Reservat für verwaiste, alte und verletzte Elefanten. Uns hat es insgesamt gut gefallen – zwar leben die Elefanten dort nicht in freier Wildbahn, allerdings geht es ihnen insgesamt sehr gut. Sie haben ein großes Areal, sie werden von Menschenhand versorgt (besonders wichtig für die verletzten, alten Elefanten) und die Pfleger greifen nur im Notfall ein. Jeden Tag kommen die Elefanten um eine bestimmte Uhrzeit zu einer großen Wasserstelle zum Baden. Anfassen oder auf den Elefanten reiten darf man dort übrigens nicht; es ist eben keine klassische Touristenattraktion und die “Eintrittsgelder” fließen lediglich in die Versorgung der Elefanten.

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Nach dem Elefantenwaisenhaus ging es für einige Stunden ins Auto Richtung Kandy. Auf dem Weg haben wir an mehreren Plantagen Halt gemacht und unter anderem mit Teepflückerinnen Tee gepflückt, einen Kräutergarten besucht und in einer Teefabrik beobachtet, wie Tee hergestellt wird. Wusstet ihr, dass grüner und schwarzer Tee aus der selben Pflanze hergestellt wird? Ich dachte immer, das seien separate Pflanzen, aber es kommt tatsächlich nur darauf an, ob der Tee fermentiert wird oder nicht.

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In Kandy angekommen ging es erst einmal eine Stunde ins Hotel, in dem wir die Nacht verbringen würden. Anschließend besuchten wir den traditionellen Kandy-Dance, bei welchem klassische, traditionsreiche Tänze der Bevölkerung aufgeführt wurden. Auch eine Feuershow gab es. Natürlich ist diese Show extra für Touristen ausgelegt, allerdings hatten wir erneut Glück und waren Dank der Nebensaison fast die einzigen Zuschauer. Anschließend ging es in den Sri Dalada Maligawa, den buddhistischen Tempel in Kandy, welcher laut Erzählungen den Eckzahn des letzten Buddha aufbewahrt. Der Tempel wird aufgrund dessen übrigens zu einer der wichtigsten, buddhistischen Pilgerstätten der Welt – jeder Buddhist möchte einmal in seinem Leben in diesen Tempel pilgern und dort “beten”. Wir hatten eine kleine, private deutschsprachige Führung und waren – erneut – die gefühlt einzigen Touristen im gesamten Tempelareal. Es war wirklich wahnsinnig interessant und für mich auch sehr berührend – ich habe die Religion wirklich besser kennen und verstehen gelernt und sympathisiere sehr mit ihr.

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8 Kommentare

  1. 7. Oktober 2016 / 18:36

    Total schön, da würde man jetzt am liebsten direkt auf der Stelle hin. :)

    • Vivien
      Autor
      7. Oktober 2016 / 18:40

      Ich auch, glaub mir! :D Träume mich ein bisschen zurück…

  2. 9. Oktober 2016 / 11:44

    Wuhuuu, war schon voller Vorfreude auf deine Posts! Toller, ausführlicher Bericht! Freue mich auf den Rest :)

    • Vivien
      Autor
      9. Oktober 2016 / 16:03

      Ach für dich gehts auch bald dahin oder? :D Kommt bald bald bald, Beiträge sind fertig!

  3. 17. November 2016 / 22:41

    Tolles Fotos! Vor allem die Elefanten sind ziemlich faszinierend. Klingt nach einem spannenden Urlaub :)

    Ahoi, Katharina

    • Vivien
      Autor
      18. November 2016 / 8:45

      Danke für deinen Kommentar! :) Ja, das war wirklich ein spannender Urlaub :)!

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