Heute kommt ein Beitrag, den ich schon seit längerer Zeit schreiben, jedoch unbedingt auf das Ende meines Studiums warten wollte. Ich glaube, zu kaum einem anderen Thema bekomme ich so wahnsinnig viele Mails und Anfragen, wie zu meinem Studium an der EMBA in Düsseldorf. Ungelogen mehrfach die Woche kommen kurze Fragen oder wirklich ellenlange Mails, die ich bisher auch immer brav beantwortet habe. Natürlich dreht es sich immer und immer wieder um die selben Themen und um mir eine Menge Arbeit zu ersparen und allen gerecht zu werden, kommt heute ein XXXXXL-FAQ zu meinem Studium, das besonders an diejenigen gerichtet ist, die sich ebenfalls dafür interessieren und deshalb auf meinen Blog finden.

Ihr findet alle Informationen im Übrigen auch auf der Website – der Beitrag dient eher den Informationen aus erster Hand, wie man so schön sagt. Dieser Beitrag ist übrigens in keinster Weise gesponsert oder in Zusammenarbeit entstanden – ich möchte euch, die an einem Studium an meiner Uni interessiert sind, lediglich helfen und uns allen die Arbeit erleichtern. Sollten trotzdem noch Fragen aufkommen, bitte ich euch, sie in den Kommentaren zu stellen, damit ich gleich dort drauf antworten kann und andere ggf. von der Antwort profitieren können!!

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Hard Facts:

  • Die Uni, auf der ich studiert habe, nennt sich “Europäische Medien- und Business-Akademie”, kurz “EMBA” – wie der Name schon sagt dreht sich das Studienangebot um eine Vielzahl von Fächern, die mit den Themen Medien und Business im allgemeinen zu tun haben – also BWL mit starkem Schwerpunkt
  • Aktuell gibt es drei Standorte: Hamburg, Berlin und Düsseldorf; an letzterer habe ich im Düsseldorfer Medienhafen gelegen studiert
  • Bei der EMBA handelt es sich um eine private Akademie, welche jedoch über eine “Dachuni” (gelegen in Mittweida in Sachsen, übrigens die modernste Hochschule für Medien Deutschlands) den staatlichen Hochschulabschluss, in meinem Fall Bachelor of Arts, garantiert
  • Der Unterricht wird in den ersten zwei Jahren (Semester 1-4) an der jeweiligen Akademie unterrichtet, im 5. Semester geht es für eine Präsenz-Phase von einem Monat an die Hochschule in Sachsen, danach folgt das Praktikum (3 Monate) und im 6. Semester die Bachelorarbeit
  • Mein Studium dauerte von Oktober 2013 bis Juli 2016

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Warum Privat Studieren?

Die Frage kann natürlich nicht mal eben schnell in einem Satz geklärt werden. Gleich vorweg: es lag definitiv nicht an meinem Abischnitt oder dem Fakt, dass mich kein anderes Studienfach bzw. keine andere Berufsrichtung interessiert hätte. Ich persönlich habe mich, u.a. Aufgrund meiner Arbeit als Bloggerin und der hohen Affinität zu Medien mit der Frage auseinander gesetzt, inwiefern ich diese Leidenschaften mit meinem Studium und späteren Beruf verbinden kann. Ich möchte mich übrigens hiermit keinesfalls gegen ein staatliches Studium aussprechen – ganz im Gegenteil sehe ich bei beidem Vor- und Nachteile. Ich möchte lediglich ein paar Vorteile, die ich bei einem privaten Studium sehe, aufzählen.

Ich hatte mich für ein wirtschaftswissenschaftliches Studium interessiert, wollte jedoch nicht schlicht und einfach BWL studieren. Heutzutage muss man schauen, wo man bleibt, und ich habe mich dazu entschieden, lieber gezielteres und spezialisierteres Wissen aufzubauen und somit direkt eine bestimmte Richtung einzuschlagen, als vieles zu lernen, was ich am Ende, wenn ich mich dann für einen Beruf interessiere, eh nicht brauche. Ihr werdet im folgenden FAQ merken, dass es durchaus auch Vorteile gibt, “einfach nur BWL” zu studieren, aber für mich war die Entscheidung, direkt mit starkem Schwerpunkt zu starten, ein großes Plus.

Weitere Vorteile, wie z.B. die kleine Kursgröße und Nähe zu den Dozenten (keine “Nummer” auf der Uni), die realen Zusammenarbeiten mit namenhaften Firmen, die Kontakte in die Branche, das Unterrichtssystem und die guten Chancen nach dem Abschluss, werden ebenfalls im FAQ weiter erläutert.

Natürlich ist ein Privatstudium nicht ganz billig – aber wenn man schon eine Menge Geld investiert, ist die eigene Zukunft wohl die beste Entscheidung. Am Ende muss es jeder selbst entscheiden, aber ich möchte euch ein wenig helfen – vielleicht könnt ihr nach diesem Guide besser entscheiden, ob das Studium an der EMBA bzw. generell ein privates Studium für euch das richtige ist.

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Bewerbungsprozess

Kursangebot

An der EMBA gibt es drei übergreifende Studiengänge mit jeweils einigen Spezialisierungen. Die Studiengänge lauten

  • Angewandte Medien (meine Wahl, mit der Spezialisierung “Kommunikations- und Medienmanagement” ehemals PR; andere Möglichkeiten sind z.B. Sport- u. Eventmanagement oder Digital Design)
  • Business Management (Spezialisierungen z.B.: Internationales Marketing, Tourismus- Hotel- u. Eventmanagement oder Wirtschafts- u. Werbepsychologie)
  • Und relativ neu: Digital Business Management (Spezialisierungen z.B.: E-Commerce u. Digital Retail Management, Big Data Management oder Digital Sports u. Health Management).

Man muss sich gleich zu Beginn des Studiums, bereits bei der Bewerbung, für einen Studiengang und Studienrichtung entscheiden. Je nachdem, welchen Studiengang man wählt, hat man vom 1.-3. Semester in etwa den gleichen Lehrplan wie die anderen Spezialisierungen, lediglich in einigen Fächern wird teilweise ein Fokus auf die Spezialisierung gelegt. Im 4. Semester hat man dann ausschließlich Fächer (sozusagen Wahlmodule) die exakt der Spezialisierung entsprechen.

Ein Beispiel: Ich habe mich für den Studiengang “Angewandte Medien” entschieden und die Studienrichtung “Kommunikations- und Medienmanagement” gewählt. In den ersten drei Semestern hatte ich in etwa die gleichen Grundlagen wie z.B. diejenigen aus Sport- und Eventmanagement, erst im 4. Semester spezialisiert sich alles und ich bekam die gezielten Kommunikations- und PR-Fächer gelehrt.

Kursgröße

Die Kurse an der EMBA sind in etwa immer mit 15-20 Studenten belegt. Der bei uns kleinste Kurs war Digital Design mit 9 Studenten, ab dieser Zahl kommt also in etwa eine Spezialisierung zu Stande. Eine Überbelegung gibt es nicht – es heißt also früh bewerben und auf eine Zusage hoffen.

Vorteile sind definitiv das Klassensystem, es besteht ein eigener Kursraum, in dem man ohne Probleme Wertsachen liegen lassen kann, man wächst zu einer Gemeinschaft zusammen und jeder kennt jeden auf der Uni. Die Dozenten kennen dich persönlich, das Akademie-Management baut (bei etwas Engagement) eine Beziehung zu dir auf – was alles zu Kontakten in die Branche und Empfehlungen führen kann. Man ist nicht nur eine Nummer unter tausenden Studenten. Manchmal empfand ich es als Nachteil, dass man einen überschaubaren Campus mit wenig Studenten hat, verglichen mit den großen, staatlichen Unis. Das ist jedoch Geschmackssache und war mir natürlich von Vornherein bewusst.

Motivationsschreiben, Einstellungstest &  Auswahlgespräch

Ein Bereich, zu dem ich wahnsinnig häufig Fragen gestellt bekomme, ist der Bewerbungsprozess. Natürlich ist der Prozess ein etwas anderer als bei vielen staatlichen Unis, bei welchen man in der Regel ein Formular online ausfüllen, ggf. ein paar Zeugnisse anhängen und Durchschnittsnoten angeben muss und im höchsten Fall ein Motivationsschreiben oder sogar Auswahltreffen von Nöten ist.

An der EMBA bewerbt ihr euch zunächst mit eurem Abiturzeugnis (bzw. vorläufigen Zeugnis wie in meinem Fall, das bestandene Abitur muss vor Studiumsbeginn nachgewiesen werden), wobei die Durchschnittsnote grundsätzlich eher irrelevant ist. Die Hochschule hat ihr eigenes System, Studenten auszuwählen, welches aus einem Motivationsschreiben, einem mehrstündigen Einstellungstest und einem anschließenden Auswahlgespräch besteht.

Das Motivationsschreiben beinhaltet – wie der Name schon sagt – eure Motivation, an der Uni in dem entsprechenden Kurs studieren zu wollen. Achtet auf Grundlegendes wie gute, deutsche Sprache, Grammatik und Rechtschreibung und kopiert keinesfalls ein 08/15-Schreiben aus dem Internet. Seid einfach ihr selbst und scheut euch nicht davor, ein bisschen von euch zu erzählen, was ihr für Interessen habt, wie sich diese mit eurem angestrebten Studium vereinbaren lassen, was ihr für Ziele und Pläne habt und was ihr euch von den drei Jahren Uni versprecht. Es ist nicht schlimm, wenn ihr wenig bis keine Vorkenntnisse in dem Bereich habt – eine Affinität zu eurem Studium sollte natürlich vorhanden sein. Die Bewerbung mittels des Motivationsschreibens ist der erste Schritt und sollte dieser erfolgreich verlaufen, erhaltet ihr nach kurzer Zeit eine Einladung zum Test und Auswahlgespräch.

Der Einstellungstest dauert 90 Minuten und umfasst viele, verschiedene Gebiete. Von einigen sprachlichen Aufgaben in Deutsch und Englisch über Logik, Allgemeinwissen und Kampagnen-Planung ist alles dabei. Insgesamt fragt der Test jedoch kein klassisches Schulwissen ab, sondern hat wirklich insgesamt mehr mit grundsätzlicher Allgemeinbildung, Kreativität, Spontanität und Ideenreichtum zu tun. Lapidar gesagt wird eben getestet, ob ihr nicht “ganz blöde” seid und ob und wie ihr spontane, kreative Aufgaben lösen könnt.

Das anknüpfende Gespräch findet mit der Akademieleitung statt und ist ein Mix aus Bewerbungsgespräch und Studienberatung. Ich empfand die Unterhaltung als sehr angenehm, ich habe allerdings auch kein Problem damit, vor Menschen zu sprechen – erst recht nicht über mich selbst. Bereitet euch auf allgemeine Fragen zu eurem “bisherigen Werdegang” vor (klar, dass der – gerade aus er Schule raus, wie es bei den meisten der Fall sein wird – nicht überaus umfangreich sein kann, also keine Sorge) und auch Fragen zu euren Plänen, Zielen und euren Interessen werden darunter sein. Interessant fand ich z.B. die Nachfrage, wie meine beste Freundin (absichtlich diese, und nicht meine Eltern!) mich beschreiben würden. Am Ende wird noch besprochen, welche Spezialisierung man anstrebt und was man sich davon verspricht, ggf. wird seitens der Akademie dann noch mal in eine spezielle Richtung gelenkt.

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Finanzierung, Wohnsituation, Nebenjobs

Finanzierung

Zur Finanzierung möchte ich nicht so viele Worte verlieren. Wie man ein privates Studium finanziert ist jedem selbst überlassen und von Student zu Student, abhängig von der eigenen Situation, verschieden. Neben der eigenen Finanzierung (ob alleine, durch die Eltern oder wie auch immer) ist es für einige sicher interessant zu wissen, dass es die Option gibt, einen Studienkredit aufzunehmen, um sich das Studium zu finanzieren. Ich habe mich mit dem Thema nicht eingehend beschäftigt, meine aber zu wissen, dass dieser vom Studenten erst zurückgezahlt werden muss, wenn ein geregeltes Einkommen in der Höhe einer bestimmten Summe besteht, sodass der Student hinterher nicht in Geldnot kommt. Auch sollen die Zinsen meines Wissens relativ gering sein, da es sich um einen Bildungskredit handelt. Auch Stipendien könnten für den ein oder anderen in Frage kommen, solltet ihr durch herausragende Leistungen geglänzt haben, die euch bei der Bewerbung von Nutzen sein könnten.

Für genaue Informationen zur Finanzierung, das heißt welche Optionen ihr habt, wie teuer es insgesamt ist und welche Ratenzahlungen möglich sind, wendet ihr euch bitte direkt an die EMBA, da wird euch super geholfen!

Wohnsituation

Mein Kurs bestand aus 19 Personen, von denen nur knapp ein Drittel nach Düsseldorf gezogen waren, um zu studieren. Der Rest, mich eingeschlossen, wohnte entweder bereits in Düsseldorf oder in der näheren Umgebung bei den Eltern und pendelte jeden Morgen und Abend zur Uni und zurück. Ich habe wie gesagt das Glück, dass ich mit dem Auto sowie mit der Bahn nur 15-35 Minuten (je nach Verkehrslage und Verbindungen) zur Uni gebraucht habe und somit in meinem Elternhaus wohnen bleiben konnte. Wenn man mit seiner Wohnsituation Zuhause gut zurecht kommt, wie es bei mir bzw. uns der Fall ist, ist das kein Problem. Natürlich wollte auch ich langsam ausziehen, aber aufgrund der Nähe der Uni hat es in meinem Fall (und in vielen Fällen meiner Kommilitonen) keinen Sinn gemacht.

Nebenjobs

Auch eine häufig gestellte Frage war die, ob es denn möglich ist, einen Nebenjob neben dem Studium zu haben. Auch das muss jeder individuell für sich entscheiden. Ihr dürft nicht vergessen, dass das Studium von Montag bis Donnerstag bereits ein Vollzeitjob sein kann, da ihr allein acht bis neun Stunden Uni am Tag habt, plus Pendelei. Ich habe morgens um 7:30 das Haus verlassen und war meist nicht vor 17 Uhr Zuhause. Hinzu kommt, dass ihr alle paar Tage eine Klausur schreibt, Projekte abgegeben und Präsentationen gehalten werden müssen – ihr seid also ganz schön beschäftigt und solltet euch eure Freizeit definitiv fürs Lernen und Arbeiten an Projekten freihalten.

Ich persönlich habe kein Problem mit viel Arbeitsleistung und habe Freitags, an meinem freien Wochentag der eigentlich für Selbststudienzeit vorhergesehen ist, Zeit meines Studiums neun Stunden in einer Werbeagentur gearbeitet. Zusätzlich kam natürlich noch mein Blog mit 15-20 Stunden in der Woche und mein Privatleben (Freunde, Freund, Familie, Hobbys, Sport und eben Lernen) hinzu. Ich bin sehr gerne ausgelastet und habe nie Langeweile, weshalb das System für mich absolut machbar war. Auch ein paar meiner Kommilitonen haben am Wochenende im Einzelhandel, in Cafés und Restaurants oder in Supermärkten gejobbt. Wenn ihr einen gnädigen Arbeitgeber mit entsprechenden Zeiten findet, dann ist das definitiv machbar.

Semesterticket

Ein Semesterticket, wie es häufig an staatlichen Unis üblich ist und euch meist freie Fahrt im gesamten Bundesland ermöglicht, gibt es an der EMBA Düsseldorf nicht. Die Dachuni ist in Sachsen und somit besteht zwischen der Akademie und dem Verbund NRW keine Verpflichtung. Allerdings zahlt die Akademie die Hälfte des Tickets, für das ihr euch entscheidet (z.B. Ticket 2000 in meinem Fall) dazu.

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Das Studium (1.-4. Semester)

Module & Unterrichtssystem

Das System auf der EMBA ist ein etwas anderes als auf staatlichen Unis. Wie oben erwähnt, entscheidet man sich zu Beginn für einen Schwerpunkt – ab da wird einem das Kursangebot und die Zusammenstellung eines Stundenplans aus der Hand genommen. Man hat täglich Montags bis Donnerstags von 8:30 bis 16 Uhr Uni – die Freitage stehen zum Arbeiten oder Lernen frei zur Verfügung. Es besteht Anwesenheitspflicht, das heißt, ihr könnt nicht einfach wie es oft der Ruf von staatlichen Unis ist, kommen und gehen wann ihr wollt und gerne auch mal nicht zum Großteil der Vorlesungen erscheinen. Die Anwesenheit wird überprüft und ihr dürft nur eine gewisse Anzahl an Fehltagen haben – ein bisschen wie in der Schule eben. Eine weitere Besonderheit ist, dass grundsätzlich in Blockseminaren unterrichtet wird. Heißt, wenn ihr z.B. BWL 1 habt, dann habt ihr die Stunden nicht wie auf ‘normalen’ Unis einmal die Woche anderthalb Stunden lang durch das ganze Semester, sondern in Form von Blockseminaren jeden einzelnen Tag acht Stunden am Stück, vier Tage die Woche.

Das ganze hat den Vorteil, dass man wirklich immer im Stoff drin ist und wenn man gut aufpasst und mitschreibt und ggf. nachmittags noch ein wenig zusammenfasst, man vor einer Klausur (je nach Modul) das gelernte wiederholen muss, den Kopf nur mit diesem einen Fach voll hat, und das Wissen sofort abrufen kann. Der Nachteil ist zweifelsohne, dass man wirklich immer lernen muss, da man quasi das ganze Jahr durchgehend Klausurphase hat. Auch ist es natürlich so, dass wenn einem ein Fach nicht liegt oder der Dozent nicht passt, man das ganze zwei Wochen am Stück “ertragen” muss.

Die Module pro Schwerpunkt sind gesetzt und gehen in der Regel immer acht Tage, also zwei Wochen lang Montags bis Donnerstags. Die genauen Module für euren Schwerpunkt könnt ihr euch auf der Website herunterladen bzw. euch das Curriculum ansehen. Ansonsten kann ich euch empfehlen, euch Unterlagen nachhause schicken zu lassen, dort findet ihr ganz ausführlich jedes Modul und jeden Schwerpunkt erklärt.

Klausuren

Die Fächer, in denen eine richtige Klausur geschrieben wird, werden direkt am Montag im Anschluss an das Modul geschrieben. Heißt, ihr habt prinzipiell nur das Wochenende dazwischen zum lernen – was aber mit etwas Mitarbeit (s.o.) machbar ist. Die Klausuren dauern 90 Minuten und sind meistens mit angemessenem Lernaufwand zu schaffen. Ich persönlich musste keine Klausur wiederholen, es kam aber durchaus bei einigen Kommilitonen vor. Andersherum habe ich mich je nach Fach auch reinhängen müssen, da mir z.B. die Rechtsfächer aufgrund des vielen Auswendiglernens nicht so lagen.

Präsentationen & Projekte

Einige Fächer enden nicht mit einer Klausur, sondern werden durch Präsentationen und Projekte geprüft. Die Präsentation dieser hat meistens am letzten Donnerstag der Modulwoche stattgefunden. Ich persönlich habe gerne solche Projekt-Präsentationen gehalten bzw. als Prüfleistung gehabt, da ich gerne vor Menschen spreche und wenn man sich so viel mit einem Thema beschäftigt und reinhängt, es einem auch nicht schwer fallen sollte. Keine Sorge, sollte präsentieren euch aktuell nicht so liegen – das lernt ihr auf der EMBA ohne Zweifel. Ihr müsst so wahnsinnig viele Präsentationen halten (auch unabhängig von Prüfleistungen), dass ihr hinterher eines könnt: vor Menschen sprechen und adäquat präsentieren.

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Dozenten

Die Dozenten sind an der EMBA stets vom Fach – das heißt, es gibt keine klassischen Dozenten, welche nur für die EMBA arbeiten und dozieren zu ihrem Hauptberuf gemacht haben. Natürlich sind die meisten Dozenten so fähig im dozieren und haben promoviert oder andere Abschlüsse gemacht, sodass ihr keine Sorge haben braucht, an unfähige Lehrer zu gelangen. Meist ist es sogar interessanter, einem echten Anwalt, Steuerberater oder Agenturmenschen zuzuhören, als jemandem, der seit Tag und Jahr vor Studenten steht und im Prinzip keinen genauen Einblick in den Arbeitsalltag dessen hat, was er gerade beibringt.

Praxisprojekte mit Unternehmen

Ein großes Plus der EMBA (bzw. auch anderer Privathochschulen) ist die Nähe zur Praxis in Form von Unternehmenskooperationen. Es ist nicht nur so, dass man mit Dozenten vom Fach lernt, welche einem im Zweifel direkt Kontakte in die Branche liefern können, und man an Veranstaltungen zum Netzwerken teilnehmen kann. Die EMBA unterhält jedes Semester für jeden einzelnen Kurs ein offizielles Praxisprojekt, welches mit meist renommierten Unternehmen aus der Branche durchgeführt wird. Dabei geht es nicht um fiktive Strategien und Konzepte, sondern stets um echte Projekte, mit Briefing vom Kunden, Medienbudget und Bezahlung hinterher. Oftmals pitcht ihr, sprich arbeitet in getrennten Teams eigene Konzepte aus und tretet gegeneinander an, oder ihr seid als Kurs für die gesamte Durchführung zuständig. Bei uns wurden alle Projekte mit Begeisterung von den Kunden angenommen und auch durchgeführt, das ging von Imagefilmen und ganzen Messe-Auftritten über Online-Konzepte bis hin zu Broschüren und Studien. Wie in einer Agentur verteilt ihr die Aufgaben und jeder hat seinen eigenen Bereich, der zum Erfolg des Projekts beitragen soll. Hinterher erhaltet ihr ein Zertifikat, welches ihr auch späteren Bewerbungen beilegen könnt.

Zusatzkurse

An der EMBA habt ihr die Möglichkeit, Zusatzkurse wie verschiedene Sprachen und Soft-Skill-Seminare zu besuchen. Das Angebot ist wirklich breit – die Soft-Skill-Seminare werden meist 1-2 Wochen vor Semesterbeginn angeboten und an einem Stück abgehandelt, ansonsten hatten wir auch innerhalb der Semester an einigen Freitagen die Möglichkeit, Kurse zu belegen. Sprachen werden meist auf einen Tag in der Woche nach dem Unterrichtsschluss gelegt. Das coole ist, dass ihr Einfluss darauf habt, was angeboten wird. Klassisch sind Bewerbungstraining, Bachelorarbeit-Vorbereitung, Motivations- und Leadershipseminare, Teambuilding, Fotografie und Co. sowie Sprachen wie Französisch, Business-Englisch oder Spanisch. Sollte sich jedoch eine größere Gruppe innerhalb der Uni finden, die z.B. Lust auf Norwegisch hat, ist das absolut möglich. Die Kurse sind natürlich kostenlos und auch dort erhaltet ihr nach Abschluss ein vernünftiges Zertifikat.

Pausen

Die EMBA in Düsseldorf hat einen kleinen Standort in Form von drei Etagen innerhalb eines größeren Hotels direkt im Medienhafen. Somit fällt die Frage nach einem richtigen Campus weg – den gibt es in der klassischen Form nicht. Ihr habt auf allen drei Etagen Kursräume, in welchen die einzelnen Schwerpunkte ihren eigenen Bereich haben. Auf jeder der Etagen befindet sich ein kleines Bistro mit Sitzbereichen, einer Bar, Kühlschränken, Mikrowellen und Co., eben allem, um ein Mittagessen (das ihr jeden Tag braucht, schließlich seid ihr von ca. 8-16 Uhr in der Uni) frisch zu halten. Meistens hat man sich für mittags etwas von Zuhause mitgebracht – seien es “Reste” vom vorherigen Abendessen, extra Vorgekochtes, Brot, Müsli oder Salate. Etwa einmal die Woche haben wir uns Mittags etwas von den zahlreichen Restaurants in der Umgebung (direkt fußläufig sind u.a. Hans im Glück, ein Woyton, ein Vapiano, mehrere Düsseldorfer Restaurants die euch jetzt nichts sagen dürften, Kioske, Bäckereien und Co.) gekauft oder sind essen gegangen. Ansonsten kam jeden Mittag ein Brötchenmann, welcher belegte Brötchen, Teilchen, Salate und mehr zu kleinen Preisen anbot. Die Umgebung und die Küche haben die fehlende Mensa definitiv wett gemacht. Auf den Fotos sieht es übrigens so aus, als würde dort nur gegessen werden – aber tatsächlich macht man ja wenig andere Fotos in der Uni und Essen ist nach wie vor ein beliebtes Motiv…

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Präsenzphase, Praktikum & Bachelorarbeit (5. & 6. Semester)

Das offizielle Studium mit Studienzeiten an der EMBA an eurem Standort schließt ihr mit dem vierten Semester ab. Heißt, danach seid ihr nur noch äußerst selten in der Uni, etwa um Bachelorarbeits-Dinge zu regeln oder Termine wahrzunehmen. Ich erläutere euch jetzt den klassischen Weg des 5. und 6. Semesters, den ich gegangen bin – allerdings ist das ganze recht individuell machbar und abhängig davon, wo und wie lange ihr euer Praktikum macht, ob ihr ins Ausland geht bzw. was ihr sonst so geplant habt. Fakt ist, dass ihr definitiv nach Mittweida müsst, ein Praktikum absolvieren und die Bachelorarbeit schreiben müsst. In welcher Reihenfolge ist prinzipiell egal.

Präsenzphase in Mittweida

Direkt nach den Semesterferien im Sommer 2015 ging es für mich für vier Wochen nach Mittweida in Sachsen, nahe Dresden und Chemnitz. Der Ort hat 15.000 Einwohner, von denen wohl der Großteil alte Menschen und Studenten sind. Eigentlich ist die Uni der Mittelpunkt der “Stadt” und viel mehr passiert dort um ehrlich zu sein auch nicht. Ich war in der Phase mit meinem ganzen Semester dort und somit gestaltete sich die Zeit dort besser als gedacht. Wir waren an der Dachuni unserer EMBA immatrikuliert, mussten diverse Kurse besuchen, Klausuren schreiben und Projekte durchführen, hatten aber alles in allem zum ersten Mal ein “normales” Studentenleben mit unterschiedlichen Unterrichtszeiten, Klausuren am Ende des Monats und mehr Freizeit. Wir haben gelernt, gefeiert, in WG’s gelebt, die Umgebung erkundet, waren in Prag, Dresden, Chemnitz, Berlin und Leipzig – haben also das beste aus der Zeit dort gemacht. Glaubt mir, ihr habt zwei Jahre lang “keine Lust” nach Mittweida zu ziehen, und am Ende war es halb so schlimm. Ganz im Gegenteil, hat es sogar echt Spaß gemacht und ich denke noch häufig an die Zeit mit meinen Leuten dort zurück. Aber das ist auch der Punkt: es steht und fällt mit eurer Begleitung, definitiv. Die Stadt an sich gibt leider wirklich nicht viel her und wenn ihr mehr oder weniger alleine dorthin fahrt ist es sicher nicht so witzig…

Praktikum

Nach meiner Rückkehr aus Mittweida im Oktober ging es gleich zwei Wochen später nach London. Wie ihr wisst, habe ich mein Praktikum (als eine der wenigen in meinem Semester übrigens) im Ausland gemacht. Ich werde oft gefragt, ob man bei der Suche unterstützt wird. Die Antwort ist jein, kann man nicht so genau sagen. Wir haben ein schwarzes Brett in der Uni gehabt, wo regelmäßig Angebote von Firmen hingen, die nach Praktikanten oder Werkstudenten gesucht haben. Klar könnt ihr euch dort bewerben und das “Angebot” der Uni wahrnehmen. Ich denke, dass ganz Verzweifelte auch das Akademiemanagement fragen könnten, wenn sie wirklich nichts finden, ob sie nicht eventuell einen Dozenten kennen, der Praktikanten sucht. An sich müsst ihr euch jedoch selbst um die Suche und Bewerbung kümmern. Das war aber soweit ich weiß bei keinem meiner Kommilitonen ein Problem. Ihr müsst mindestens drei Monate in einem Unternehmen arbeiten – könnt das ganze jedoch zeitlich auch auf bis zu sechs Monate ausdehnen.

Ich habe mich bereits im April/Mai autark auf ein Praktikum beworben, da für mich London und Ausland feststand und ich da etwas Vorlauf wegen der Wohnungssuche brauchte. Solltet ihr genaue Fragen zu meinem Praktikum speziell haben, könnt ihr sie gerne stellen, ansonsten ist das hier nicht das Thema. Alles zu meinem Aufenthalt in England könnt ihr hier nachlesen.

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Auslandsaufenthalt

Ebenfalls ein großes Thema – und für mich damals absolut relevant. Ich wollte unbedingt ins Ausland, um ein Auslandssemester zu machen. Beworben hatte ich mich als Studentin auf Bali, habe anschließend eine Reihe meiner Mitstudentinnen damit angesteckt und ja, hinterher war ich es, die zurückgezogen hat. Ich hatte für mich selbst beschlossen, dass für mich ein viermonatiges “Studium” auf Bali nicht allzu lehrreich sein würde im Sinne von, dass es nichts ist, was ich für meinen beruflichen Werdegang oder meinen Lebenslauf “brauchen könnte”. Dass man dort etwas fürs Leben lernt steht außer Frage, aber ich wollte nicht vier Monate Urlaub machen und es als Auslandssemester tarnen – das ist absolut kein Angriff, ich weiß, dass meine Mädels dort eine geile Zeit hatten und ich bin super dankbar, sie dort besucht haben zu können, nur war es einfach nicht das richtige für mich.

Ein weiterer Punkt war, dass ein Auslandsaufenthalt das ganze System nach hinten schiebt, ihr das Auslandssemester nicht angerechnet bekommt (sprich im Prinzip keine Kurse dort belegen oder bestehen müsst, deshalb sagte ich “Urlaub machen”) und ihr trotzdem nach Mittweida und das Praktikum absolvieren müsst sowie die Bachelorarbeit sich anschließt. Heißt, ihr “verliert” vier Monate, und leider sind auch einige meiner Kommilitoninnen in Zeitnot gekommen und mussten ein siebtes Semester dranhängen bzw. z.B. den Praktikumsbericht während der Klausurenphase in Mittweida schreiben oder während ihrer Bachelorarbeit das Praktikum absolvieren. Ich kann es euch also zeitlich gesehen nicht unbedingt empfehlen.

Da ich trotzdem nicht auf meinen Auslandsaufenthalt verzichten wollte, habe ich mich um ein Praktikum im Ausland gekümmert und so zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen. Vielleicht ist das ja für euch eine Option, ansonsten ist es an staatlichen Unis leichter, ein Auslandssemester einzuschieben und vor allem auch Kurse dort zu belegen, die euch angerechnet werden.

Bachelorarbeit

Nach meinen drei, vier Monaten in London musste ich zunächst den wissenschaftlichen Praktikumsbericht schreiben. Dafür hat man ab dem Tag des Praktikumsendes vier Wochen Zeit, er hat einen Umfang von 15-25 Seiten. Ist nervig, muss aber gemacht werden und bereitet ein wenig auf die Bachelorarbeit vor.

Nach zwei, drei Wochen Puffer in denen ich mich schon mental und organisatorisch auf die Bachelorarbeit vorbereitet habe, ging es zur Anmeldung. Ihr habt an der EMBA wie üblich 12 Wochen Zeit für die Anfertigung der Bachelorarbeit. Das Thema wird mit eurem Erstprüfer zusammen festgelegt, ihr könnt zu Beratungsterminen an die EMBA fahren und euch betreuen lassen. Ansonsten funktioniert das auch über E-Mail mit dem jeweiligen Professor. Euren Zweitprüfer sucht ihr euch selbst. Mit diesem könnt ihr euch ebenfalls intensiv auseinander setzen und euren Fortschritt besprechen. Sich drei Monate mit einem Thema befassen ist anstrengend und zerrt definitiv an den Nerven, da man weiß, wie wichtig diese letzte Prüfung für das gesamte Studium ist. Man hat vorher so etwas noch nie gemacht und irgendwie kein Gefühl dafür, was richtig und was falsch ist. Vielleicht schreibe ich dazu noch mal einen eigenen Beitrag, wenn ihr möchtet. Umso erleichterter ist man, wenn man schließlich abgeben kann und am besten eine sehr gute Note erhält, die den Schnitt am Ende noch mal ein wenig anhebt.

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Empfehlung & Fazit

Das war jetzt tatsächlich der längste Beitrag, den ich je auf diesem Blog geschrieben habe – um genau zu sein sind es exakt 4631 Wörter. Ich habe eingangs gesagt, dass ich wirklich auf jede eurer zahlreichen Fragen, die ich über die Jahre in Emails erhalten habe, eingehen würde – und das zieht eben viele Worte mit sich. Das XXXL-FAQ wird eben besonders für diejenigen unter euch interessant gewesen sein, die sich ernsthaft für ein privates Studium an der EMBA (oder auch anderen Akademien, an welchen das System ein ähnliches ist) begeistern.

Abschließend möchte ich noch meine Empfehlung generell aussprechen. Viele fragen mich, ob ich jetzt – mit dem Bachelor in der Tasche, um einiges an Wissen, Erfahrungen und Erkenntnissen reicher – alles genau so noch mal machen würde, wenn ich die Wahl hätte. Meine ehrliche Antwort? Ja, würde ich. Ich würde aber trotzdem nicht ausschließen, dass ein anderer Weg nicht genauso richtig gewesen wäre. Es gibt nicht nur eine Möglichkeit, nur eine ideale Chance um euer Ziel zu erreichen. Wo wir später im Beruf landen, ist von so vielen weiteren Faktoren abhängig als nur dem Studium – es spielen Engagement, Eigenleistung, Beziehungen, glückliche Fügungen und auch Zufälle eine große Rolle, das Studium legt nur den Grundstein. Ich persönlich habe, auch wenn es Kleinigkeiten gab, die mich über die drei Jahre gestört haben (was jedoch auch an jeder staatlichen Uni so gewesen wäre – da wo Menschen arbeiten, passieren Fehler, so ist das nun mal), sehr viel positives aus meinem Studium gezogen und durch die Spezialisierung des Fachs, die Nähe zu den Dozenten, den intensiven und zeitaufwändigen Unterricht (was einen natürlich auch manchmal stresst, am Ende zahlt es sich jedoch aus), die Unternehmenskooperationen und Kontakte und generell das ganze System habe ich für mich meinen Vorteil aus dem Studium an der EMBA gezogen, welches jeden Cent wert war. Wie erwähnt hätte ich mir im Nachhinein nichtsdestotrotz auch ein klassisches, staatliches wirtschaftliches Studium vorstellen können, um mich hinterher zu spezialisieren. Vielleicht hätte ich auch erst den Master privat gemacht – wer weiß. Bereuen tue ich es jedoch keinesfalls und kann es euch in jedem Fall empfehlen.

Solltet ihr trotz des langen Beitrags noch irgendwelche offenen Fragen haben, bitte ich euch, sie in den Kommentaren zu stellen, damit ich für alle darauf antworten kann, und mir keine Mails mehr zu dem Thema zu senden. :) Viel Erfolg bei eurer Entscheidung, ich hoffe, ich konnte euch ein wenig Licht ins Dunkel aus der Sicht einer Ex-EMBA-Studentin geben!

12 Kommentare

  1. Lara
    27. September 2016 / 13:12

    Wann wäre denn zeitlich das Auslandssemester in canada weißt du zufällig etwas darüber ? Oder kennst du Erfahrungen von anderen die selbst dort waren :)?

    • Vivien
      Autor
      28. September 2016 / 9:03

      Das Auslandssemester in Canada (New Brunswick) wäre im 5. Semester, also bei mir in der Zeit, in der ich in Mittweida war und das Praktikum gemacht habe. Durch die Kooperation kannst du dort Praktikum und Auslandsstudium verbinden und sparst damit etwas Zeit im Vergleich zu “freien” Auslandssemestern, welche kein Praktikum inkludieren, sprich damit hast du dann etwas mehr Stress hinterher. Die Mittweida-Phase musst du so oder so ablegen, egal, für was du dich entscheidest! :) Ich weiß nur von sehr sehr wenigen, die sich für Canada entschieden haben…

  2. 27. September 2016 / 19:04

    Ein wirklich toller Beitrag und sehr informativ. Vielen Dank für deine Mühe! :) Ich selbst habe mich ja auch für ein ein privates Fernstudium entschieden und bin sehr glücklich damit. Nicht immer ist ein privates Studium gleichbedeutend mit zu dumm für die staatliche Uni.

    • Vivien
      Autor
      28. September 2016 / 9:04

      Gern geschehen! Und nein, keineswegs, das hat absolut nichts damit zu tun – wir hatten auch genug Leute, die einen Top Abischnitt hatten. Das Problem in Deutschland ist eher, dass die ganzen staatlichen Studiengänge häufig wissenschaftlicher Natur sind und wenig Management-Studiengänge außer den Klassikern wie BWL, VWL usw. angeboten werden, da hat man im Bereich Medien, Werbung etc. kaum eine andere Möglichkeit! :)

  3. Julia
    14. Juli 2017 / 17:02

    Hey Vivi!

    Wäre es vielleicht möglich, Infos über Dein Masterstudium ebenfalls in einem kleinen Zwischenfazit zu bekommen?
    Liebe Grüße und danke für den tollen Beitrag!

    • Vivien
      Autor
      16. Juli 2017 / 12:44

      Hey liebe Julia, freut mich, dass dir der Beitrag gefällt…

      Ich überleg’s mir – muss aber dazu sagen, dass ich damals meinen Fokus sehr stark auf dem Bachelorstudium hatte, während ich jetzt wirklich gefühlt nur nebenbei studiere und – auch wenn das Studium mir gefällt und ich es in keinem Fall bereue – froh bin, wenn ich mich anderen Dingen widmen kann! :) Aber vielleicht wird ein Beitrag dazu kommen, eigentlich hat es der Inhalt des Masters in jedem Fall verdient. Wobei ich das wohl eher auf das Ende des Studiums verschiebe – ich bin ja schon in knapp einem Jahr fertig…

  4. Anna Sofie
    5. Juni 2018 / 21:11

    Ganz toller und wirklich sehr langer Eintrag.
    Ich überlege Marketing an der EMBA in HH zu studieren, bin aber schon 27 und habe generell etwas Angst, dass sich das investierte Geld am Ende nicht auszahlt bzw. ich es irgendwie nicht schaffe (bin immerhin 7 Jhre aus der Schule raus und habe seitdem nur gearbeitet!).
    Außerdem liest man in Foren immer ziemich viel, dass Arbeitgeber solche privaten Unis nicht gerne sehen und nicht so wertschätzen wie staatliche Unis etc. und dass man sich den Abschluss erkauft. Aber alle Beiträge von Studenten oder Absolventen der Uni sind durchweg positiv… muss ja auch etwas heißen ;).

    Auf jeden Fall danke für den wirklich sehr ausführlichen Beitrag.

    Grüße!
    Anna Sofie

    • Vivien
      Autor
      7. Juni 2018 / 18:49

      Hey liebe Anna Sofie, Danke dir für deinen Kommentar! :) Also was dein Alter betrifft brauchst du dir an sich keine Gedanken machen, erstens finde ich persönlich, dass es nie zu spät ist, um zu lernen. Gerade an privaten Akademien und Unis studieren viele ja später erst, nachdem sie schon eine Ausbildung und etwas Berufserfahrung hinter sich haben. Bei uns war die Älteste im Kurs 25 als wir angefangen haben, ich weiß aber auch, dass in den Parallelkursen einige um die 29,30 waren. Gibt’s alles! In das Lernen kommt man glaube ich schnell wieder rein und generell finde ich es gut, dass du mal etwas Abstand dazu haben konntest und jetzt wieder Lust darauf hast.

      Was den finanziellen Aufwand betrifft, kann ich dir natürlich weder reinreden noch Tipps geben – da muss man am Ende selbst entscheiden. Ich finde jedoch, dass es am Ende nichts wichtigeres oder besseres gibt, als in Bildung zu investieren.

      Was das Thema Arbeitgeber und Ansehen betrifft: da kann ich dir, zumindest von meinen Erfahrungen her, Entwarnung geben. Ich habe bisher wirklich nichts Negatives gehört zu meinem Studium – maximal von ebenfalls “jungen” Leuten, sprich Studenten, die sich darüber lustig machen oder aufregen. In den entsprechenden Branchen weiß man, dass es staatlich kaum “spezielle” Studiengänge im Bereiche Medien gibt und man fast keine andere Wahl hat, als privat mit Schwerpunkt zu studieren, wenn man nicht das normale BWL-Marketing machen möchte. Zudem ist es bei der EMBA ja so, dass du einen ganz normalen, staatlichen Abschluss der staatlichen Uni Mittweida machst :) Also du hast tatsächlich einen staatlichen Abschluss, und das ist es ja, was zählt und du auch in deinen Lebenslauf schreiben kannst. Auch darfst du nicht vergessen, dass alle berufsbegleitenden Studiengänge stets privat sind – und diese sind, soweit ich weiß, immer (!) gut angesehen werden, weil man ja gleichzeitig studiert und eine Ausbildung macht, und da regt sich schließlich auch keiner drüber auf, weil es ja eher eine Doppelbelastung als ein geschenktes Studium ist. In anderen Ländern zahlt man immer für Bildung, und da sucht man sich ja auch das aus was man machen möchte und zahlt entsprechend mehr oder weniger, nur hier in Deutschland ist es verpönt, weil man auch umsonst studieren kann. Nur gibt es eben nicht jedes Interessenfeld umsonst! :)

      Gerne doch! Vielleicht überlegst du es dir ja noch mal – nächste Woche kommt noch ein Beitrag zur EMBA online zur richtigen Studienwahl.

  5. Regina
    4. August 2018 / 11:35

    Fantastische Zusammenfassung, fast alles könnte beantwortet werden. Wie sieht es mit den Semesterferien aus? Kann man dazu ganz allgemein etwas sagen?

    • Vivien
      Autor
      4. August 2018 / 15:27

      Hey liebe Regina, lieben Dank für deinen Kommentar – freut mich, dass ich dir viele, offene Fragen beantworten konnte :) Die Semesterferien – nun ja, die sind soweit ich mich erinnere zwischen fünf und sieben Wochen lang? Ich glaube, im Frühjahr (März/ApriL) tatsächlich so fünf, sechs und im Sommer dann so sieben, acht Wochen – ich weiß, dass ich damals gute fünf Wochen in Thailand war und dann noch vorher und hinterher ein wenig Zeit hatte. Also definitiv kürzer als bei staatlichen Unis, aber absolut ausreichend zum Reisen und man studiert ja auch nicht, um drei Monate im Sommer frei zu haben :D Ach, im Winter hast du auch noch mal gut zwei Wochen frei über Weihnachten. :) Solltest du eine Klausur nicht bestehen, dann wird diese meist zum Anfang der jeweiligen, nächsten Ferien wiederholt – da hast du dann quasi etwas weniger frei, aber man geht ja eh davon aus, bestenfalls alles zu bestehen! :)

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