Die wenigsten von euch dürften wissen, dass ich streng genommen nur zur Hälfte deutsche Wurzeln habe, und zur anderen Hälfte polnischer Herkunft bin. Vielleicht ist das ein wenig deutlicher geworden, nachdem ich vor knapp zwei Wochen auf der Hochzeit meiner Cousine in Polen war und dies öfter bei Instagram und Snapchat erwähnt hatte.

Um die Geschichte dem Verständnis halber kurz anzureißen – meine Familie mütterlicherseits kommt vollständig aus Polen, aus den verschiedensten Ecken und Enden des Landes. Meine Großeltern sind jedoch, als meine Mutter noch ein kleines Kind war mit ihr und ihren Geschwistern nach Deutschland ausgewandert und leben bzw. lebten seitdem hier. Das ist unter anderem ein Grund, wieso meine Mutter eher Deutsche als Polin ist, besser die deutsche als die polnische Sprache beherrscht und ich auch (größtenteils) “Deutsch” erzogen bin. Da meine Oma jedoch einige Geschwister hat, von denen die meisten in Polen leben und man natürlich (glücklicherweise!) auch viele, kulturelle Dinge übernimmt, sind wir irgendwo eine Mischfamilie und ich – mindestens genetisch gesehen – Halbpolin. Soviel dazu!

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Jedenfalls hat eine meiner Cousinen Ende April im schönen Wadowice geheiratet, weshalb es für meine Familie und mich für ein paar Tage in ein schickes Wellnesshotel nach Andrychow, hoch auf einen Berg, ging. Polnische Hochzeiten dauern traditionell nicht nur den Tag der Hochzeit an, sondern gehen meist zwei oder drei Tage lang – ich glaube, das hatte ich euch schon in meinem Outfitpost vom zweiten Tag erzählt.

Am richtigen Hochzeitstag, dem Samstag, ging es offiziell erst am Nachmittag mit der Trauung los, weshalb ich nach einem guten Frühstück den SPA-Bereich des Hotels nutzte und viele Bahnen schwamm. Nachmittags ging es hinunter nach Wadowice, wo in der schönen Kirche die Trauung stattfand. Fun Fact: Wadowice ist die Geburtsstadt des ehemaligen Papstes Johannes Paul dem II – wusstet ihr das?

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Anschließend ging es zurück ins Hotel, wo in einem Festsaal die Feier stattfand. Gemäß polnischen Standards wurde wirklich wahnsinnig viel und häufig Essen aufgefahren, eigentlich war man nie hungrig oder ohne das nächste Menü vor der Nase. Natürlich wurde viel getanzt und getrunken, es gab verschiedene “Entertainment-Punkte”, ich denke ähnlich einer deutschen bzw. klassischen Hochzeit, die man aus dem Fernsehen kennt.

Am Abend hatte ich meine Kamera nicht dabei, weshalb es nicht allzu viele Fotos davon für euch gibt. Ansonsten habe ich, wie ihr seht, auch Fotos meiner Familie außen vor gelassen – wer weiß, ob sie wirklich gerne im Internet auftauchen möchten.

Am zweiten Tag wurde in einer zum Hotel gehörigen “Hütte” gefeiert, welche etwas uriger mit Holzvertäfelungen und einem riesigen Ofen aufgemacht war. Auch hier wurde pausenlos neues Essen aufgefahren, es wurde getanzt und gelacht, obwohl vom ersten Tag alle etwas schlapp waren. Jetzt lasse ich Fotos sprechen, denn die sind der eigentliche Grund für diesen Beitrag – ich finde, es sind ein paar schöne entstanden, die ich gerne unter einem etwas anderen Travel-Beitrag mit euch teilen wollte.

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