Unglaublich aber wahr – Morgen Abend geht es für uns ‘schon’ wieder Richtung Deutschland. Wie schnell ein Monat vergehen kann, merkt man im Urlaub fast noch extremer..

Wir befinden uns gerade in Ao Nang/Krabi und werden von dort aus Morgen mit einem Minivan nach Phuket rüber fahren, von wo aus wir fliegen. Natürlich erwarten euch, sobald ich Zuhause bin, noch einige Beiträge, u.a. der zweite Teil meines Koh Tao Berichts, ein weiteres Strandoutfit sowie der Bericht über Ao Nang/Krabi. Danach starten wohl auch wir hier auf Mrs. Brightside in einen hoffentlich schönen Herbst – Sommerbeiträge hatten wir dann wohl genug!

Heute geht es jedoch erst mal um eine meiner Lieblingsinseln – Koh Tao! Auf der kleinsten der Inseln im thailändischen Golf machten mein Freund und ich u.a. unseren Open Water Tauchkurs und verbrachten anschließend noch einige Tage in einem schönen Resort am anderen Ende Koh Taos. Das ist auch der Grund, weshalb ich die 8,9 verbrachten Tage auf der Insel in zwei Beiträge aufteile – here we go…

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06.09. Am Samstagmorgen frühstückten wir in Ruhe auf Koh Phangan und machten uns eigentlich auf eine ruhige und zügige Überfahrt nach Koh Tao gefasst – schließlich sind die Inseln nur einen thailändischen Katzensprung von einander entfernt und bisher hatten wir auch keine großen Probleme mit Fährfahrten. Wir sehr man sich täuschen kann…

Nach einigem Hin- und Her  aufgrund von geänderten Abfahrtszeiten der Seatran Company herrschte plötzliche Aufbruchstimmung und wir wurden unter einigem Chaos zum Pier gebracht um doch noch die frühere Fähre mit Verspätung zu bekommen – welche jedoch gehörig verspätet war sodass wir noch ungefähr 1,5 Stunden warten mussten.
Irgendwann fing es tierisch an zu stürmen und wir saßen ganz vorne im Bug des Schiffes unter Deck. Anfangs waren die achterbahngleichen Wellen noch ganz lustig, irgendwann wurde uns – und dem Rest des Schiffes – nur noch schlecht. Und ich meine so richtig schlecht, mit nach draußen torkeln, Wellen und einsetzenden Regen, der irgendwann in Gewitter/Sturmregen überschlug in Kauf nehmen, nass werden und von rechts nach links geschleudert werden in Kauf nehmen, nur um sich nicht (noch mal) zu übergeben. Das Boot wurde wortwörtlich auf meterhohen Wellen hin und her geschleudert – natürlich war diese Fahrt eher dem Wetter als dem Boot zuzuschreiben, aber unsere Abneigung der Seatran Company gegenüber wuchs dadurch. Wir waren wirklich heilfroh, auf festem Boden zu stehen und wurden glücklicherweise von Mitarbeitern der Tauchschule am Pier abgeholt und wurden postwendend zum dazugehörigen Hotel gebracht.

Nach einem Nachmittagsschläfchen ging es uns etwas besser, aber große Lust irgendwo hinzugehen hatten wir nicht mehr – so besorgte mein Freund kurzerhand Pizza vom Italiener um die Ecke (ja, so etwas gibt es auch hier!) die wir im Bett aßen.

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07.09. Sonntagmorgen schliefen wir aus und fühlten uns endlich nicht mehr schwummerig auf den Beinen. Wir frühstückten in einem Restaurant der Stadt, erkundeten die kleinen Straßen mit ihren Läden und Geschäften (auf Koh Tao konnten wir beide – leider – super einkaufen) und machten einen Abstecher zum Sairee Beach.

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Am Nachmittag begann offiziell unser Tauchkurs – wir hatten das Glück, u.a. da Lowseason ist und die Tauchschulen versprechen, an einem beliebigen Tag beginnen zu können, eine Art Privatkurs mit unserem Tauchlehrer Alex zu haben. Wir erhielten die ersten Theorieinformationen, sahen einige Videos zum Tauchsport und gingen diese gemeinsam durch. Am Ende gab es sogar Hausaufgaben, wie in der Schule…

Im Anschluss gingen wir auf Empfehlung in einem Lokal namens ‘Roasted Duck’ etwas essen, welches alles in allem ganz in Ordnung war.

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08.09. Ab Montag war dann Schluss mit lustig, denn es galt, um 8 Uhr für die nächste Theorieeinheit an der Tauchschule zu sein. Diese verhielt sich ähnlich wie diejenige am Tag zuvor, nach einem kleinen Mittagessen um 12 Uhr ging es dann zur ersten Taucheinheit zur Übung in den Pool. Vier Stunden lang wurde uns das in der Theorie Erlernte praktisch gezeigt, wir vollzogen viele Übungen die zum Erhalt der Lizenz von Nöten sind und machten uns mit Gerätschaften und dem Gefühl, unter Wasser natürlich zu atmen vertraut. Abends gingen wir schließlich in einem Restaurant namens ‘Su Chili’ essen – und schliefen hinterher recht schnell ein, geschafft vom Tag.

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Skirt (Dress) – Thailand / Boutique Koh Samui

Croptop – H&M

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09.09. Dienstag wurde es dann richtig spannend! Am Morgen um 8 hatten wir beide unsere schriftliche Prüfung, in der mithilfe von 50 Fragen unser Wissen rund um das Tauchen selbst und das Planen von Tauchgängen, die Folgen, Verletzungen und Risiken abgefragt wurden. Wir beide bestanden mit 97% – und merkten erst dann so richtig, was wir alles in den Tagen gelernt hatten. Gegen 11 Uhr ging es dann Richtung Pier und rauf aufs Tauchboot – die ersten beiden Tauchgänge auf 12m Tiefe standen an!

Es ist schwierig, das Tauchen zu beschreiben wenn man es nicht selbst gemacht hat. Ich glaube, man muss sich vollständig darauf einlassen und damit anfreunden, unter Wasser nur Mithilfe eines Geräts atmen zu können und dass man nicht einfach schnell auftauchen kann, wenn man Panik bekommt. Wenn man klaustrophobische Zustände nicht zulässt, dann ist es wirklich nicht schwer – man muss nur die Ruhe bewahren. Und das, was man dafür zu sehen bekommt, die Leichtigkeit unter Wasser und diese völlig andere Welt, die sich einem unter Wasser darbietet, ist unbezahlbar. Ich, bzw. wir beide, sind völlig verfallen und in den ersten Tagen nach dem Tauchkurs packte uns regelmäßig der Wehmut. Wir wollen auf jeden Fall weiter machen und unsere zukünftigen Urlaube wenn es passt ggf. auch in Tauchgebieten planen.

Am Dienstag sahen wir schon ziemlich viele Fische und anderes Getier, aber so richtig spannend wurde es erst am Mittwoch…

Abends gönnten wir uns ein recht teures aber exklusives, westliches Essen im ‘Bookers’ und gingen früh zu Bett, denn am Mittwoch hieß es um 5:45 aufstehen, das Meer ruft…

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10.09. Mittwoch ging es dann sehr sehr früh raus aufs Meer, da um diese frühen Uhrzeiten die Chancen auf besonderere Unterwassertiere am Größten sind. Die Tauchgänge 3&4 auf eine Tiefe von 18m sind ebenfalls nötig, um als SSI Open Water Taucher zertifiziert zu werden. Wir beide empfanden die 18m nicht als sehr viel tiefer als die 12m am Tag zuvor. Als wir uns hinterher jedoch klarmachten, wir tief 18m in Wirklichkeit sind (im Vergleich zu einem Wohnhaus beispielsweise) war dies schon irgendwie beeindruckend.

Am Mittwoch hatten wir übrigens großes, großes Glück. Auf unserem ersten Tauchgang sahen wir tatsächlich Blacktip Reefsharks, sprich 2m große Haie, zwei Stück an der Zahl auf dem Grund schwimmen. Unser Tauch-Instructor Alex war völlig aus dem Häuschen, da er in den Monaten hier auf Koh Tao noch nie das Vergnügen hatte, einen Hai zu sehen. Auch die anderen in der Tauchschule waren sehr beeindruckt, also schien das Ganze schon etwas ziemlich Besonderes zu sein.

Das für mich noch viel schönere Erlebnis (welches glücklicherweise 1A mit der GoPro festgehalten wurde!) hatten wir auf unserem zweiten Tauchgang an diesem Morgen – nach einigen Minuten trafen wir, und das war ein großer Wunsch von mir – auf eine riesige Wasserschildkröte, die am Hang klebte, sich nicht von uns Tauchern beirren ließ und sogar geradewegs in meine Kamera hinein und schließlich durch unsere Gruppe hinweg schwamm. Auch das ist sehr sehr selten, für unseren Instructor war es das dritte Mal in seinen Monaten hier – wir hatten also wirklich ein Riesenglück an jenem Tag.

Gegen 12 waren wir wieder an Land, den Tag über ruhten wir uns aus und am Abend ging es dann gemeinsam mit unserem Instructor auf ein Abschiedsessen zu ‘Taste of Home’, ein Lokal welches von einer Deutschen geführt wird.

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11.09. Am Donnerstagmorgen waren wir schließlich endgültig zertifizierte Taucher – und der Abschied fiel uns gar nicht leicht, zu Begreifen dass die Tauchzeit, die ersten Tauchgänge und alles Zusammenhängende schon vorbei sein sollte. Nach einem Frühstück in der Tauchschule nahmen wir schließlich ein Taxi zu unserem neuen Hotel etwas südlicher auf der Insel, wo wir noch für weitere drei Tage blieben (Teil II folgt!).

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6 Kommentare

    • Vivien
      Autor
      18. September 2014 / 10:14

      Haha find’s gerade total witzig dass du mir kommentierst, du bist einer der ersten Blogs gewesen damals die ich gelesen habe seit ich selbst angefangen habe (2009) und damals hab ich mich total in deinen Namen verliebt :D
      Muh Nein, die Pizzeria von uns war mitten in der Stadt am Sairee Beach und hieß auch ‘Sairee Sairee’ :)

  1. Klausi
    17. September 2014 / 18:10

    Tolle Bilder…..hast du noch mehr von dir / euch im Neopren? steht euch

    • Vivien
      Autor
      18. September 2014 / 10:12

      Sowas hat hier denke ich keinen Platz ;)

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