Schöne Dinge soll man teilen. Restaurant-Tipps, Shop-Empfehlungen, Lieblingsorte und – Hotels, in denen man sich wohl gefühlt hat. Dazu sollte keinesfalls zwingend eine Zusammenarbeit vorausgesetzt sein. Schließlich sind wir Blogger keinesfalls dafür da, lediglich bezahlte Beiträge zu veröffentlichen oder Tipps zu geben, hinter denen wir zwar stehen, für die wir aber eine Vergütung erhalten oder noch schlimmer: nichts mehr unvergütet zu empfehlen.

Der Urlaub in Portugal ist von vorne bis hinten unser eigener – weder Flüge, noch Mietwagen oder Hotels sind gesponsert. Alle Empfehlungen, ob es nun Aktivitäten, Restaurants oder Hotels sind, teile ich mit euch. Heute, weil ich mir vorstellen kann, dass viele von euch von der Gestaltung unserer temporären Domizile genauso begeistert sein werden, wie wir es waren. Gleich vorweg: sie sind absolut bezahlbar und in meinen Augen perfekt für einen entspannten Urlaub in einem Land wie Portugal.

Wir haben beide Hotels über Booking.com gebucht, die Empfehlung hatte ich euch schon damals in Bezug auf meinen Backpackingtrip nach Thailand 2014 gegeben. Ich war mit den Buchungen darüber immer zufrieden, finde es entspannt, dass man meist bis eine Woche vor Ankunft kostenfrei stornieren kann und im Preisvergleich mit anderen Seiten hat der Anbieter oft die Nase vorn gehabt. Ich habe – und das gilt ebenso für euch, das hat nichts mit meinem Blogger-Dasein zu tun! – einen 15€-Gutscheincode erhalten, den ihr für eure Buchung nutzen könnt. Wenn ihr über diesen Link bucht, erhaltet ihr nach eurer Rückkehr aus dem Urlaub 15€ auf eure Karte zurück überwiesen. Eine gute Sache – vielleicht nutzt ihr den Code ja direkt für eine Buchung der Hotels, für die wir uns entschieden haben? :)

Algarve: Amazigh Guest House, Aljezur

Für unseren Aufenthalt an der Algarve hatten wir uns kurzfristig für das Amazigh Guest House in Aljezur entschieden. Ich habe bereits in meinem Algarve Traveldiary erwähnt, dass wir uns nur sporadisch über Wetter & Co. informiert hatten und davon ausgegangen waren, dass wir überall die selben Klimabedingungen vorfinden würden. Auch muss ich dazu sagen, dass die Portugalreise relativ ungeplant war – von Anfang an. Das Reiseziel stand, wir haben irgendwann spontan Flüge gebucht und die Hotelbuchungen sowie die Mietwagenbuchung immer weiter vor uns her geschoben – eigentlich gar nicht meine Art. Am Ende wurde das Hotel nach einem Vergleich mit anderen ziemlich kurz vor Reiseantritt gebucht, weshalb wir sowieso nicht mehr die Riesenauswahl hatten. Wieso wir trotzdem total zufrieden waren? Schaut & lest selbst:

Wir haben für sechs Nächte im Amazigh Guest House in Aljezur bei Arrifana gewohnt. Für einen Preis von knapp 600€ für zwei Personen inklusive Frühstück wirklich in Ordnung. Ein eher einfaches Surferhotel, wie uns hinterher klar geworden ist, am Atlantik und somit der Westküste der Algarve. Das Hotel selbst ist innerhalb eines eher höherpreisigen, ordentlichen Wohnviertels gelegen (ich schätze, das meiste davon waren Ferienvillen) und etwa 10 Minuten Fahrzeit zur Küste von Arrifana entfernt, wo sich einige Restaurants und der nahegelegenste Surfstrand befinden. Bei Booking.com hat das Hotel eine Bewertung von 8,1 – ich habe es euch zu Beginn des Absatzes verlinkt.

Was uns auf Anhieb total gefallen hat, war die entspannte Atmosphäre und das absolut detailverliebte und liebevolle Design des Hotels. Normalerweise wählen wir immer total moderne, eher cleane Hotels (wie ihr vielleicht schon des Öfteren in meiner Instagram Story entdeckt habt) – das Hippiehotel war somit wirklich mal etwas anderes. Ich bin sofort Feuer und Flamme, wenn ich individuelle Details entdecke und habe mich in die Einrichtung, die sehr viel auf Naturmaterialien, Handarbeiten und Stranddeko basierte, sofort verliebt.

Vor jedem Zimmer hängen kleine Holzschilder mit der Zimmernummer und einem fast schon Instagram-typischen Spruch zum Thema Motivation, Happiness oder Travel. Die Zimmer selbst sind eher einfach (aber ebenfalls mit liebevoller Dekoration!) gestaltet, enthalten tatsächlich nur das Nötigste – aber sind für einen entspannten Strandurlaub, in welchem man eh kaum Zeit auf dem Zimmer verbringt, perfekt.

Das Frühstück war einfach, aber wirklich lecker. Kaffee, Tee, frisches Obst, verschiedene Gebäcke (auch das ‘Nationalgebäck’ Pasteis de Nata, ein mit Pudding gefülltes Teilchen) sowie verschiedene Brot und Aufschnittsorten, Müsli, Marmeladen und Co. wurden täglich frisch als kleines Buffet serviert und ständig von den Surfermädels, die dort arbeiten, nachgelegt. Auch hier habe ich mich für das Geschirr und die Aufmachung des Frühstücks begeistern können – der Stil des Hotels wurde wirklich von vorn bis hinten durchgezogen.

Der Pool ist einfach und zweckdienlich, zum Sonnenuntergang ist die ganze Kulisse wirklich hübsch. Ausprobiert haben wir ihn nur ein einziges mal am frühen Abend, da die Temperaturen wie mehrfach beschrieben in der Gegend grundsätzlich einige °C kühler waren, als im südlicheren Teil der Algarve, weshalb wir die Tage immer an verschiedenen Stränden und nicht im Hotel verbracht haben.

Ansonsten ist noch hervorzuheben, dass das Personal wirklich entspannt und fröhlich ist, alles dort dreht sich ums Surfen und einen entspannten Urlaub ohne übermäßigen Luxus oder 5-Sterne-Attitüde. Außerdem kann man, wenn man sich einen Mietwagen nimmt (was ich absolut empfehle, wie hier erläutert!) perfekt parken, da das Hotel an zwei Seiten circa 20 Parkplätze bietet und auch in den Anwohnerstraßen drum herum viele Möglichkeiten bestehen, sollte der Parkplatz voll sein – was uns nie passiert ist.

Lissabon: Bairro Studio, Bairro Alto

Auch das Appartement in Lissabon haben wir eher spontan und sehr kurzfristig gebucht. In einer Stadt wie Lissabon wollten wir in jedem Fall bei allen Mahlzeiten auf das Essen außerhalb zurückgreifen, um möglichst viel testen zu können, weshalb wir uns von vornherein für ein Appartement oder Hotel ohne Frühstück interessiert haben. Am Ende ist es das Bairro Studio im Stadtteil Bairro Alto mitten in Lissabon geworden. Wir haben für drei Nächte ohne Verpflegung 330€ gezahlt, was einem ähnlichen Preis wie die Nächte an der Algarve entspricht. Das Appartement hat eine Bewertung von 9,6 – was wirklich wahnsinnig gut ist. Ich persönlich achte auf solche Bewertungen, auch wenn ich trotzdem ein Auge auf die (teils absurden) Mängel werfe, die andere angeben. Auf der Seite des Appartements auf Booking.com, welche ich euch verlinkt habe, findet ihr noch viel viel mehr Fotos. Um meine folgenden Worte besser nachvollziehen zu können, schaut euch auf jeden Fall den Rest der Wohnung an!

Das ganze Haus gehört, soweit wir das verstanden haben, einem Pärchen, welches es als vier einzelne Appartements an Gäste vermietet. Die Zimmer sind so wahnsinnig hübsch eingerichtet – super modern, clean mit einem gewissen ‘Natur-Chic’, sodass ich gleich gesagt habe, ich würde theoretisch sofort einziehen. Eine richtige Pinterest-Wohnung, ehrlich. Die Küchenzeile ist komplett modern und vollständig ausgestattet, sodass man sich bei einem längeren Aufenthalt auch problemlos selbst versorgen könnte. Das Badezimmer ist neu und völlig ausreichend – einziges Manko ist der riechende Abfluss, was an den alten Rohren des Hauses liegt. Zusätzlich zu den Betten (die wir zusammen geschoben haben) gibt es eine kleine Couch, einen TV sowie Waschmaschine, Trockner und Bügelbrett. Alles da, um wie Zuhause leben zu können – in sehr geschmackvoller, dekorierter Atmosphäre.

Ein weiterer Pluspunkt des Appartements ist die Lage – wir konnten beinahe überall hin laufen, runter zum Rio Tejo, zum Rossio oder den anderen Hotspots der Stadt. Im Viertel Bairro Alto gelegen hatte man das Nachtleben quasi vor der Nase und konnte Abends noch auf ein Bier oder einen Drink direkt vor der Haustür gehen, auch viele Clubs waren in der Nähe. Nur zwei Gehminuten vom Standort kam man an eine der Hauptstraßen Lissabons, an welcher man direkt viele Restaurants, Cafés und Einkaufsmöglichkeiten fand. Das Viertel Chiado schließt sich gleich an den Bezirk Bairro Alto an – in diesen beiden Gegenden haben wir uns demnach sehr viel aufgehalten.

Ich will ehrlich sein, das habe ich versprochen: Der einzige Nachteil ist tatsächlich der Lärm, der nachts von den Straßen Bairro Altos hoch ins Appartement schallt. Wir wohnten wirklich auf einer der belebtesten Party-Straßen der Stadt, wo sich Kneipen und Bars aneinander reihen. Man hatte im Bett liegend das Gefühl, dass man gleich mitten drin im Geschehen war, und nach einer kleinen Ruhe-Gap von ca. 4-6 Uhr morgens ging gleich die Straßenreinigung los, welche alles wieder auf Vordermann brachte. An sich sehr positiv, wenn es nicht den eigenen Schlaf stören würde. Wir wunderten uns nach der ersten Nacht jedenfalls nicht mehr, weshalb Ohrenstöpsel von den Vermietern auf dem Nachttisch hinterlegt wurden. Wir haben uns am Ende nicht daran gestört und konnten grundsätzlich trotzdem gut schlafen – auch bei offenem Fenster. Wenn ihr sehr empfindlich seid, dann müsst ihr überlegen, ob ihr mit geschlossenem Fenster und Ohrenstöpseln zurecht kommt – oder ihr bleibt einfach selbst die ganze Nacht unterwegs und verschlaft den Tag, das wäre aber eher schade… Für uns tut dies der Lissabon-Erfahrung keinen Abbruch – wir haben uns total wohl gefühlt.

4 Kommentare

  1. 19. August 2017 / 15:13

    Jetzt bekomme ich doch Lust auf Urlaub in Portugal! Dieses Jahr ist nur noch Deutschland (mein geliebtes Hamburg und Laboe) auf der Liste bevor es 2018 wieder nach Thailand geht. Vom letzten Thailand-Urlaub und der Rundreise durch die arabischen Emirate dieses Jahr werde ich demnächst auch noch bloggen.
    Meine Fragen an dich:
    Sind die Preise für Lissabon und Co. normal oder waren sie aufgrund der Lage und mitten in der Hauptsaison eher hoch?
    Ihr habt individuell und nicht pauschal gebucht?
    In jedem Fall gefallen mir die beiden Locations sehr gut! Ich finde auch, dass es sehr stylish aussieht und nicht “einfach”. Herzliche Grüße, Uta vom damenhaftblog.

    • Vivien
      Autor
      20. August 2017 / 17:55

      Ich kann dir Portugal wirklich nur ans Herz legen – ich denke, das zeigen meine ganzen Blogposts ganz deutlich! :)

      Was die Preise betrifft, kann ich dir leider nicht sagen, ob es jetzt teurer war als ggf. im Februar, März außerhalb der Saison. Wir waren das erste Mal in Portugal und haben demnach keine Vergleichswerte. Ich finde aber, dass 300€ für 2 Personen (sprich 150€ pP, 50€ pP pro Nacht) nicht allzu viel bzw. ZU viel sind. Wir haben alles individuell gebucht, sprich Flüge, Wohngelegenheiten und Mietwagen separat. Lediglich das Frühstück im Surfhotel war dabei, ansonsten haben wir auch komplett individuell auswärts gegessen! :)

  2. 21. August 2017 / 21:12

    Das Surf-Hotel sieht toll aus. Und Pasteis de Nata sind sowieso ein Traum! :)
    Liebe Grüße
    Zoe von Zoes things

    • Vivien
      Autor
      22. August 2017 / 9:09

      Lieben Dank für deinen Kommentar! :) Jaa, die sind wirklich super hihi!

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