Irgendwo auf der Welt ist immer Sommer, richtig? Das bedeutet – mein schlechtes Gewissen, euch so einige Sommeroutfits dieses Jahres noch nicht gezeigt zu haben, darf getrost in den Hintergrund rücken?

Dieser Sommer, dieses Jahr ab März, April war, was den Blog, meine Kreativität, Motivation und fokussierte Konzentration betrifft, sehr fordernd für mich. In erster Linie lag dies an – ich weiß, ihr könnt dieses Wort wahrscheinlich genauso wenig mehr hören, wie ich – meiner Masterarbeit, die meine gesamte Aufmerksamkeit im kreativ-schriftlichen Bereich einforderte.

Zwischen den Welten

Das Thema ist in meinem Kopf längst abgehakt. Arbeit lange abgegeben, letzte Prüfungen erledigt, Note im Sack – wie man so schön sagt. Sogar exmatrikuliert bin ich mittlerweile – das Studium ist also offiziell abgeschlossen. Inoffiziell folgt noch der Abschlussball, auf den ich mich, nachdem ich den meines Bachelorabschlusses damals verpasst habe, auch freue (insgeheim natürlich am meisten darauf, Talar und Doktorhut zu tragen, hihi).

Und doch: befinde ich mich irgendwie zwischen den Welten. Was mir immer noch nachhängt, ist der viele Content für den Blog, der unbedingt seinen Weg auf diese Seite hier finden soll – was jedoch die letzten Monate insbesondere an fehlender Zeit und Konzentration seiner Urheberin (also mir…) scheiterte. Wenn man den ganzen Tag nach den richtigen Formulierungen sucht, stundenlang vor seinem offenen, so sehr wichtigen Word-Dokument sitzt, recherchiert, mit Phrasen balanciert und letzten Endes nur Schrittchenweise weiterkommt – fehlen einem am Ende des Tages buchstäblich die Worte.

Mein Gehirn war am Ende eines jeden Tages so leer gesaugt, ich war tatsächlich nicht mehr in der Lage, wenn auch deutlich weniger anspruchsvolle Texte als eine wissenschaftliche Arbeit, nieder zu schreiben. Saß viel zu oft vor blinkenden Cursorn, auffordernd, meine Worte zum neuesten Outfit, den letzten Geschehnissen oder meinem aktuellen Lieblingstrend in die Welt zu verbreiten.

Und dann kam die Freiheit. Und mit ihr das “süße Nichtstun”, will ich es nennen. So ganz stimmt das nicht, denn weiterhin musste natürlich meine Arbeit erledigt werden, Projekte abgearbeitet, gebuchte Beiträge erstellt, Fotostrecken erstellt, Mails und Rechnungen, Steuern und Briefings durchgearbeitet werden. Und drumherum? Genoss ich endlich meinen Sommer, meine Zeit in Hamburg und Düsseldorf. Und schließlich kamen die Reisen – aus Portugal und Spanien sind wir Montagnacht zurückgekehrt. Heute Nacht fliegen wir nach Norwegen; am Dienstag geht es für mich nach Griechenland.

Ziemlich viel vor, um die ganzen, auf der Strecke gebliebenen Beiträge aufzuarbeiten. Und so sammelte sich Bildstrecke um Bildstrecke, Fotoshoot um Fotoshoot. Material ist da – Kreativität, Motivation und Konzentration irgendwie nicht. Ich klammere mich an jede, freie Stunde zwischendrin. Versuche teilweise “auf Zwang”, mir inmitten der ganzen Erledigungen Zeit für kreatives Schreiben zu nehmen – was natürlich unter Druck nicht gelingt. Ich habe so viel zu zeigen – und weiß nicht, wo ich anfangen soll.

Nennt es ‘First World Problems’, wenn ihr mögt. Aber zu meiner aktuellen Arbeit als Vollzeitbloggerin, gehören nun mal auch die vielen, freien Beiträge. Alltagsschnipsel, persönliche Gedanken, meine täglichen Outfits, kleine Reiseberichte und was mich sonst so begeistert, bewegt und ich für teilenswert erachte. Ja, in diesen Flow muss ich erst wieder hineinfinden. Und ich setze alles darauf, dass das mit dem Herbstanfang zurückkehrt. Mit mehr Alltag, der die letzten zwei, drei Monate gefühlt gar nicht herrschte. Mit mehr Zeit Zuhause vor dem Bildschirm, weniger nach draußen lockendem Sonnenschein und dem typischen Arbeitsschwung, den ich nach einem langen Sommer meistens mit dem Herbstanfang zurückgewinne. Seht es mir also nach, dass ihr auch in den kommenden Wochen noch das ein oder andere, sommerliche Shooting zu Gesicht bekommt – denn irgendwo auf der Welt ist immer Sommer, richtig?

Über das Sommeroutfit:

Das war jetzt ziemlich viel Geplänkel über meine Gedanken und was mich, rund um diesen Blog hier, momentan beschäftigt. Muss auch mal sein; zudem höre ich am allermeisten von euch, dass ihr es schätzt, dass ich euch nahbar an meinem Alltag teilhaben lasse und persönliche Gedanken und Anekdoten erzähle – also hier, Bitteschön.

Natürlich möchte ich auch ein paar kleine Worte zum heutigen Outfit verlieren. Denn nicht nur das Outfit gefällt mir persönlich sehr gut – auch die Fotos mag ich; so spontan sie auch in unserem Österreichurlaub im Mai entstanden sein mögen. Die Kulisse passt zum Look, ich mag das Zusammenspiel als natürlichen Elementen wie Holz und Pflanzen zum schicken, einerseits auffälligen und doch schlichten Outfit. Mit Grün tue ich mich persönlich etwas schwer – das wisst ihr bereits aus diesem sehr auffälligen Outfitpost.


Grünes Top (new in!)Mango (leider nicht mehr online verfügbar)

Weiße Jeans – Zara (ähnliche Jeans)

Mules – Peperosa 

Crossbody-Bag – Coccinelle Arlettis in ‘Blanche’ (ähnliche Tasche)

Tuch – H&M


Das Top hier war im Geschäft irgendwie Liebe auf den ersten Blick – obwohl ich weder Grün sonderlich oft trage, noch obenrum häufig zu weiten Oberteilen greife. Gemeinsam mit meiner Coccinelle Arlettis in Blanche, die ich euch schon in diesem Sommeroutfit hier gezeigt habe, sowie weißer Jeans und kleinen Hinguckern wie dem farblich passenden Tuch oder den bequemen Mules mit Absatz, mag ich den ganzen Look persönlich sehr gerne. Was meint ihr? 

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6 Kommentare

  1. 12. September 2018 / 14:48

    Hey,
    wow! Das Outfit ist der hammer! Die Tasche mit dem Tuch und die Schuhe hätte ich auch gern. :)
    Liebe Grüße,
    Liz von Liz Marshall

    • Vivien
      Autor
      19. September 2018 / 9:05

      Hihi, lieben Dank :) Das Tuch ist nur dran gemacht, das wechsle ich öfter mal! :) Liebe Grüße!

  2. Sophie
    13. September 2018 / 18:31

    Super süße Bilder, du siehst wie immer absolut top aus.

    Weißt du, was ich an deinen Outfits immer liebe? Du zeigst nicht irgendwelche unrealistischen Kombis, die man sich a) nicht leisten kann, b) für den Alltag völlig ungeeignet sind und c) aaaandauernd Neukäufe erfordern. Ich finde, dass du immer “Alltagslooks” mit dem gewissen Extra zeigst, mal schicker, mal legerer, immer irgendwie besonders aber trotzdem absolut tragbar und “nachmachbar”. Eine super Inspiration für mich <3 Danke!

    Liebste Grüße und einen schönen Tag dir! :)
    Sophie

    • Vivien
      Autor
      19. September 2018 / 9:13

      Ahhh Sophie, ich danke dir von Herzen für deinen Kommentar – so was liest man so, so gerne und weiß dann umso mehr, dass es die ganze Arbeit wert ist :) Ich freue mich total, dass meine Outfits so gut bei euch ankommen und ich euch im kleinen Rahmen damit inspirieren kann! Und du hast recht – genau diese “Alltäglichkeit mit dem gewissen Extra” ist es, die ich verfolge. Ich schaue mir auch mal gerne außergewöhnliche Looks auf Instagram an – inspirierend sind sie für mich jedoch nicht wirklich…

      Fühl dich gedrückt!!

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