Welcher Fotoliebhaber kennt es nicht: den zyklischen Drang, Geld für eine Sofortbildkamera zu lassen, der einen in regelmäßigen Abständen überkommt.

Dieses Gefühl, ein Foto zu machen, und nicht zu wissen, was dabei heraus kommt, das kennen nur noch die Wenigsten – wir investierten, als ich acht oder neun war, in eine kompakte Digitalkamera, da wir eine analoge Spiegelreflexkamera hier hatten, und schließlich zwei, drei Jahre später auch in eine digitale DSLR, unsere Familien- und Urlaubskamera. Alle Fotos, die vor diesen Zeitpunkten von mir entstanden, waren analog und auf Film, ich weiß also noch, wie das damals so war, und wir haben einen Haufen Bilder und Negative, die es zu digitalisieren gilt – hätte man die Zeit dazu, mehrere tausend Fotos in den Negativ-Scanner einzulegen. (Von meinen Eltern und  Großeltern gar nicht zu sprechen, die den Großteil ihres Lebens, wenn überhaupt, analog auf Fotos festgehalten haben).

Ein noch mal ganz anderes Gefühl ist es zweifellos, wenn das Foto postwendend aus der Kamera selbst herauskommt, und man gebannt darauf starrt und wartet, dass sich das Bild endlich entwickelt – teilweise beeinflusst von äußeren Einflüssen wie dem Lichteinfall. Meine erste Sofortbildkamera-Erfahrung machte ich im Alter von acht, als wir uns auf dem Geburtstag einer damaligen Freundin verkleideten und als Erinnerung ein Bild gemacht wurde. Seitdem juckte es mich regelmäßig in den Fingern – aber dass die alten Polaroids viel zu teuer für kindliches Rumgeknipse sind, ist logisch.

Zu meiner großen Freunde bekam ich jetzt die Möglichkeit, die revolutionierte Version der Sofortbildkamera auszuprobieren, und ich möchte euch heute von meinen Erfahrungen mit der Fujifilm Instax Mini 7S berichten.

Ihr könnt euch nicht vorstellen, wie hibbelig ich war, als ich die Kamera in ihrem Karton in den Händen hielt – leider war dies spät am Abend nachdem ich von der Uni heimkam, ich war bereits im Schlafdress, da ich zuvor aus der Badewanne kam, und das Paket bis dato bei den Nachbarn verweilte. Heißt im Klartext: ein Foto, das natürlich trotzdem immer noch nicht ganz billig ist, wollte ich für mein Ich in diesem Aufzug nicht verschwenden. Also wurden kurzerhand meine Oma, mein Onkel und meine Mutter, die sich in der Küche aufhielten, abgelichtet; anschließend starrte ich gebannt minutenlang auf das sich entwickelnde Foto. Für mich, auch jetzt, nach bereits über zehn gemachten Fotos, ein tolles Gefühl.

Die Bedienung der retromäßig aufgemachten Kamera ist super einfach, man zieht das ‘Objektiv’ ein Stückchen heraus, und schon leuchtet die grüne Kontrolllampe oben am Umgebungsregler. Diesen stellt man ein auf die Umgebung, in der man sich befindet – ich habe leider nur Bilder in Innenräumen gemacht, für Außenaufnahmen war das Licht bisher stets zu dunkel – und schon kann losgeknipst werden.

Nachdem das Foto oben heraus gekommen ist, dauert es knapp fünf Minuten, bis es vollständig entwickelt ist. Ich habe jedoch gelesen, dass man noch mal einen Unterschied erkennen kann, wenn man einige Stunden wartet, erst dann soll es seine vollständige Farbechtheit erreicht haben.

Was ich euch versichern kann, ist dass egal wo ich war, die Sofortbildkamera stets großes Aufsehen erregt hat, automatisch scharen sich ein paar Menschen deines Umfeldes um dich und teilweise starrt man mit 5 paar Augen auf ein kleines Foto, gespannt, was es so hergibt.

Zur Bildqualität kann ich sagen, dass man natürlich nicht zu extrem viel erwarten sollte. Wer qualitativ hochwertige Bilder haben möchte, sollte lieber mit einer DSLR oder guten Digicam fotografieren und diese im Polaroidstil ausdrucken lassen. Für Menschen wie mich, die es als Partygag ansehen, die zur Erinnerung in bestimmten Situationen gerne eine Sofortbildaufnahme hätten, um sie später irgendwo einzukleben, und die einfach Spaß daran haben, hier und da ein lustiges Bildchen zu schießen, ist sie eine wirklich tolle Erfindung, und dafür reicht die Bildqualität definitiv aus. Ich zum Beispiel liebe auch den Vintagelook der kreditkartengroßen Fotos, und dass man nie weiß, ob sich die Farben nun intensiv entwickeln oder eher retromäßig blass wirken. Unten könnt ihr euch selbst von der Qualität überzeugen – ich muss dazu sagen, dass sie durch das Einscannen am normalen Drucker noch einmal ein Stück einbüßen mussten.

Was man natürlich nicht verleugnen kann ist, dass es nach wie vor wie früher noch ein teurerer Spaß ist. Trotzdem ist diese Momentaufnahmenfotografie im Vergleich mit knapp 0,75€ pro Foto weitaus bezahlbarer als damals. Zudem nutzt man diese Kamera schließlich auch nicht, um 20 Bilder für einen Abend zu verballern.

Die abschließende Frage ist natürlich: wohin am Ende mit den ganzen Sofortbildchen. Sie in irgendeiner Schachtel in den Tiefen einer Schublade versauern zu lassen, dafür sind sie, die Kosten und der Aufwand tatsächlich zu schade. Da eine weitere meiner Leidenschaften das Scrapbooking ist, werde ich, wenn ich mal wieder etwas Zeit habe, ein eigenes Scrapbook für diese Fotos erstellen und nach und nach mit den kleinen Momentaufnahmen füllen. Ihr könnt die Bilder natürlich auch schön als Collage an die Wand hängen oder in euren Kalender am entsprechenden Tag einkleben – ich glaube, da gibt es genug Möglichkeiten.

Unterm Strich kann ich für mich jedenfalls sagen, dass ich Sofortbildkameras wirklich super finde – ich hätte sie mir auch selbst gekauft, hätte ich nicht diese tolle Testmöglichkeit von Fujifilm gehabt. Die Instax Mini 7S erfüllt alle meine Anforderungen – leichte Bedienung, wenn man sie ahnungslosen Mitmenschen schnell in die Hand drückt, gute Fotoqualität in dem Wissen, dass es eben eine Sofortbildkamera ist, ein Kamerapreis, der definitiv angemessen ist, und ein Fotopreis, der nicht mehr untragbar ist und bei welchem jedes gemachte Foto weh tut. Ich finde ebenso, dass es ein tolles Geschenk für fotobegeisterte Mitmenschen ist, für knapp 80€ bekommt ihr schon die Kamera samt 20er Fotopack. Vielleicht denkt der ein oder andere von euch ja darüber nach, mit Weihnachten im Hinterkopf?

// In Zusammenarbeit mit Fujifilm

4 Kommentare

  1. 20. Oktober 2013 / 18:12

    Die Kamera finde ich designmäßig richtig schön. Es kommt mir aber wegen der Form eher unhandlich vor. Aber so teuer ist es doch gar nicht, also die Kamera an sich ist nicht teuer, dafür aber der Fotofilm.

    Liebe Grüße :)

    • 20. Oktober 2013 / 18:14

      Also zur Form, die ist total handlich und ergonomisch :) und sieht auf den Bildern größer aus als sie ist, sie passt super in jede Handtasche, wenns nicht gerade eine schmale Clutch ist.

      Und ja, das sage ich ja, die Kamera ist preislich vollkommen angemessen, nur die Fotos sind eben mit 70,80 Cent nicht für “komm, wir machen 10 Bilder am Stück” geeignet – jedoch kein Vergleich zu damals, wo ein Polaroid 2€ kostete..

      Liebe Grüße zurück! :)

  2. 20. Oktober 2013 / 19:11

    Ohh toll, hätte ich auch gerne. Ist sicherlich super bei Partys :)

  3. 20. Oktober 2013 / 19:52

    also auch im vergleich zu einer analogen kamera mit normalem film sind die bilder gar nicht so teuer, nach meiner erfahrung kostet ein film plus entwicklung bei 36 bilder so um die 20 €
    ich finde es auf jeden fall unglaublich toll, das es wieder sofortbildkameras gibt und früher oder später werde ich mir auch eine zulegen
    lg

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.


Etwas suchen?